2. Schwangerschaftsmonat

Während der erste Schwangerschaftsmonat an der Schwangeren unbemerkt vorübergegangen ist, machen jetzt Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit, Brustspannen und seelische Achterbahnfahrten sehr deutlich auf die Schwangerschaft aufmerksam. Der Embryo entwickelt sich in einem rasanten Tempo.

Müdigkeit SchwangerschaftVor allem im zweiten Schwangerschaftsmonat fühlen sich viele Schwangere müde und abgeschlagen. (Foto by: eddiephotograph / Depositphotos)

Schwangerschaftsverlauf

Irgendwann in diesem Monat wird die Frau feststellen, dass sie schwanger ist. Neben dem positiven Schwangerschaftstest treten nun einige Merkmale deutlich hervor. Die Schwangere ist müde und abgeschlagen. Das liegt an der Hormonumstellung des Körpers, der nun alles auf den Erhalt der Schwangerschaft und die Versorgung des zukünftigen kleinen Menschen programmiert.

Die Hormone sind ebenfalls schuld, wenn die Schwangere unter Übelkeit leidet. Dies ist von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Während einige Schwangere nur unter morgendlicher Übelkeit leiden, müssen andere sich die ganze Zeit übergeben. Hilfreich kann die Einnahme von Vitamin B6 sein, auch homöopathische Globuli können gegen das flaue Gefühl im Magen helfen. Viele kleine Mahlzeiten sorgen dafür, dass der Magen immer etwas zu tun hat, wodurch das Gefühl der Übelkeit ebenfalls gedämpft wird.

Abzuraten ist von Ingwer in jeder Form. Obwohl dieser sehr gut gegen Übelkeit hilft, kann er gleichzeitig Wehen auslösen. Eine absolut unerwünschte Wirkung in der Frühschwangerschaft.

Die Entwicklung des Ungeborenen

Ende diesen Monats wird der Embryo ein Gewicht von etwa 10 Gramm haben und zwischen 3 und 3,5 Zentimeter groß sein. Die Hände und Füße bilden sich bereits in der fünften Woche aus, an denen aber anfangs noch keine Zehen oder Finger zu erkennen sind. Diese treten erst später deutlicher hervor.

Um die siebte Woche herum gewinnt der Embryo bereits an Profil, die Nase ist deutlich zu erkennen. Obwohl das Herz des Babys bereits viel früher schlägt, ist dies erst zwischen der siebten und achten Woche auf dem Ultraschall zu sehen. So genannte Eckenhocker sind überhaupt erst jetzt auf dem Ultraschall zu erkennen.

Wo bisher nur eine vermeintlich leere Fruchthöhle zu sehen war, zeichnet sich plötzlich ein kleiner Mensch ab, sehr zur Erleichterung der verunsicherten Mutter. Die ersten Bewegungen des Babys im Fruchtwasser sind noch sehr zaghaft, es ist mehr ein Sich-Treiben-Lassen als willkürliche Bewegungen. Der Kopf kann erst einige Zeit später mit bewegt und gedreht werden. Im zweiten Monat bilden sich bereits die Farbpigmente der Augen, die spätere Augenfarbe des Babys ist damit bereits festgelegt.

Tipps und Termine

Nachdem die Schwangere die Schwangerschaft schon vom Arzt bestätigt bekommen hat, findet in diesem Zeitraum normalerweise die erste richtige Vorsorgeuntersuchung statt.

Jetzt bekommt die Schwangere auch ihren Mutterpass ausgehändigt. In diesen wird folgendes protokolliert:

  • mögliche Risiken
  • die Ergebnisse der Bluttests
  • die Untersuchungsergebnisse der Mutter
  • die Entwicklung des Ungeborenen 

Die Vorsorgeuntersuchungen finden zu Beginn der Schwangerschaft jeweils alle 4 Wochen statt.

Pränataldiagnostik

Nun wird der Arzt sicherlich mit der Schwangeren auch ein aufklärendes Gespräch hinsichtlich der Pränataldiagnostik führen. Vor allem ab einem Alter der Schwangeren von 35 Jahren sind Ärzte dazu verpflichtet. Sollte die Schwangere eine Chorionzottenbiopsie wünschen, wird diese zwischen der achten und zehnten Woche durchgeführt.

Die werdende Mutter sollte jetzt auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Dass Alkohol und Nikotin tabu sind, versteht sich sicher von selbst.

Arbeitgeber informieren

Der Arbeitgeber sollte frühzeitig von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden, damit die Schwangere in den Genuss des Kündigungsschutzes und des Mutterschutzgesetzes kommt. Beides kommt nur zum Tragen, wenn der Arbeitgeber über den Zustand der Frau Bescheid weiß.


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