Der 12. Monat im Leben eines Babys

Die Sprache nimmt jetzt einen immer größeren Stellenwert ein, nachdem die wichtigsten Schritte in der Motorik vorerst geschafft sind. Das Baby kann vielleicht schon einige Wörter deutlich aussprechen und auf Gegenstände zeigen, wenn es danach gefragt wird. Manchmal antwortet es schon mit einer bejahenden Geste oder mit einem Kopfschütteln als Nein, wenn es etwas angeboten bekommt.

Baby ein Jahr altDie Sprache nimmt im 12. Lebensmonat einen immer größeren Stellenwert ein. (Foto by: Lopolo / Depositphotos)

Entwicklung

Eltern können dem Sprechenlernen auf die Sprünge helfen, indem sie nicht aufhören, mit dem Kind zu sprechen, egal wie banal der Dialog auch erscheinen mag. Gerade Alltägliches, was immer wieder benannt wird, prägt das Baby sich zuerst ein.

Das Schlafbedürfnis des Babys ist jetzt vielleicht nicht mehr so hoch wie in den letzten Monaten. Um den Mittagsschlaf ausfallen zu lassen, ist es aber meist noch zu früh. Deshalb sind einfache, immer wiederkehrende Rituale angebracht, die dem Baby helfen, zur Ruhe zu kommen und einzuschlummern. Viele Babys können in dem Alter selbständig laufen. Es gibt aber auch Babys, die sich bis zum 18. Monat damit Zeit lassen, das ist genauso normal.

Gesundheit

Spätestens jetzt wird das Baby zur nächsten Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt vorgestellt. Diese Untersuchung ist zwischen dem zehnten und vierzehnten Lebensmonat notwendig. Der Arzt wird besonders auf die motorische Entwicklung des Babys achten und die Mutter danach befragen, wie es mit der Sprachentwicklung aussieht.

Vorsorgeuntersuchung BabyEine Vorsorgeuntersuchung ist zwischen dem zehnten und vierzehnten Lebensmonat notwendig. (Foto by: CITAlliance / Depositphotos)

Im Rahmen dieser Untersuchung ist meist auch die nächste Masern, Mumps und Röteln. Es kann danach zu einer leichten Schwellung an der Einstichstelle sowie Fieber kommen. Nach einem Abstand von vier bis sechs Wochen ist dann schon die nächste Auffrischung der Sechsfachimpfung fällig, für die die Eltern sich am besten gleich einen Termin geben lassen. Neben der Entwicklung wird der Arzt die Eltern nach der Ernährung des Babys befragen und eventuell Tipps geben.

Ernährung

Die Ernährung des Babys kann jetzt mehr und mehr der Ernährung der übrigen Familie angepasst werden. Mittags muss nicht mehr ein separater Brei zubereitet werden, sondern das Baby bekommt, was die anderen essen. Bei Gerichten, die das Baby noch nicht verträgt, bekommt es natürlich etwas anderes. Ansonsten darf bei der Ernährung viel experimentiert werden. Da das Baby erst seinen Geschmack entwickeln muss, sollte es auch Nahrungsmittel, die es einmal abgelehnt hat, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal angeboten bekommen. Vielleicht akzeptiert es sie jetzt. Wenn das Baby Interesse am Essen der anderen zeigt, darf es ruhig alles probieren. Babys, die zu Allergien neigen und im ersten Lebensjahr keine Kuhmilch bekommen sollten, können jetzt langsam auf Kuhmilch umgestellt werden. Morgens und abends bekommt das Baby jetzt ein Brot mit Butter, Streichkäse oder Wurst und dazu Milch. Der Brei am Nachmittag kann gestrichen werden. Das Baby kann jetzt

  • Obststücke
  • Zwieback
  • Reiswaffeln
  • Brötchen

bekommen.

Dies & Das

Fremdelphase

Viele Baby klammern in diesem Alter sehr. Das kann es schwer machen, sich einmal eine Auszeit zu gönnen und das Baby der Oma oder dem Babysitter zu überlassen. Da viele Babys mit einem Jahr noch nicht über das Fremdeln hinweg sind, sind auch die Trennungsängste ziemlich stark ausgeprägt. Das absolut Falsche ist jedoch, sich heimlich wegzuschleichen. Das erschüttert das Vertrauen des Babys. Besser ist es, die Betreuungsperson rechtzeitig zu bestellen, damit die beiden schon einmal miteinander warm werden. Wenn Mama und Papa dann gehen, wird sich herzlich, aber kurz von dem Baby verabschiedet. Ein langes Abschiedsritual macht es dem Baby schwerer sich zu lösen und verlängert den Trennungsschmerz. Um das Vertauen des Babys zu stärken, kann zu Hause immer wieder einmal geübt werden, dass Mama oder Papa immer wiederkommen, wenn sie weggehen, zum Beispiel indem das Zimmer verlassen und kurz darauf wieder betreten wird. Wenn das Baby allein ins Spiel vertieft ist, muss es nicht zusätzlich bespaßt werden. Etwas ganz allein zu schaffen, stärkt Babys Unabhängigkeit und Selbstvertrauen.


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