Penisverlängerung und Penisvergrößerung

Vielen Männern kommt er einmal, der Gedanke – ist mein bestes Stück eigentlich groß genug? So manche Penis-Vergrößerungsmittel werden angeboten. Was wirklich „hilft“ sollte vorher mit dem Hausarzt oder Urologen besprochen werden.

Penisvergrößerung und Penisverlängerung Viele Männer leiden unter Minderwertigkeitskomplexen, da sie glauben ihr Penis sei zu klein. (Foto by: lofilolo / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Wer ist dafür zuständig?
    Die Operation zur Vergrößerung des männlichen Geschlechtteils wird meist von plastischen Chirurgen übernommen. Hierbei ist eine langjährige Erfahrung in dem Gebiet sehr wichtig.
  • Wie wird es behandelt?
    Neben zahlreichen, falschen Versprechungen kann man sich auch in einer Klinik operativ behandeln lassen. Dabei wird häufig das Spritzen von Hyaloronsäure oder Eigenfett in Anspruch genommen.
  • Gibt es Risiken?
    Die meisten Risiken gehen von ungeprüften Mitteln wie Pillen, Salben, oder der Verwendung von Penispumpen aus. Jedoch kann auch eine Operation zu Funktionsstörungen führen.
  • Welche Kosten fallen an?
    Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur, wenn man bereits vorweisen kann, dass man psychisch unter einem Mikropenis leidet. Ansonsten belaufen sich die Kosten angefangen von 2.000 Euro und haben keine Grenzen nach oben.

Das Problem mit der Penisgröße

In der Gesellschaft werden sehr viele Witze darüber gerissen, wie verunsichert Männer über die Größe ihres "Besten Stücks" sind. So mancher Mann denkt sich, er hätte bei den Frauen bessere Chancen, wenn der Penis länger/größer ist.

Ursache für dieses Denken ist aber in vielen Fällen nicht der organisch zu kleine Penis, sondern eine psychische Unsicherheit des Mannes. Doch kann diese Fixierung bis zur Selbstisolation führen.

Möchte man nun wirklich etwas an der Größe ändern, werden einem vor allem im Internet viele Angebote gemacht, doch es ist Vorsicht geboten. Auch bei Operationen gilt: Bevor sich ein Mann unter das Messer legt und sich einer OP unterzieht, mit all ihren Risiken, sollte ein Psycho- oder Sexualtherapeut aufgesucht werden.

Tatsächlich kann es jedoch sein, dass ein Mann unter einem sogenannten Mirkopenis leidet. Diese kommen jedoch recht selten vor. Unter diesen Begriff fällt ein Penis, der in erigiertem Zustand unter der Länge von 7,5 cm steht. Die durchschnittliche länge wären 13 cm.

Häufige Angebote zur Vergrößerung

Einige angebotene Mittel sind mit Vorsicht zu genießen, andere bringen tatsächlich optische Erfolge. Von den meisten Pillen und Cremes sollten Männer lieber Abstand nehmen, diese sind nur teuer und haben keinerlei Wirkung auf die Größe des Penis außer eventuellen unerwünschten Nebenwirkungen. Vorsicht ist beispielsweise geboten, wenn das Produkt mit Slogans wie „Natürliche Penisvergrößerung“ wirbt. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass es sich um Betrug handelt.

Grundsätzlich kann man die auf dem Markt angeboten werden in zwei Kategorien einteilen:

  • diejenigen die überhaupt keinerlei Wirkung, lediglich einen Placeboeffekt
  • welche mit einem kurzfristigen, optischen Effekt 

Cremes

In Erotikmärkten können lokal wirkende Cremes erworben werden. Eine optische Umfangvergrößerung kann erzielt werden. Da die Cremes direkt auf den Penis einwirken, sind Nebenwirkungen selten, sofern man keine Unverträglichkeit gegen die Inhaltsstoffe hat. Meist handelt es sich jedoch nur um einfache Feuchtigkeitscremen.

Hormonpräparaten

Vorsicht ist bei Hormonpräparaten geboten, insbesondere, wenn der junge Mann in der Pubertät ist.

Pillen

Über Penisvergrößerungspillen kann prinzipiell gesagt werden: Sie haben in den meisten Fällen keinerlei Wirkung. Hat man ein Produkt erstanden, egal wo, sollte ein Urologe sich diese Tabletten ansehen, bevor Mann sie einnimmt.

Mechanische Penisvergrößerung/Penisverlängerung

Manch penisvergrößerndes Gerät hat tatsächlich eine Wirkung. Eine Penispumpe beispielsweise erzeugt rund um den Penis einen Unterdruck, welcher zu einem unmittelbaren Anstieg des Blutes in den Penisschwellkörpern sorgt und damit zu einer optischen Umfangzunahme.

