Bluttransfusion

Eine Bluttransfusion wird über eine Injektion in die Vene des Empfängers verabreicht. In der Bluttransfusion sind bestimmte Blutbestandteile des Spenders enthalten, die vorab konserviert wurden. Zumeist sind die Bestandteile einer Bluttransfusion rote Blutkörperchen.

BluttransfusionEine Bluttransfusion wird über eine Injektion in die Vene des Empfängers verabreicht. (Foto by: vladem / Depositphotos)

Wichtig ist bei einer Bluttransfusion die Verträglichkeit, sprich der Empfänger muss das Spenderblut übereinstimmen, also die Blutgruppe muss dieselbe sein. In der Regel wird das Spenderblut genauestens registriert, alle Daten werden laut Transfusionsgesetz gespeichert.

Anbieter für Spenderblutkonserven sind Wahlfahrtsorganisatinen oder auch private Anbieter. Unterschieden wird zwischen Erythrozytenkonzentrat (rote Blutkörperchen) und Trombozytenkonzentrat (Blutplättchen). Zweites kommt bei Blutgerinnungsstörungen zum Einsatz.

Durchführung einer Bluttransfusion

Die Grundregel vor jeder Bluttransfusion ist es sicherzustellen, dass die beiden Blutgruppen – Empfänger- und Spenderblut – zusammenpassen. Dies wir durch eine Kreuzprobe und einen Antikörpertest getestet; sind beide Tests negativ und die Blutgruppe wurde am Krankenbett mittels Karte (ABO Bedside Test) nochmals überprüft, kann der Empfänger die Bluttransfusion erhalten.

Die fetale Bluttransfusion ist eine Blutübertragung bei ungeborenen Kindern. Verwendet wird die Blutgruppe 0 (Rhesus negativ).

Auch Eigenblutspenden sind möglich, empfohlen werden sie beispielsweise vor großen Operationen.

Anwendungsgebiete und Komplikationen

Eine Bluttransfusion ist notwendig, wenn sich die Blutmenge des Körpers stark verringert hat. Auch bei Blutarmut, bei Erkrankungen des Systems, welches das Blut bildet oder Blutgerinnungsstörungen sind Bluttransfusionen oft erforderlich.

Eine weitere Form ist die fetale Bluttransfusion.

Unverträglichkeit

Durch die strengen gesetzlichen Richtlinien bei den Blutspendeaktionen sowie der Verabreichung des Spenderblutes sind Komplikationen heutzutage eher selten. Ein mögliches Risiko ist die Unverträglichkeit, beispielsweise auf die noch verbliebenen weißen Blutkörperchen im Spenderblut. Stimmen die Blutgruppen nicht überein, kann es zu lebensbedrohenden Unverträglichkeiten kommen.

Bluttransfusion-BlutspendenBei einer Bluttransfusion müssen Spender und Empfänger die selbe Blutgruppe aufweisen. (Foto by: pajche / Depositphotos)

Weitere Komplikationen

  • Eventuell kann es bei einer Bluttransfusion zur Übertragung von Viren oder Bakterien kommen (Hepatitis B, etc.).
  • Eine zu schnelle Transfusion kann unter anderem zu einem Lungenödem führen.
  • Gase im Spenderblut können eine Luftembolie auslösen.
  • Zu viel rote Blutkörperchen können zu einer vermehrten Ablagerung von Eisen führen.

Fazit

Empfänger von Bluttransfusionen müssen eine schriftliche Einwilligung geben, dass sie mit der Transfusion einverstanden sind (im Falle der Minderjährigkeit sind die Eltern dafür zuständig). Nur in ganz dringenden Fällen sind Ausnahmen möglich. Durch das Transfusionsgesetz sind Komplikationen oder Risiken heutzutage eher gering und gelten als sehr sicher.


Bewertung: Ø 3,7 (3 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Herzkrankzgefäß-Erweiterung (PTCA)

Herzkrankzgefäß-Erweiterung (PTCA)

Unter einer perkutanen transluminale coronare Angioplastie - kurz auch PTCA genannt - beschreibt der Mediziner ein gängiges Verfahren, damit etwaige verengte Herzkrankgefäße (die Koronararterien) geweitet werden können

weiterlesen
Titerbestimmung

Titerbestimmung

Im Rahmen einer Titerbestimmung wird die Konzentration der Antikörper gegen bestimmte Krankheiten im Blut gemessen.

weiterlesen
Blasenspiegelung

Blasenspiegelung

Bei der Blasenspiegelung handelt es sich um eine endoskopische Untersuchung der Harnröhre und Blase.

weiterlesen

User Kommentare