Füllungen und Inlays

Der Bereich Füllungen und Inlays wird an sich nicht der Schönheitsmedizin zugeordnet. Und doch: Aufgrund der heute optisch perfekt passenden Materialien sind hochwertige Zahnfüllungen auch von ästhetischem Nutzen. Welches Material bei welchem Patienten angewendet wird, ist individuell verschieden. Unterschieden wird zwischen plastischen und festen Füllungen.

Mann beim ZahnarztZahnärzte beraten ihre Patienten über Vor- und Nachteile der Füllmaterialien oder Inlayfüllungen. (Foto by: racorn / Depositphotos)

Füllungen

Ein Loch im Zahn muss gefüllt werden. Noch vor einigen Jahren galt die Amalgamfüllung als einziges Füllmaterial, heute kann der Patient zwischen mehreren dentalen Füllmaterialien entscheiden. Füllungen zählen zu den plastischen, ergo formbaren Materialien, welche direkt am Behandlungsstuhl in den zu behandelnden Zahn eingebracht werden. Oft, beispielsweise bei kleineren Löchern oder an Stellen, wo sich die Zähne berühren, wird noch Amalgam verwendet.

In sehr wenigen Fällen bestimmter Erkrankungen oder bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr, darf Amalgam nicht verwendet werden, ansonsten ist es (mit Vorbehalten) bedenkenlos einsetzbar.

Hochwertige, zahnfarbene Komposite (Kunststoffmischungen) lösen die Amalgamfüllungen immer mehr ab. Goldfüllungen zählen heute zu den eher selten verwendeten Füllungen, ihr Preis steht in keinem Verhältnis zu den möglichen Füllgrößen im Zahn.

Wartet der Patient auf eine Zahnkrone, ein Inlay oder auf ein Implantat, kann eine sogenannte provisorische Füllung, eine Zementfüllung, eingebracht werden. Wurzelfüllungen werden angewendet, wenn nicht nur ein Loch im Zahn aufzufüllen ist, sondern das gesamte Zahnmark infolge einer Wurzelbehandlung entfernt werden musste. Die Wurzelfüllung ermöglicht es, den Zahn wieder voll zu nutzen und damit dem Ziehen des Zahnes und folglich teuren Weiterbehandlungen zu entgehen.

Inlays

Inlays anfertigenInlays erfordern mehrere Arbeitsschritte, da diese vom zahntechnischen Labor angefertigt werden. (Foto by: Ikonoklast / Depositphotos)

Inlays erfordern mehrere Arbeitsschritte, da diese von einem zahntechnischen Labor mit höchster Präzision angefertigt werden.

  • Im ersten Schritt wir der Zahn von Karies befreit.
  • Danach ein spezieller Abdruck angefertigt und eine provisorische Füllung eingebracht.
  • Beim nächsten Zahnarzttermin wird das Inlay dann eingesetzt.

Inlays sind sogenannte feste Füllungen, die mit Zement oder einem Kompositkleber dauerhaft im Zahn befestigt werden. Die bekanntesten Inlayformen sind Goldinlays und Keramikinlays, auch Einlagefüllungen aus Kompositstoffen oder Inlays aus Metall mit einer Keramikoberfläche kommen zur Anwendung. Goldinlays sind äußerst hochwertig, langlebig und praktisch allergiefrei.

Doch vom ästhetischen Standpunkt sind die Keramik oder Kunststoffinlays natürlich wesentlich ansprechender. Ein Keramikinlay passt sich dem Zahn perfekt an, ist sehr hart und an der Oberfläche können sich kaum Ablagerungen oder Verfärbungen mehr bilden.

Das Material ist noch nicht lange in Verwendung, Erfahrungswerte gibt es kaum - allerdings kann zusammenfassend gesagt werden, dass die Keramikinlays sehr teuer sind und vergleichsweise eine geringere Lebensdauer aufweisen als beispielsweise Goldinlays. Kompositinlays sind ebenso neu und halten im Vergleich zu Gold- oder Keramikinlays nicht so lange, es kann von einer Haltbarkeitsdauer von rund 10 Jahren ausgegangen werden. Dies entspricht in etwa auch der Haltbarkeitsdauer von Nichtedelmetall-Inlays.

Hier sehen Sie wie ein Inlay hergestellt wird:

Die Kosten für Inlays

Inlays aus Gold oder Keramik kosten in etwa 400 bis 500 Euro, Kunststoff oder Nichtedelmetall-Inlays sind ab rund 300 Euro zu haben. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten für Inlays. Zahnfüllungen werden von den Krankenkassen übernommen, Komposite-Füllungen zumeist nur im Frontbereich.

Weitere Informationen zu Füllungen und Inlays

Zahnärzte beraten ihre Patienten ausführlich über Vor- und Nachteile der Füllmaterialien oder Inlayformen. Manche Zahnärzte verfügen über ein eigenes technisches Zahnlabor.

Unser Tipp:

Es ist sinnvoll, öfter prophylaktisch einen Zahnarztbesuch zu absolvieren, als erst dann hinzugehen, wenn bereits ein Loch im Zahn ist.


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