Blähungen bei Babys

Wenn es im Babybäuchlein rumpelt und der kleine Wonneproppen so gar keine Ruhe geben will, sondern im Gegenteil einen sehr schmerzgeplagten Eindruck macht, dann stecken oft Blähungen dahinter. Besonders in den drei ersten Lebensmonaten kommt es oft vor, dass Luft oder andere Gase den Magen und Darm aufblähen und dem Nachwuchs Schmerzen bereiten.

Blähungen BabyBesonders in den ersten drei Lebensmonaten leiden Babys häufig unter Blähungen. (Foto by: alenkasm / Depositphotos)

Ein „Bäuerchen“ als einfache Hilfe bei Blähungen

Eine einfach zu beseitigende Ursache für einen aufgeblähten Bauch ist, wenn beim Trinken zu viel Luft verschluckt wird und sich im Magen sammelt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Baby nach dem Trinken ein „Bäuerchen“ macht, das heißt, zum Aufstoßen angeregt wird. Auf diese Weise kann die Luft wieder aus dem Bauch entweichen und es können keine Blähungen entstehen.

Blähungen im Unterschied zur Dreimonatskolik

Wenn bei einem Säugling im Alter von etwa bis zu drei Monaten sehr oft und sehr heftige Blähungen auftreten, dann könnte es sich um sogenannte Dreimonatskoliken handeln, die eine ernste Erkrankung darstellen und nicht mit normalen Blähungen verwechselt werden dürfen.

Schreit das Baby von Zeit zu Zeit stundenlang, dann sollte auch an eine Dreimonatskolik gedacht und auf jeden Fall der Kinderarzt aufgesucht werden.

Bei normalen Blähungen muss das Kind oft aufstoßen und hat Windabgang. Die übermäßig hohe Menge von Gasen im Magen und Darm sucht sich einen dieser Wege zum Entweichen. Babys, die unter Blähungen leiden, produzieren mehr Gase als andere Kinder, wobei jedoch ungeklärt ist, ob sie einfach empfindlicher als andere Kinder reagieren oder die Produktion von Darmgasen aus genetischen Ursachen heftiger abläuft.

Was man bei Blähungen des Kleinkindes tun kann

Bauchmassage BabyEine sanfte Bauchmassage kann dem Baby Linderung bei Blähungen verschaffen. (Foto by: dnaumoid / Depositphotos)

Um eine übermäßige Entwicklung von Darmgasen zu vermeiden, sollte man sich an einige einfache Regeln, insbesondere bei der Ernährung halten:

  • Die Gabe oder der Zusatz von blähenden Speisen in der Nahrung ist unbedingt zu vermeiden, das sind zum Beispiel Hülsenfrüchte, Kohl oder auch Zwiebeln.
  • Wenn das Kind noch gestillt wird, sollte auch die Mutter diese Dinge nicht zu sich nehmen, da die Bestandteile dieser Nahrungsmittel, die die Blähungen verursachen, auch durch die Muttermilch in den Verdauungstrakt des Kindes gelangen.
  • Sehr gut hilft auch immer eine vorsichtige Bauchmassage um den Bauchnabel herum im Uhrzeigersinn, so werden die Krämpfe gelöst und die blähenden Gase entweichen.
  • Ein altbewährtes Hausmittel aus Omas Trickkiste gegen Bauchkrämpfe der Babys, ist Kümmelöl, das zur Massage verwendet werden kann. Kümmel ist in jeder gut sortierten Apotheke erhältlich und hat schon Generationen von Müttern und Babys zu einem guten Nachtschlaf verholfen, weil es ein ausgezeichnetes und natürliches Mittel gegen Bauchschmerzen und Blähungen ist und keinerlei Nebenwirkungen hat.
  • Wenn das Baby nachweislich bestimmte Speisen, wie zum Beispiel Milchprodukte oder anderes nicht gut verträgt, dann sollten sie auf keinen Fall gefüttert werden, um das Entstehen von Blähungen nicht zusätzlich anzuregen.

Blähungen bei kleinen Kindern sind nichts außergewöhnliches, können aber sehr schmerzhaft sein. Mit der Beachtung und Einhaltung der genannten Hinweise kann diese unangenehme Erscheinung gut behandelt oder sogar völlig vermieden werden.


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