Epikutantest

Ein Epikutantest wird durchgeführt, wenn eine Kontaktallergie wie ein allergisches Kontaktekzem der Haut (oder Haut nahen Schleimhäute) diagnostiziert werden sollte. Eine Kontaktallergie kann sich im privaten, aber auch im beruflichen Umfeld entwickeln.

EpikutantestEs ist möglich, mit dem Epikutantest eine ganze Reihe möglicher Allergieauslöser zu testen. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Besteht der Verdacht, dass sich ein Ekzem aufgrund von Hautkontakt mit unterschiedlichen Substanzen entwickelt, wird der Epikutantest eingesetzt, um diese Substanzen eruieren zu können. Mit dem Epikutantest kann ermittelt werden, auf welche Substanzen der Patient sensibilisiert ist. Oft gibt es einen Zusammenhang mit bestimmten Substanzen am Arbeitsplatz, wie beispielsweise bei Friseurinnen.

Durchführung

Die zu testenden Substanzen werden auf spezielle Testpflaster aufgebracht und am Rücken des Patienten (obere Rückenpartie) für 48 Stunden fixiert. Nach dem Entfernen der Pflaster kann nach etwa einer halben Stunde die erste Diagnose erfolgen. In den meisten Fällen wird noch eine Abschlussdiagnose durchgeführt.

Praktisches Beispiel: Am Montag klebt der Arzt/die Ärztin das Testpflaster auf, am Mittwoch wird es abgenommen und die Erstablesung erfolgt, am Donnerstag kommt es dann zur Enddiagnose und Besprechung. Die Haut kann sich bei einer bestehenden Kontaktallergie von gerötet bis entzündet verändern, je nach Schwergrad der allergischen Reaktion.

Es ist möglich, mit dem Epikutantest eine ganze Reihe möglicher Allergieauslöser zu testen. Bei berufsbedingten Tests gibt es spezielle auf den jeweiligen Beruf (Bsp. Friseurin, Metallarbeiter) abgestimmte Testserien. Ist der Test positiv, erhält der Patient einen Allergiepass.

Gespräch mit ArztDas Ergebnis des Epikutantest wird dann mit dem behandelnden Arzt besprochen. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Risiken und mögliche Nebenwirkungen

In der Regel ist ein Epikutantest ein sicheres und risikoarmes Testverfahren. Mitunter kann es zu einer Sensibilisierung des Patienten nach dem Test auf Substanzen kommen, für die vorher keine allergische Reaktion bekannt war oder es kann bei sehr starken Testreaktionen zu einer Narbenbildung an den Teststellen oder lokalen Pigmentverschiebungen kommen.

Doch sei zu bemerken, dass diese Nebenwirkungen tatsächlich als äußerst selten einzustufen sind.

Fazit

Ein Epikutantest wird bei Überempfindlichkeiten der Haut auf bestimmte Substanzen durchgeführt. Dies können Substanzen in der Kosmetik aber auch Metalle, wie Nickel und vieles mehr sein. Der Patient kann mit den Substanzen sowohl privat als auch beruflich in Kontakt kommen. Ein Epikutantest ist eine sichere und weitestgehend nebenwirkungsfreie Testmöglichkeit.


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