Wadenkorrektur

Auch wenn eine Wadenkorrektur als Schönheitsoperation noch nicht so bekannt ist, viele Patienten lassen sich die Waden korrigieren. Die Ursachen dafür sind oft genetisch bedingt, aber auch Sport oder Gewichtsabnahmen führen zu Unzufriedenheit.

Wadenkorrektur Bei einer Wadenkorrektur wird die Wade entweder vergrößert oder verkleinert. (Foto by: haveseen / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Wer ist dafür zuständig?
    Welche plastische oder ästhetische Chirurgen eine Wadenkorrektur durchführen können, kann man bei allen Ärzten erfragen. Es ist sinnvoll, sich an einen erfahrenen Chirurgen zu wenden und vorab auf einem ausführlichen Gespräch zu bestehen.
  • Wie wird es behandelt?
    Bei einer Verkleinerung der Waden wird zumeist eine Menge an Fett entfernt. Bei einer Vergrößerung der Waden kommt es ofmtals zum Einsetzen von Implantaten.
  • Gibt es Risiken?
    Nach einer Operation dauert es meist eine Weile, ehe man wieder mit dem Sport beginnen darf. Es kann auch zu leichten Vernarbungen, Problemen mit den Implantaten oder Blutergüssen kommen.
  • Welche Kosten fallen an?
    Die Kosten für eine solche Operation lassen sich nicht genau festlegen. Sie können von 200 bis 3.000 Euro variieren. Krankenkassen zahlen nur in den seltensten Fällen dafür.

Das Problem mit den Waden

Männer wie Frauen sind oft mit ihren Waden unzufrieden, sei es aus einer angeborenen Wadenschwäche, wegen eines Unfalls oder vermehrten Fettansammlungen. Sie können entweder zu dick oder dünn oder auch asymmetrisch sein. Eine Wadenkorrektur kann mit Vergrößerung oder Verkleinerung der Wade infrage kommen.

Das Pro- und Contra einer jeden Operation sollte in individuellen Einzelgesprächen mit dem behandelnden Facharzt genauestens besprochen werden. Wichtig ist es, wenn sich ein Patient für die OP entscheidet, die Anordnungen des Arztes puncto Wundpflege oder dem Tragen des Kompressionsverbandes etc., konsequent einzuhalten.

Behandlungsmethoden

Vor jedem chirurgischen Eingriff findet in der Regel ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Facharzt für plastische und/oder ästhetische Chirurgie statt. Dabei wird folgendes besprochen:

  • Möglichkeiten der Wadenkorrektur
  • Wünsche des Patienten
  • Mögliche Komplikationen
  • Kosten

Die Wade kann entweder vergrößert oder verkleinert werden.

Wadenverkleinerung

Bei einer Wadenverkleinerung kommt es zumeist zur Entfernung von zu viel Fett in den Waden. Die überschüssigen Fettzellen werden erst durch eine spezielle Injektion verflüssigt und dann über sehr feine Kanülen abgesaugt.

Dafür kommen mehrere Verfahren, wie die Tumeszenz-Lokalanästhesie infrage. In manchen Fällen wird nach der Fettabsaugung eine Straffung der Wade nötig; in Einzelfällen ist es primär sinnvoll, eine Straffung dem Fettabsaugen vorzuziehen. Auch eine Behandlung mit Botox ist möglich.

Wadenvergrößerung

Bei einer Wadenvergrößerung, die in den meisten Fällen von Männern beansprucht wird, wird ein Implantat in die Wade eingesetzt. In der Hauptsache werden Silikonimplantate verwendet, die gegenwärtig sehr risikoarm und auslaufsicher sind, jedoch nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren eventuell ausgetauscht werden müssen.

Auch innovative Implantatarten, beispielsweise mit Sojaöl gefüllt, können zur Anwendung kommen. Es stellt sich die Frage nach der Haltbarkeit, die unbedingt mit dem behandelnden Arzt abzusprechen ist. Bei der OP wird der Schnitt in der Kniekehle gesetzt, die Narbe ist später kaum mehr sichtbar. Das Implantat wird zwischen Haut und Gewebe sicher eingesetzt.

Mögliche Komplikationen und Risiken

Nach der Wadenverkleinerung wird dem Patienten ein spezieller Kompressionsverband angelegt, damit das Gewebe in Ruhe heilen kann.

Bei einer Wadenvergrößerung ist zudem ein Wundverband und oft auch eine Drainage notwendig, damit das Wundsekret und Blut ungehindert abfließen kann. Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist empfehlenswert, auf Sport sollte aber eine bestimmte Zeit verzichtet werden.

Weitere Komplikationen

  • Probleme mit den Implantaten
    Speziell bei einer Wadenvergrößerung können Komplikationen wie verrutschte oder vernarbte Implantate auftreten und es kann im schlimmsten Fall erforderlich werden, die Implantate wieder zu entfernen.
  • Vernarbungen
    Vernarbungen sind wie bei allen Operationen möglich, auch Wundinfektionen. Vorbeugend kann hierfür ein Antibiotikum eingenommen werden.
  • Allgemeine Symptome
    Schwellungen, Rötungen oder Hämatome können auch bei einer Wadenkorrektur immer wieder auftreten.
  • Taubheit der Waden
    Eher selten kommt es zur Verletzung von Narbengewebe, die Folge ist schlimmstenfalls eine dauerhafte partielle Taubheit oder eine Missempfindungsstörung.

Schönheitschirurg Wadenkorrektur Ein ausführliches Gespräch vor einer Schönheitsoperation und einer Wadenkorrektur ist wichtig. (Foto by: gpointstudio / Depositphotos)

Die Kosten einer Wadenkorrektur

Da eine Wadenverkleinerung sich nur auf eine Wade oder auf alle beide Waden beschränken kann, ist es nicht möglich genaue Kostenangaben zu machen. Man kann beispielsweise bei einer Botoxbehandlung pro Wade mit rund € 200,00 rechnen.

Für eine Wadenvergrößerung zahlt man schon mehr, allein das Implantat ist mit rund € 700,00 zu beziffern. Für den Eingriff kann mit ca. € 3.000,00 gerechnet werden. Da eine Wadenkorrektur in den meisten Fällen rein ästhetische Gründe hat, übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 16.11.2009
Überarbeitet am: 28.09.2020

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