Brustvergrößerung

Eine der am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen ist die Brustvergrößerung. Zumeist leiden betroffene Frauen unter der zu kleinen oder asymmetrischen Brust und entscheiden sich für eine Operation. Verwendet werden Silikon-Implantate, aber auch Eigenfett oder Eigengewebe kann zum Modellieren der Brust verwendet werden.

BrustvergrößerungMeist werden bei einer Brustvergrößerung Brustimplantate verwendet. (Foto by: nejron / Depositphotos)

Beratung und Operation

Wenn eine Patientin sich für eine Brustvergrößerung entscheidet, leidet sie in vielen Fällen unter ihrer zu kleinen oder asymmetrischen Brust. Doch es gibt auch Frauen, die sich aus rein ästhetischen Gründen für eine OP entscheiden.

Vor jeder Operation erfolgt ein intensives Gespräch mit dem behandelnden Arzt, in der Regel einem plastischen Chirurgen. Die Wünsche und Möglichkeiten stellen einen zentralen Punkt in der Beratung dar, aber ebenso die Risiken, das verwendete Material oder die Kosten.

In den meisten Fällen werden für eine Brustvergrößerungs-OP Implantate aus Silikon, entweder glatt oder texturiert, in der Hauptsache mit Silikon-Gel gefüllt, verwendet. Die Qualität der Implantate hat sich ständig verbessert, wodurch bei sachgerechter Anwendung bei einem hohen Prozentsatz der Patientinnen das Ergebnis als dauerhaft gut eingestuft werden kann.

Operationstechniken

Es gibt drei mögliche Operationstechniken, um die Implantate einzusetzen:

  • über die Umschlagsfalte der Brust
  • über den Brustwarzenvorhof
  • über die Achselhöhle

Je nach anatomischen Gegebenheiten und den Wünschen der Patientin wird über die Vorgangsweise entschieden. Der Eingriff erfolgt zumeist unter Vollnarkose, manchmal (bei gesundheitlicher Nichtverträglichkeit einer Vollnarkose) auch unter Lokalanästhesie.

Die Implantate können sowohl oberhalb wie auch unterhalb der Brustmuskulatur eingesetzt werden.

Weitere Möglichkeiten der Brustvergrößerung

  • Implantate mit Kochsalzlösung oder anderen Flüssigkeiten oder Gels (wie Hydrogel)
  • mit Eigengewebe (wegen der Narbenbildung eher kein Idealbild der Brust)
  • Eigenfett (wegen benötigter Volumina oder drüsenspezifischer Problematik eher selten angewendet)

Die Risiken, Nebenwirkungen und Nachbehandlung

Nach der Operation verbleibt die Patientin für rund zwei Tage in der Klinik. Es werden Drainagen gelegt, die jedoch bald relativ schmerzlos entfernt werden. Die Schmerzen sind gut mit Medikamenten behandelbar, Schwellungen sind normal und heilen nach rund drei bis fünf Wochen ab.

Ein Stütz-BH sollte für ca. sechs Wochen getragen werden, die Wunden sind nach Absprache mit dem Arzt ordentlich zu versorgen. Der Brustbereich ist anfangs zu schonen, wann wieder mit sportlichen Aktivitäten begonnen werden kann, wird mit dem Arzt vereinbart.

Risiken

Über die Risiken von Brustvergrößerungen wird immer wieder spekuliert, von möglichen Krebserkrankungen bis Rheuma ein Zusammenhang entdeckt. Diese Erkrankungen aufgrund der Implantate sind bis heute nicht nachgewiesen.

Jedoch kann es wie bei allen Operationen zu gewissen allgemeinen Komplikationen wie Infektionen kommen. Zudem kann es passieren, dass es spezifisch zu einer Verhärtung des Gewebes um die Implantate kommt, was sehr schmerzhaft ist. Infektionen, die unbemerkt verlaufen, führen möglicherweise zur Einkapselung des Implantats – das kann oft Jahre nach der OP geschehen.

Wird die Brustvergrößerung fachgerecht durchgeführt, vermindern sich die Risiken. Darum ist es besonders wichtig, sich einen erfahrenen Chirurgen zu suchen. Nicht zu vergessen ist, dass die Implantate nur eine bestimmte Zeit halten und nach rund 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden müssen.

Die Kosten einer Brustvergrößerung

Beratungsgespräch BrustvergrößerungEine Brustvergrößerung zählt zu die am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Je nach Art der Implantate liegen die Kosten einer Brustvergrößerung in unseren Breiten zwischen € 3.500,00 und € 6.000,00. Unterschiede gibt es auch länderspezifisch, so ist eine Brust-OP in Tschechien beispielsweise günstiger. Doch sollte die Patientin in diesem Fall vorsichtig sein und sich intensiv mit der ausgesuchten Schönheitsklinik auseinandersetzen.

Die Krankenkassen übernehmen in seltenen Fällen, beispielsweise nach einer Brustkrebs-OP, die Kosten. Doch jeder beantragte Fall wird äußerst kritisch und genau von den Kassen bearbeitet.

Fazit

Durch die medizinischen Möglichkeiten werden heute bei Brustvergrößerungen gute und dauerhafte Ergebnisse erzielt, Komplikationen kommen allerdings immer wieder vor. Darum sollte sich eine Frau gut überlegen, sich quasi unters Messer zu legen, rein aus Gründen der Perfektion ihres Körpers. Natürlich gibt es Ausnahmen, Frauen, die tatsächlich unter ihrer Brust leiden. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, den behandelnden plastischen Chirurgen mit Bedacht auszuwählen.

Alle Ärzte und Gynäkologen verfügen über Adressen von plastischen Chirurgen. Der behandelnde Arzt ist nach seinen Erfahrungen und Referenzen auszusuchen, nur so kann ein guter Erfolg einer OP gewährt werden.


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