Blutzuckermessung

Die Blutzuckermessung dient zur Bestimmung der Kohlenhydrate (Glucose) im Blut und wird bei Krankheiten wie Diabetes mellitus zur Messung des Blutzuckerspiegels angewendet. Grundsätzlich wird für die Blutzuckerbestimmung ein Tropfen Blut aus einer Fingerkuppe entnommen.

Blutzucker messen Die Blutzuckermessung ist vor allem bei Diabetes mellitus wichtig. (Foto by: ginasanders / Depositphotos)

Die Kohlenhydrate werden über die Darmschleimhaut aufgenommen, zum Großteil in Glucose umgewandelt und gelten im Körper als Energieträger für Organe wie das Gehirn, Muskeln oder auch für die roten Blutkörperchen.

In der Bauchspeicheldrüse wird Insulin produziert und ausgeschüttet – dies bewirkt die Aufnahme der Glucose in den Zellen, wo es weiter verarbeitet werden kann.

So wird Insulin beispielsweise nach dem Essen ausgeschüttet. Durch das Insulin sinkt der Blutzuckerspiegel, ein gleichbleibendes Niveau wird tagsüber gehalten. Durch andere Hormone wie beispielsweise Adrenalin wird der Blutzuckerspiegel gesteigert, wie beim Sport.

Bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes mellitus steigt der Blutzuckerspiegel, bei anderen Erkrankungen wie Leberschäden sinkt dieser, oft in gefährlichem und lebensbedrohendem Ausmaß. Um dieses Auf oder ab kontrollieren zu können, wird der Blutzucker gemessen.

Durchführung

Grundsätzlich wird der Blutzucker mit kapillarem Blut aus der Fingerkuppe gemessen.

Das Blut wird auf einen Teststreifen aufgebracht und in ein spezielles Messgerät eingeführt, welches den Blutzuckerwert bestimmt.

Blutzuckermessung Eine Blutzuckermessung ist heutzutage einfach und unkompliziert. (Foto by: werve / Depositphotos)

Ein normaler Blutzuckerwert im Blutplasma (gemessen bei nüchternem Zustand) beträgt unter 100 mg/dl oder unter 5,6 mmol/l.

Eine weitere Möglichkeit der Blutzuckerbestimmung ist die Blutabnahme beim Arzt/Ärztin.

Fazit

Patienten mit Diabetes mellitus oder anderen chronischen Krankheiten, wo der Blutzuckerwert kontrolliert werden muss, werden auf das Messen speziell vom Arzt/der Ärztin eingeschult. Mit den neuen technischen Geräten ist es heutzutage einfach und unkompliziert. Gute Bücher helfen den Betroffenen, ihre Erkrankung besser zu verstehen.


Bewertung: Ø 3,4 (5 Stimmen)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 30.08.2010
Überarbeitet am: 07.11.2016

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