Composite Breast Augmentation: Experteninterview mit Doz. Dr. Huemer

Doz. Dr. Huemer gehört zu den führenden Plastischen Chirurgen in Österreich. Er ist ein Pionier und Verfechter von möglichst schonenden Therapieansätzen in der Plastischen Chirurgie. In diesem Interview spricht er über neue Methoden der Brustvergrößerung.

Doz. Dr. HuemerDozent Dr. Georg M. Huemer ist Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie in Linz und Wels.

FitundGesund.at: Die Nachfrage im Bereich der ästhetischen Chirurgie ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein relativ neuer Trend in der Brustchirurgie ist die Composite Breast Augmentation. Sie gelten als Spezialist auf diesem Gebiet. Können Sie uns dieses Verfahren etwas näher vorstellen?

Doz. Dr. Huemer: Man möchte sich bei dieser relativ neuen Variante der Brustvergrößerung jeweils die Vorteile der beiden erprobten Methoden – Implantat Vergrößerung und Eigenfettvergrößerung – zu Nutze machen, um ein noch besseres, haltbareres und natürlicheres Ergebnis bei der Brustvergrößerung zu erzielen.

Bei der Composite Breast Augmentation verwendet man in der Regel ein rundes Brustimplantat, welches vor den Muskel gelegt wird. Damit kommt es zu einer maximalen Schonung des Muskels mit weniger Schmerzen nach der Operation. Das Eigenfett wird dann vor allem um die Ränder des rundes Implantates injiziert, um ein sehr natürliches Ergebnis zu erzielen und die Sicht- und Tastbarkeit des Implantates zu minimieren.

FitundGesund.at: Welche Vorteile bietet die neue Methode und speziell die von Ihnen entwickelte Methode PJURE Breast™ Augmentation gegenüber der herkömmlichen Brustvergrößerung? Wie läuft eine kombinierte Brustvergrößerung ab?

Doz. Dr. Huemer während einer OperationDozent Dr. Huemer zählt zu den besten und beliebtesten Plastischen Chirurgen in Österreich. (Foto by: Tom Mesic)

Doz. Dr. Huemer: Die neuen Methoden sollen vor allem die Nachteile der herkömmlichen Brustvergrößerung verringern. Wenn jemand eine nur geringere Vergrößerung möchte und dabei viel Wert auf Natürlichkeit legt, ist Pjure Breast, d.h. die Eigenfettbrustvergrößerung, die ideale Methode. Es wird kein Fremdkörper eingesetzt und außerdem kommt es durch die notwendige Fettabsaugung zu einer Körperformung. Wenn man doch etwas mehr Volumen möchte, kann man die Eigenfettbrustvergrößerung mit einem Implantat kombinieren – Pjure Breast Composite!

FitundGesund.at: Welche Faktoren sollten Patienten berücksichtigen, die sich für einen ästhetischen Eingriff entscheiden? Welche Risiken gilt es zu beachten?

Doz. Dr. Huemer: Prinzipiell muss sich die Patientin über die Tragweite eines solchen Eingriffs im Klaren sein. Der Gang zum Chirurgen ist nicht vergleichbar mit einem Friseurbesuch. Die Auswahl des richtigen Chirurgen ist entscheidend für das Ergebnis. Idealerweise konsultiert man mehrere Ärzte, um sich dann für den zu entscheiden mit der meisten Erfahrung auf diesem Gebiet und wo vor allem die Chemie stimmt. Jede Operation hat Risiken, wobei jedoch eine Brustoperation in sicheren und erfahrenen Händen eine sehr risikoarme Operation ist.

FitundGesund.at: Mit welchen Kosten muss der Patient für eine Composite Breast Augmentation rechnen?

Doz. Dr. Huemer: Da es sich hierbei um die aufwendigste Variante der Brustvergrößerung handelt, fallen hier Kosten von etwa 7.000€ an.

FitundGesund.at: Wie lange hält das Ergebnis?

Doz. Dr. Huemer und sein TeamDie neue und natürliche Behandlungskonzept PJURE Breast wurde von Doz. Dr. Huemer entwickelt. (Foto by: Tom Mesic)

Doz. Dr. Huemer: Das Ergebnis ist prinzipiell sehr lange haltbar. Man muss jedoch unterscheiden zwischen dem Eigenfett und dem Brustimplantat:

  • Während beim Eigenfett anfänglich noch einiges an Schwellung und Fett abgebaut wird, bleibt der Anteil, der nach etwa 3-4 Monaten übrig ist im Wesentlichen bestehen.
  • Beim Implantat gibt es zwar auch am Anfang eine operationsbedingte Schwellung, jedoch bleibt das Volumen dann in weiterer Folge konstant. Es kann hier allerdings  aufgrund einer Körperreaktion auf das Implantat – sprich einer Narbenbildung – nach vielen Jahren zu einer eventuellen Korrekturoperation kommen.

FitundGesund.at: Welche weiteren und aktuellen Trends lassen sich im Bereich der Schönheitschirurgie beobachten? Welche Eingriffe werden Ihrer Erfahrung nach am häufigsten durchgeführt?

Ordination Doz. Dr. HuemerIn der Privatordination von Doz. Dr. Huemer wird viel Wert auf eine ausführliche Beratung gelegt.

Doz. Dr. Huemer:

  1. Die Pjure Breast und die Pjure Breast Composite Operation sind eigentlich sehr nah am Puls der Zeit der ästhetischen Brustchirurgie.
  2. Daneben gibt es noch ein relativ neu entwickeltes Brustimplantat – Motiva Ergonomix - , welches ebenfalls derzeit den Anschein hat, dieses Feld zu revolutionieren.
  3. Daneben sind es vor allem minimal-invasive Behandlungen, wie Botox, Hyaluronsäure oder Eigenblutplasma, die ungebrochen sehr hohe Zuwachsraten verzeichnen.
  4. Das von uns entwickelte Pjure Lift, bei dem verschiedene dieser Behandlungen für ein optimales Straffungsergebnis ohne Op kombiniert werden, zollt dieser Entwicklung Respekt.
  5. Ein weiterer Dauerbrenner in der ästhetischen Chirurgie ist natürlich die Fettabsaugung – auch hier bleibt die Entwicklung nicht stehen und mit der sogenannten VASER-Methode steht dem Patient eine moderne ultraschall-basierte Methode zur Verfügung, die sensationelle Ergebnisse erzielen kann.

Mehr Infos zum Thema unter: Drhuemer.com


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