Ungesunde Gewohnheiten loswerden

Essen, Zigaretten, Handys,... schlechte Gewohnheiten umgeben die Menschen überall. Es ist vor allem die Wiederholung dieser, die einem oft das Leben schwer machen. Doch man kann sich ändern und durch gute Gewohnheiten ersetzen.

Ungesunde Gewohnheiten loswerden Schlechte Gewohnheiten schaden in vielen Bereichen des Lebens. Oftmals aber auch der Gesundheit. (Foto by: vadimphoto1@gmail.com / Depositphotos)

Man steht abends vor dem Kühlschrank, obwohl man keinen Hunger hat. Man greift zu der Zigarette, weil man Ablenkung braucht. Man sitzt am Tisch mit Freunden oder der Familie und kaum wird es still, greift man zum Handy und surft durch das Internet. Am Ende denk man sich dann „War das jetzt wirklich was ich gebraucht habe?“

Natürlich ist man selten mit solchen Angewohnheiten alleine. Gerade die „schlechten“ unter ihnen sind oft nur schwer wieder los zu werden, wenn sie erst einmal zu Normalität werden. Selbst das Bewusstsein und das Wissen, dass diese Dinge schlecht für einen sind, können dabei oft nicht hinweg helfen.

Zu spätes Schlafengehen, zu wenig Bewegung, schlechte Ernährungsentscheidungen, oder Rauchen und Alkohol – Man weiß, dass man dem eigenen Körper dabei nichts Gutes tut. Dennoch kann man nicht immer einfach so aufhören.

Viele ungesunde Angewohnheiten entstehen durch die Suche nach einer Bewältigung von Stress oder Langeweile. Egal ob nun in der Arbeit, oder im Privatleben. Auch wenn sie ungesund sind, helfen sie dennoch schwere Situationen zu bewältigen.

Nicht nur zum Beginn des neuen Jahres nimmt man sich solche Vorsätze vor. Auch unter dem Jahr kommt das Bedürfnis abzunehmen, oder mit dem Rauchen aufzuhören. Wie man es letztendlich bewältigen kann, hängt von einem selbst ab. Einen einfachen Weg gibt es nicht.

1. Was hat man davon?

Es ist wichtig zu begreifen, aus welchen Gefühlen heraus diese schlechte Angewohnheit überhaupt entstehen konnte. Hat das nächtliche Essen einen beruhigt? Macht die Zigarette ein schlechte Arbeitsumfeld erträglicher? Man muss gar nicht zu tief in die Materie gehen, aber sich darüber bewusst zu werden, warum man etwas braucht, kann später helfen einen guten Ersatz dafür zu finden.

2. Selbst der beste Freund sein

Welchen Rat würde man dem besten Freund oder der besten Freundin geben, wenn diese sich versuchen würden zu ändern? Manchmal kann es helfen eine Minute für ein Selbstgespräch Zeit zu nehmen und mal gut ausdiskutieren, was man sich wünscht und wie man jemand anderem einen guten Rat geben würde. Denn: niemand kennt einen so gut, wie man selbst.

3. Einen gesunden Ersatz finden

Der gute Vorsatz und ein bisschen Wille reichen jedoch oftmals nicht aus. Vor allem wenn man etwas auf lange Zeit ändern will, wird man sich vor allem einen gesunden Ersatz für die schlechte Angewohnheit suchen müssen. Ein „Ich darf das nicht“ wird nicht lange gegen den inneren Drang standhalten, wenn man den Kopf nicht von dem Gedanken befreien kann.

Anstelle abends den Kühlschrank zu durchwühlen, bis man doch noch etwas findet, kann es oftmals helfen stattdessen ein Glas Wasser zu trinken. Oftmals ist der Hunger nur Durst und Wasser schadet dem Körper kaum und tut einem gut. Dann darf man sich auch einen Moment für sich nehmen und sagen „Ich habe eine gute Entscheidung getroffen.“

4. In die gesunde Zukunft blicken

Ungesunde Gewohnheiten loswerden Ein positiver Blick in die Zukunft kann helfen sich täglich zu motivieren. (Foto by: Photocreo / Depositphotos)

Der Mensch hat die starke Fähigkeit sich vorstellen zu können, wie seine Zukunft aussehen könnte. Wann immer es einem schwer fällt und die schlechte Angewohnheit so verführerisch aussieht, muss man einen Moment inne halten und sich die Person vorstellen, die man später werden möchte. Tut man etwas für die eigene Gesundheit, kann das ein Bild von dem gesunden Selbst sein, wie man all die Dinge tut, die man krank nicht tun könnte.

5. Auslöser vermeiden

Manchmal haben schlechte Angewohnheiten einen bestimmten Auslöser. Trinken und Rauchen sind Dinge, die man vor allem in Gesellschaft gerne tut. Will man sich eines von beiden abgewöhnen, kann es oftmals notwendig sein die gewohnten Lokalitäten wie Bars und Nachtclubs zu meiden. Nicht für immer, aber lang genug, dass man die schlechte Gewohnheit doch ablegen kann.

In bestimmten Fällen kann so ein Auslöser jedoch auch eine eigene Person sein. Ein Freund, ein Kumpel, oder ein Geschwisterteil. Ist die schlechte Angewohnheit wirklich schädlich für einen selbst, muss man oftmals einen Moment zurück treten und genau betrachten, ob man nicht vielleicht eine Auszeit bräuchte.

6. Schluss mit der Selbstentmutigung

Die eigenen Worte können weitaus härter treffen, als man es sich oft zumuten würde. Um den gesunden Blick in die Zukunft zu schaffen, ist es wichtig sich nicht selbst im Weg zu stehen. Selbstbewusstsein kann man erlernen. Anstelle von „Ich bin immer noch fett“, könnte man zu sich selbst sagen „Ich gebe mein Bestes und werde gesund!“ Der Ton macht die Musik und sich selbst schlecht zureden hält einen nur auf.

Nicht immer hat es jedoch mit einem mangelnden Willen zu tun. Eine Depressionen kann einen immer wieder zurück werfen und es schwer machen sich selbst zu verzeihen. In solchen Situationen ist es wichtig sich zuerst Hilfe zu suchen.

7. Kleine Schritte nehmen

Einer der wichtigsten Punkte ist es zu akzeptieren, dass man es nicht von einen Tag auf den anderen schaffen wird. Will man mehr Sport betreiben, nimmt man sich oft Zeit dafür. Manchmal kommen jedoch andere Pläne dazwischen und man droht aus einer neuen Routine wieder heraus zu fallen. Schafft man es nicht wie geplant eine Stunde Laufen zu gehen, so nimmt man sich zumindest 15 Minuten für etwas Sport und darf sich auch gerne danach selbst loben.

Auch wenn man nicht immer 100 Prozent geben kann, wird man so die neue und gesunde Angewohnheit stärken und die alte weiter ein Stück ablegen können.

8. Schwächen akzeptieren

Nichts passiert von heute auf morgen und an manchen Tagen wird man wieder in alte Muster zurückfallen. Schlechte Gewohnheiten passieren nicht über einen Tag, und genauso können sie durch kurze Ausrutscher nicht wieder zurück kommen. Es ist wichtig zu lernen sich selbst zu lieben und Fehler zu verzeihen. Anstatt sich selbst schlecht zu reden, ist es wichtig sich selbst wieder zu ermutigen und an sich selbst zu glauben.


Bewertung: Ø 5,0 (2 Stimmen)

Autor: Lisa Maria Pichler
Infos zum Autor: Redakteurin bei fitundgesund.at
Erstellt am: 20.08.2020
Überarbeitet am: 21.08.2020

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