Der 7. Monat im Leben eines Babys

Mit dem zunehmenden Bewegungsdrang des Babys wächst auch sein Appetit. Deshalb ist es jetzt bald an der Zeit, eine zweite Beikost-Mahlzeit einzuführen. Die nächste Untersuchung beim Kinderarzt steht an, der nun besonderen Wert darauf legt, wie sich das Baby motorisch entwickelt hat.

gut gelauntes BabyBaby im 7. Lebensmonat hat Spaß an Bewegung und experimentiert auch mit seiner Stimme. (Foto by: ivolodina / Depositphotos)

Entwicklung

Bewegung steht jetzt hoch im Kurs. Neben dem bereits erlernten Rollen oder sich mit den Füßen abstoßen findet das Baby immer neue Möglichkeiten, sich fortzubewegen. Es kann sich zum Beispiel mit Händen oder Füßen vom Boden wegdrücken und sich wie ein Uhrzeiger im Kreis drehen, wenn es auf der Krabbeldecke oder auf dem Boden liegt. Ganz aufgeweckte Babys schaffen es bereits, sich mit Hilfe des Aufstützens der Arme auf die Ellenbogen vorwärts zu schieben. Auch das Rückwärtsrobben klappt bei vielen Babys schon ganz gut.

Neben dem Spaß an der Bewegung spielt das Baby mit seiner Stimme. Es quietscht, kräht und gibt auch schon einmal zweisilbige Töne von sich. Einige Babys unterscheiden schon sehr genau zwischen Personen, die ihm vertaut sind und solchen, die es nicht kennt. Damit beginnt manchmal jetzt schon die Fremdel-Phase. Spiele wie das bekannte Guck-Guck-Spiel fördern jetzt das Vertrauen des Babys. Es lernt, dass Mama oder Papa nicht weg sind, wenn sie hinter dem Tuch verschwinden. Als Variante dieses Spiels, was den Kleinen so schnell nicht langweilig wird, kann auch einmal der Ball hinter dem Sessel verschwinden und plötzlich wieder auftauchen – sehr zur Freude des Babys.

Gesundheit

Das Baby war vielleicht schon bei der Vorsorgeuntersuchung zwischen dem siebten und neunten Lebensmonat oder hat in nächster Zeit einen Termin dafür. Eltern sollten diese Untersuchung sehr wichtig nehmen, denn nur wenn Defizite in der Entwicklung frühzeitig aufgedeckt werden, kann so entgegen gesteuert werden, dass diese in kurzer Zeit aufgeholt werden.

Durch die Umstellung auf Brei kann es bei manchen Babys zu Verdauungsstörungen kommen, vor allem wenn sie wenig andere Flüssigkeit außer Milch akzeptieren. Wenn das Baby drei bis vier Tage nicht in die Windel macht, bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass es auch Verstopfung hat. Nur wenn länger kein Stuhl kommt und das Baby sichtlich unter Schmerzen leidet, sollte an Verstopfung gedacht werden. Manuelle Hilfsmaßnahmen, wie sie vor allem von der älteren Generation empfohlen werden, sollte besser unterlassen werden. Besser ist es, auf sanfte Weise nachzuhelfen, zum Beispiel durch verdauungsfördernde Säfte und Obstsorten, wie zum Beispiel Äpfel.

Ernährung

Wenn das Baby sich bereits an den Mittagsbrei gewöhnt hat und das Ganze über einen Zeitraum von vier Wochen gut geklappt hat, kann nun ein weiterer Brei eingeführt werden. Als nächstes kommt der Abendbrei dran. Dieser besteht aus Milch und Getreide sowie Obst. Für unterwegs und die schnelle Küche gibt es fertige Abendbreie aus dem Gläschen oder zum Anrühren mit Wasser, das sollte aber eher die Ausnahme bleiben. Fertige Breie enthalten zu viel Zucker, so dass das Baby zu früh auf süß programmiert wird. Besser ist es, den Brei selbst zu kochen.

BabybreiBabybrei selbst herzustellen, bringt viele Vorteile mit sich. (Foto by: magone / Depositphotos)

Das macht auch nicht mehr Arbeit und kostet auch nicht viel Zeit, wenn zum Beispiel Weichweizengrieß oder Getreideflocken verwendet werden. Wer Angst vor Allergien hat, gibt dem Baby einen Abendbrei, der mit Babynahrung angerührt wurde. Hierfür wird die erforderliche Menge Wasser aufgekocht, das Pulver eingerührt und dann kommen Flocken oder Grieß dazu. Dann den Brei wie gewohnt kochen. Babys, die nicht allergiegefährdet sind, können auch schon einen Brei bekommen, der aus Vollmilch hergestellt wurde. Nachdem der Brei fertig ist, werden noch einige Löffel Obstmus untergerührt.

Neben den beiden Breimahlzeiten pro Tag bekommt das Baby wie gewohnt die Brust oder die Flasche. Viele Eltern folgen den allgemein gültigen Empfehlungen und beginnen mit dem vollendeten sechsten Lebensmonat erst mit dem Mittagsbrei. Das ist natürlich in Ordnung. Die Reaktionen und das Interesse des Babys an richtigem Essen sind entscheidend dafür, wann es mit der Beikost losgehen kann. Babys, die jedem Löffel des Erwachsenen beim Essen folgen und der Familie das Essen praktisch aus dem Mund gucken, sind bereit für erste Brei-Versuche. Wenn mit der Beikost später gestartet wird, verschiebt sich natürlich entsprechend die Einführung des Abendbreis und aller weiteren Beikost-Mahlzeiten.

Dies & Das

Baby Brei

Das Baby vertilgt jetzt sicher schon größere Mengen des Mittagsbreis. Für viele Mütter stellt sich jetzt die Frage, ob es sich nicht lohnen würde, den Brei selber zu kochen. Das hat viele Vorteile:

  • Die Mutter weiß genau, was das Baby bekommt und muss nicht auf Zusatzstoffe achten.
  • Die Ernährung kann besser an den Geschmack des Babys angepasst werden. 
  • Es ist wesentlich billiger, selber Brei zu kochen.
  • Die Arbeit hält sich in Grenzen, wenn auf Vorrat gekocht wird. Dafür werden größere Mengen verschiedener Sorten Gemüsebrei gekocht, püriert und in Vorratsdosen eingefroren. Der Fleischbrei wird separat gekocht und kann dann jeweils bei Bedarf dem Gemüsebrei beigegeben werden.
  • Das Baby gewöhnt sich an den ganz hauseigenen Geschmack der Mahlzeiten in der Familie und schießt sich nicht auf Einheitsbrei aus dem Glas ein, von dem die Umgewöhnung mitunter schwer fallen kann.


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