Schamhaare erfüllen keinen Zweck

Der Mythos Schamhaare erfüllen keinen Zweck ist nicht ganz richtig. Zumindest in längst vergangenen Zeiten boten sie Schutz und waren mitverantwortlich für den Duft, der Paarungsbereitschaft ankündigte. Heute zeigen die Schamhaare die erreichte Zeugungsfähigkeit eines Menschen.

SchamhaareDurch eine Rasur im Schambereich ist die Berührung beim Sex einfach intensiver. (Foto by: deposit123 / Depositphotos)

Das kann so nicht stehen bleiben, denn die Schamhaare haben gewiss eine Funktion, evolutionär, sonst gäbe es sie nicht. Da könnte man den Schutz vor Kälte nennen oder das Vermeiden von Kontakt der Genitalien mit dem Körperschweiß. Außerdem wird ihnen der geschlechtsspezifische Körpergeruch zugeordnet, wonach die Duftdrüsen im Bereich Genitalien für die perfekte Verdunstung der Pheromone sorgen/sorgten. Paarungsbereitschaft wird/wurde signalisiert.

Heute zeigen die Schamhaare die erreichte Zeugungsfähigkeit eines Menschen wie der Bartwuchs des Mannes oder der Achselhaarwuchs bei beiden Geschlechtern. Allerdings sind sie nicht mehr besonders beliebt, weder Scham- noch Achselhaare, und werden darum auch entfernt. Das gilt für Frauen gleichermaßen wie für Männer.

Intimrasur ist modern

Heute sind Menschen mit Haaren an den intimen Körperstellen nicht mehr attraktiv, Produkte zur Entfernung gibt es en masse. Auch wird ein rasierter Schambereich als hygienischer empfunden und er ist einfacher zu pflegen. Und, ganz wichtig – beim Sex empfindet ein Großteil Schamhaare als sehr störend und eben unhygienisch. Welcher Mann sucht schon gerne im Gestrüpp nach der Klitoris oder leckt an den äußeren Schamlippen, wenn diese mit drahtigen Haaren übersät sind?

Schamhaare rasierenEin rasierter Schambereich wird von vielen Menschen als hygienischer empfunden. (Foto by: w3design / Depositphotos)

Zudem ist das Gefühl bei der Berührung einfach intensiver für die Frau, das gilt im Übrigen auch für die männliche Rasur seiner Hoden und Leistengegend. Ein nettes, äußerst erregendes Vorspiel könnte übrigens die gegenseitige Rasur sein, der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt und wie schon erwähnt, genitalienfreundliche Produkte gibt es reichlich zu kaufen.

Andere Länder, andere Sitten

Aber ein Trend zu Schamhaaren zeichnet sich ebenso ab. Nicht nur in Japan, wo Frauen mit üppigem Haar an der intimsten Stelle sehr beliebt sind (es gibt gar Schamhaarperücken!).

Manche Männer oder Frauen mögen Haare an dieser Stelle, mögen das Kitzeln beim Berühren oder das leichte daran Ziehen. Da hat sich ein wahrer Kult entwickelt, so kann man Schamhaare färben, zöpfeln, oder eine richtige Frisur draus machen. Einerlei ob mit oder ohne Schamhaare – wichtig ist, dass man Spaß am Sex hat und den richtigen Partner dafür findet!


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