Vorlesen fördert die Sprache

Wer die sprachliche Entwicklung seines Kinder gezielt fördern möchte, sollte das Kind möglichst früh an den Umgang mit Bücher heran führen. Selbst ganz kleine Kinder, die selbst noch keinen aktiven Wortschatz besitzen, können davon profitieren.

Mutter liest ihrer Tochter eine Geschichte vorVorlesen fördert die sprachliche Entwicklung von Kindern. (Foto by: suravid / Depositphotos)

Die Sprachentwicklung beginnt schon in der Wiege

Die Sprachentwicklung setzt eigentlich schon mit der Geburt ein, denn auch sehr kleine Babys hören zum Beispiel schon sehr früh an der Stimme der Mutter, ob sie entspannt, aufgeregt oder fröhlich ist.

Oft und liebevoll mit dem Kind zu sprechen fördert nicht nur seine sprachliche, sondern auch seine soziale und kognitive Entwicklung. Da kann man gar nicht früh genug anfangen, mit den Kleinen zu „lesen“.

Die richtige Atmosphäre schaffen

Je kleiner das Kind ist, umso wichtiger sind verlässliche Rituale in entspannter Atmosphäre. Das Vorlesen ist eines dieser Rituale, die dem Tag Struktur geben und Kindern damit Sicherheit vermitteln. Das Vorlesen eignet sich also als Ruhepol mitten im Tagesablauf genauso wie zum Einschlafritual.

Besonders schön ist es, wenn man einen bestimmten „Vorleseplatz“ in der Wohnung schafft, etwa auf dem Sofa im Wohnzimmer oder auf einer weichen Decke mit kuscheligen Kissen im Kinderzimmer. Hier kann man sich dann in ruhiger Atmosphäre mit dem Kind zurückziehen, um in aller Ruhe die Welt der Bücher zu entdecken.

Der Lesestoff muss altersgerecht sein

Mutter und Tochter lesen ein Buch.Das Vorlesen eignet sich also als Ruhepol mitten im Tagesablauf genauso wie zum Einschlafritual. (Foto by: valuavitaly / Depositphotos)

Für sehr kleine „Leseeinsteiger“ eignen sich natürlich besonders gut Bilderbücher, die sich mit Themen befassen, die den Kindern aus ihrem Alltag vertraut sind. Einfache Illustrationen von Tieren, Autos oder Menschen helfen dem Kind, sein eigenes Erleben in Worte zu fassen, und das wiederholte Vorlesen der zu den Bildern passenden Wörter festigt den Wortschatz des Kindes.

Durch die ruhige Atmosphäre und die volle Aufmerksamkeit der Bezugsperson erlebt das Kind das Lesen und Lernen als schön und positiv. Dabei sollte man auf keinen Fall verlangen, dass kleine Kinder stillsitzen und aufmerksam zuhören, sondern sie dazu ermuntern, aktiv am Lesen teilzunehmen.

Der aktive und der passive Wortschatz

Sehr kleine Kinder, die noch nicht aktiv sprechen, verfügen doch schon über einen sogenannten „passiven Wortschatz“, das heißt, sie verstehen die Bedeutung eines Wortes, wenn sie es hören. Durch Fragen wie „Kannst du mir das Auto zeigen?“ kann man also kleine Kinder schon aktiv in das Anschauen der Bilderbücher mit einbinden.

Fangen die Kinder an zu plappern, sollte man sie dabei durch Zuhören und deutliches Wiederholen der Worte unterstützen, allerdings nicht durch ständiges Korrigieren verunsichern. Das stärkt das Selbstvertrauen des Kindes und ermuntert zum eigenständigen Sprechen.


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