Der 1. Monat im Leben eines Babys

Das Baby im ersten Lebensmonat wird immer noch viel schlafen, beginnt aber zunehmend, sich für die Eindrücke, die von außen kommen, zu interessieren. Es zeigt deutlich seine Freude, wenn es Vertrautes wieder erkennt und genießt die Beschäftigung mit ihm. Es interessiert sich darüber hinaus immer mehr für den eigenen Körper, vor allem Arme und Hände.

Glückliche Eltern mit BabyBaby im ersten Lebensmonat genießt es wenn man sich mit ihm beschäftigt. (Foto by: Feverpitch / Depositphotos)

Entwicklung

Babys im ersten Lebensmonat sind normalerweise schon in der Lage, länger Blickkontakt mit jemandem zu halten. Am besten klappt das natürlich mit vertrauten Personen wie Mama oder Papa. Das Kleine lernt jetzt teilweise schon, fremde von vertrauten Gesichtern zu unterscheiden. Auch wenn Gegenstände in seinem Blickfeld hin und her bewegt werden, wird das Baby Interesse zeigen und dem Gegenstand mit den Augen folgen. Das Baby interessiert sich auch zunehmend für Musik oder andere Geräusche. Selbst gesungene Lieder, Klangspiele oder Spieluhren sorgen in den Wachphasen jetzt schon für viel Kurzweil.

Das Baby lernt langsam seinen Körper kennen. Während in den ersten Tagen die Bewegungen der Arme und Beine reflexartig erfolgten, werden die Bewegungen nun gezielter. Das Baby findet den Daumen und kann sich damit selbst beruhigen. Während Neugeborene sich nicht anders auszudrücken wissen als mit Schreien, werden Babys im ersten Monat schon andere Geräusche wie Gurren oder Krähen in ihr Repertoire aufnehmen.

Gesundheit

Ende des ersten Monats wird es langsam Zeit für eine weitere Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Der Kinderarzt wird das Kleine ausgiebig untersuchen und abtasten. Es wird geprüft:

  • ob das Baby in der Lage ist, den Kopf für kurze Zeit zu halten.
  • ob der angeborene Schreireflex noch vorhanden ist.
  • ob das Baby erschrickt, wenn es nach hinten fallen gelassen wird.
  • ob es insgesamt eine straffe Körperhaltung hat.

Es findet ein erneuter Ultraschall der Hüften statt. Das ist vor allem für Babys wichtig, die mit einer Hüftunreife geboren wurden und bis dahin breit gewickelt werden mussten. Bei den meisten Babys hat sich die Stellung der Hüften normalisiert. Falls nicht, bekommt das Baby wahrscheinlich eine Spreizhose verordnet. Die Ergebnisse der Untersuchung werden wie gewohnt in das gelbe Vorsorgeheft eingetragen, welches Eltern bei der Geburt ausgehändigt bekommen. Sollte das Baby in der Entwicklung stark von der Norm abweichen, wird rechtzeitig eine entsprechende Therapie eingeleitet.

Ernährung

Mutter im BabyglückIm ersten Lebensmona lernt Baby schon teilweise, fremde von vertrauten Gesichtern zu unterscheiden. (Foto by: Dmyrto_Z / Depositphotos)

Das Baby wird in diesen Alter entweder gestillt oder es erhält Pre-Nahrung oder Milch-Nahrung der Stufe 1. Babys, die allergiegefährdet sind, bekommen sogenannte HA-Nahrung, um das Risiko für Allergien so gering wie möglich zu halten.

Am besten ist das Füttern nach Bedarf und nicht nach einem straffen Zeitplan wie das in früheren Generationen der Fall war. Sowohl gestillte Babys als auch Babys, die Flaschennahrung erhalten, bekommen dann etwas, wenn sie Hunger haben.

Bei den meisten lässt sich wahrscheinlich noch kein fester Rhythmus erkennen, was die Abstände zwischen den Mahlzeiten angeht. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, die Abstände nicht kürzer werden zu lassen als 1,5 Stunden. Das könnte bei den Babys zu Blähungen führen, weil sich im Magen noch halb verdaute Milch von der vorherigen Mahlzeit befindet, auf die dann die frische Milch trifft. Die Gabe von Tee ist in dem Alter noch nicht nötig, der Durst wird einzig und allein über die Milch gestillt.

Dies & Das

Drei-Monats-Koliken

Etwa 14 Tage nach der Geburt beginnen bei vielen Babys die bei gestressten Eltern so gefürchteten Drei-Monats-Koliken. Zwar spielt auch die Ernährung der Mutter bei Still-Babys eine Rolle, aber nicht in dem Maße wie bisher angenommen. Vielmehr leiden die Babys unter den Blähungen, weil ihr Verdauungssystem noch nicht ganz ausgereift ist. Viel wichtiger finden Experten aber die Tatsache, dass die meisten Babys mit den Eindrücken außerhalb des Mutterleibs nicht zurecht kommen und deshalb mit Schreien und kolikartigen Bauchschmerzen reagieren.

Erkennbar sind die Koliken:

  • An anhaltendem Schreien bei durchgestrecktem Körper.
  • In unregelmäßigen Abständen zieht das Baby die Beine an, der Bauch ist hart.
  • Oft beginnen die Schreiphasen in den frühen Abendstunden und halten über mehrere Stunden an.

Neben Massagen mit Windsalbe und dem Herumtragen im Fliegergriff wird heute empfohlen, den Alltag des Winzlings möglichst ruhig zu gestalten, damit nicht zu viele Eindrücke auf einmal auf ihn prallen und er so die Zeit bekommt, die er benötigt, um in der Außenwelt anzukommen.


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