Vorsicht ist bei zu exzessivem Verwenden der Pumpe geboten, Geweberisse am Penis oder Hämatome können unangenehme Nebenwirkungen sein.

Gespräch über Penisvergrößerung Eine geplante Penisvergrößerung sollte vorher mit dem Hausarzt oder Urologen besprochen werden. (Foto by: megaflopp / Depositphotos)

Operative Penisverlängerung

Folgende operative Maßnahmen können den Penis vergrößern, wenn alle anderen Methoden nicht hilfreich sind:

Das Durchtrennen der Penisbänder

Bestimmte Bänder halten den Penis teils unter der sichtbaren Haut fest; diese werden durchtrennt, der Penis rutscht nach vorne und verlängert sich optisch. Doch hier ist größte Vorsicht geboten, nur spezialisierte Chirurgen oder Kliniken sollten aufgesucht werden!

Denn es kann zu schlimmen Nebenwirkungen kommen - dem Penis kann nach unsachgemäßer Behandlung die Festigkeit fehlen oder das Ergebnis schlicht unzufriedenstellend sein.

Das Unterspritzen mit Körperfett

Um den Penis optisch dicker werden zu lassen, besteht die Möglichkeit, ihn mit Eigenfett zu unterspritzen – neben möglichen Entzündungen oder anderen gesundheitlichen Nebenwirkungen kann das Eigenfett im Penis verklumpen oder wandern und wird überdies relativ schnell wieder abgebaut.

Das Einbringen von Silikonimplantaten

Silikonimplantate können in die Schwellkörper eingesetzt werden, die allgemeinen Risiken einer OP sind gegeben. Diese Methode wird an sich bei Potenzstörungen angewendet und mit einer Erregungspumpe kombiniert. Silikon ist gegenwärtig als relativ sicher einzustufen. Auch in diesem Fall sollte der Patient sich unbedingt in die Hände spezialisierter Chirurgen begeben.

Die Behandlung mit Hyaloronsäure

Hierbei kommt es zu einem minimalinversiven Eingriff, der helfen kann die Größe und Form des Penis anzupassen, ohne dabei den Körper zu strapazieren. Hyaloronsäure kommt in der ästhetischen Medizin immer häufiger zur Verwendung und kann auch hier eine gute Alternative bieten, die auf die Risiken einer Operation verzichtet. Oft kann diese Methode auch mit einer Operation kombiniert werden.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Die meisten Nebenwirkungen und Risiken bewirken die stark beworbenen Methoden von Pillen bis zu Wundersalben.

Auch eine Operation birgt die üblichen Risiken und sollte nur von Chirurgen mit langjähriger Erfahrung druchgeführt werden.

Mögliche Risiken nach einer Operation sind:

  • Nachblutungen
  • Funktionsstörungen
  • Narben

Sehr häufig muss man sich auch darauf einstellen, dass die Erwartungen enttäuscht werden. Auch eine Operation kann keine Wunder bewirken und die Vorstellungen weichen meist von der Realität ab. Kein Chirurg kann aus einem 7cm langen Penis einen 16cm langen machen. Daher ist ein gründliches Gespräch vor einem Eingriff auch wirklich von großer Wichtigkeit.

Kosten

Wenn es um die Kosten geht, sollte man sich hier gut informieren. Mit einigen Tausend Euro muss man stehts rechnen und sollte sich nicht von Kliniken und Werbungen blenden lassen, die günstige Deals dafür anbieten. Die Erfahrung eines behandlenden Artzes ist weitaus wichtiger, als der Preis.

  • Penisverdickung mit Hyaloron oder Eigenfett
    Bei einer Behandlung my Hyaloron starten die Preise meist so um die 2.000 Euro und steigen. Bei Eigenfett starten sie sogar bei 6.000 Euro bis endlos.
  • Operative Penisverlängerung
    Eine Operation zur Vergrößerung liegt meist zwischen 7.000 und 10.000 Euro.
  • Kombinierter Eingriff
    Möchte man sowohl mit Hyaloronsäure als auch einer Operation eine Vergrößerung vornehmen, so können die Preise bereits bei 9.000 Euro starten.

Wann übernimmt die Krankenkasse?

Für rein ästhetisches Empfinden wird die Krankenkasse natürlich keine Kosten übernehmen. Für eine Übernahme der Kosten muss eine psychische Belastung durch einen Mikropenis nachgewiesen werden. Dafür sollte man sich jedoch bereits vor einer Operation in Behandlung begeben und sich äzrtlich auf die psychische Gesundheit testen lassen.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 18.11.2009
Überarbeitet am: 12.11.2020

Quellen:

Informationsportal https://www.infomedizin.at/behandlungsgrundlagen/penisvergroesserung/ (Aufruf: 25.09.2020)

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