Baby talk to me - Wie Sie Babysprache richtig deuten

Eltern wollen bekanntlich nur das Beste für den Nachwuchs und für das Baby. Doch oft ist es schwer zu verstehen was Baby möchte bzw. braucht, wenn es weint und schreit. Diese Tipps sollen dabei helfen, Baby besser zu verstehen.

lachendes BabyWer sein Baby "versteht" und weiß, was es gerade benötigt, sorgt für ein zufriedenes Baby. (Foto by: anatols / Depositphotos)

1. "Ich möchte schlafen."

Wenn das Baby anfängt sich die Augen zu reiben, das Gesicht abwendet, mit der Stirn runzelt oder einen glasigen Blick hat, dann ist es Zeit fürs Bettchen. Ganz wichtig ist es dem kleinen Liebling nun Ruhe zu gönnen, denn wenn Babys übermüdet sind, beginnen sie oft wie wild zu weinen und lassen sich nur schwer beruhigen, bevor sie dann völlig erschöpft in den Schlaf fallen.

2. "Ich möchte essen."

Am besten erkennen Sie, dass der Nachwuchs Hunger hat, indem er an den Fingern lutscht, der Kopf wird hin und her gedreht und die Augen scheinen etwas zu suchen.

Wenn Sie zärtlich mit dem Finger die Mundwinkel berühren und Baby fängt fest zu saugen an, dann hat es eindeutig Hunger. Leichtes saugen deutet eher auf Müdigkeit hin.

Empfehlungen rund ums Stillen und Füttern von Babys gibt es viele, doch vertrauen Sie Ihrer Intuition und füttern Sie den kleinen Liebling nach Bedarf. Nicht alle Kinder haben einen Essens-Rhythmus von vier Stunden. Auch wenn es bereits nach zwei Stunden wieder Hungrig ist, ist das völlig ok.

3. "Spiel mit mir!"

Dass Baby spielen möchte, erkennen Sie daran, dass der Blick groß und klar ist und die Augen weit geöffnet sind. Was gibt es schöneres als gemeinsam mit dem kleinen Sonnenschein die Welt zu erkunden und zusammen zu spielen? Weitere Anzeichen sind, dass es motiviert und voller Entdeckungsdrang vor sich hin brabbelt und gluckst und einen vergüngten Eindruck macht.

4. "Ich habe Bauchschmerzen."

Die Verdauung macht vielen Neugeborenen und Babys zu schaffen, da sie noch nicht voll ausgereift ist. Wenn Baby plötzlich und abrupt während des Stillens oder des Fläschchens zu trinken aufhört,  zu weinen anfängt und partout nicht mehr weiter trinken will, dann tut ihm höchstwahrscheinlich der Bauch weh. Außerdem beginnt es wie am Spieß zu schreien, wenn man es nach dem Essen hinlegen möchte und es zieht verkrampft die Beine an. Blähungen und Drei-Monats-Koliken treten besonders in den ersten drei Lebensmonaten auf.

Was man dagegen tun kann:

  • Das regelmäßige Bäuerchen und Aufstoßen nach einer Mahlzeit sind extrem wichtig.
  • Eine zärtliche Bauchmassage kann wahre Wunder wirken. Diese soll im Uhrzeigersinn durchgeführt werden.
  • Wird das Baby gestillt, sollte die Mutter auf blähende und scharfe Speisen verzichten.
  • Fenchel- oder Kümmeltee sind gute Mittel, die gegen Blähungen helfen.
  • Auch Wärmeflaschen oder erwärmte Kirschkernsäcken auf den Bauch aufgelegt, können wahre Wunder wirken.
  • Treten die Beschwerden häufig auf, ist es sinnvoll einen Kinderarzt aufzusuchen. Dieser kann Medikamente verschreiben, die die Gasblasen im Darm des Babys auflösen.

5. "Ich möchte Ruhe."

Viele Babys sind nach einem Tag voller Eindrücke überreizt und beginnen ohne wirklichen Grund und plötzlich zu weinen und lassen sich schwer beruhigen. Vor allem in den ersten Lebenswochen sollte auf eine ruhige Umgebung und einen geregelten Tagesrhythmus geachtet werden.

aufgewecktes BabyWenn Babys Blick groß und klar ist und die Augen weit geöffnet sind, möchte es spielen. (Foto by: miljan010 / Depositphotos)

6. "Hilfe ich friere oder ich schwitze."

Die beste Möglichkeit festzustellen, ob Baby zu warm oder zu kalt ist, ist der Nackentest. Dabei legen Sie Ihre Finger in Babys Nacken. Wenn die Haut dort trocken und warm ist, besteht kein Grund zur Sorge.

Tipps, wie Sie Baby beruhigen können

  • Die wohl wirkungsvollste und erfolgreichste Beruhigungsmethode ist noch immer Mama´s Arm.
  • Babys lieben vor allem den Herzschlag der Mutter, auch Schlaflieder oder ruhige Musik helfen ihm zu entspannen.
  • Viele Babys werden beim Autofahren oder beim Kinderwagenfahren ruhig.
  • Massagen und wohltuende Bäder sind auch für die kleinsten Erdenbürger  Beruhigungsquellen.

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