Penisbruch

Ein Bruch des Penis ist sehr schmerzhaft für die betroffene Person und kann meist nur durch einen chirurgischen Eingriff behoben werden. Doch gerade hier sind die Schamgefühle des Mannes sehr groß und verzögern nicht selten eine notwendige Behandlung des besten Stücks.

PenisbruchUm einen Penisbruch zu vermeiden, sollte ein starkes Biegen des Penis beim Sex vermieden werden. (Foto by: piotr_marcinski / Depositphotos)

Bei einem Penisbruch handelt es sich nicht im klassischen Sinne um einen Bruch. Der Penis enthält nämlich keinen Knochen, der brechen könnte. Hingegen wird bei einem Penisbruch die Membran, die die Schwellkörper des Gliedes ummantelt, in Mitleidenschaft gezogen. Diese weist hier einen Riss auf und wird daher auch in der Medizin nicht als Bruch sondern als Penisruptur oder auch als Schwellkörperbruch bezeichnet. Nicht selten ist ein Bruch des Penis ein medizinischer Notfall und muss operativ behandelt werden.

Für die betroffenen Personen äußert sich der Riss der Membran in einem lauten und gut vernehmbaren Knacken. Gleichzeitig treten durch die Blutungen an der Membran starke Schmerzen auf. Diese Blutungen führen zudem zu einem drastischen Anschwellen des Gliedes, das sich nicht selten verfärbt. Des Weiteren kann es bei dem Bruch zu einer Schädigung der Harnröhre kommen. Dies äußert sich durch Blut im Urin und sollte als ein deutliches Warnzeichen verstanden werden. Ein Weg zum Arzt ist unumgänglich.

Eine rechtzeitige Behandlung des Bruchs des Penis ist besonders wichtig, um schwere Folgen im Verlauf der Erkrankung auszuschließen. Dies sind vor allem eine dauerhafte Verkrümmung des Gliedes und eine damit verbundene Störung der Erektion.

Ursachen für einen Penisbruch

Der Bruch des Penis kann nur in einem erregten Zustand des Gliedes geschehen. Erst wenn die Schwellkörper stark angeschwollen sind, ist die Membran gefährdet durch unachtsame Bewegungen zu reißen. Damit ein solcher Riss entsteht, bedarf es einer starken äußeren Einwirkung von Kraft. Hierbei biegt die äußere Kraft den Penis so stark, dass die Membran nachgibt und einen Riss bekommt. Grundsätzlich geschieht dies nur bei einer eher wilden sexuellen Betätigung.

Besonders bei einem Herausrutschen des männlichen Gliedes aus der Vagina der Frau während des Geschlechtsverkehrs erhöht sich das Risiko eines Bruchs des Penis. Aber auch in Folge einer Masturbation kann bei einer Unachtsamkeit oder bei einer Anwendung von technischen Gerätschaften zu einem Penisbruch kommen.

Diagnose und Behandlung eines Penisbruchs

ArztgesprächBei einem Bruch des Penis sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos.com)

Ultraschalluntersuchung

Die Diagnose eines Bruchs des Penis wird zunächst durch eine Röntgenuntersuchung des Schwellkörpers abgeklärt. Um allerdings eine eindeutige Gewissheit des Bruchs zu erlangen, muss dieser mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung diagnostiziert werden. Sollte sich hier der Verdacht bestätigen, wird mit einer Magnetresonanztomografie versucht den Bruch zu lokalisieren.

Schmerzlinderung

Erst hiernach kann der Arzt die richtige Therapie für den Patienten bestimmen. Diese richtet sich nach den Symptomen und der Schwere der Erkrankung. Zur Schmerzlinderung kommen Antibiotika zum Einsatz. Diese dienen gleichzeitig auch zum Schutz vor einer möglichen Infektion des Schwellkörpers.

Operation

Ob eine Operation notwendig für eine Heilung ist, muss im Einzelfall geklärt werden. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein solcher chirurgischer Eingriff in den meisten Fällen zur Verhinderung von Folgeschäden unerlässlich ist. Bei diesem wird der entsprechende Riss im Schwellkörper zugenäht und gegebenenfalls auch die Verletzung an der Harnröhre chirurgisch behoben. Nach der Operation wird der betroffenen Person ein Verband am Glied umgelegt. Dieser sorgt für eine besser Abheilung und lindert gleichzeitig die Schwellung.

Erektion verhindern

Besonders wichtig bei der Heilung des Bruchs des Penis ist die Einnahme von Medikamenten, die eine Erektion verhindern. Das Glied braucht jetzt Ruhe um zu heilen. Ein Strapazieren der gerissenen Membran kann den Heilungsprozess verhindern oder sogar komplett vernichten. Zudem wird von den meisten Ärzten die Ausübung einer sexuellen Aktivität einige Wochen nach der Operation dringend untersagt.

Fazit

Ein möglicher Bruch des Penis kann nicht nur schmerzhaft sein. Dieser sollte auf Grund von schweren Folgen des Bruchs unbedingt ärztlich kontrolliert und untersucht werden. Auch wenn dies meist mit großen Gefühlen der Scham verbunden ist, sollte man dies für die Funktionsfähigkeit seines Freundes in Kauf nehmen.

Noch besser ist allerdings eine Vorbeugung. Ein starkes Biegen des Penis sollte aus diesem Grund beim Geschlechtsverkehr immer verhindert werden. Da dies meist aus Unachtsamkeit geschieht, sollte auf zu wilde Spielchen im Bett verzichtet werden. Des Weiteren sollten auch auf technische Hilfsmittel bei der Masturbation lieber verzichtet werden.

Sollte es dennoch zu einem Bruch des Penis kommen, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Zudem kann eine ordentliche Kühlung die Schmerzen und die Schwellung als erste Maßnahme lindern.


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