Männer mit Glatze sind potenter

Männer die eine Glatze haben sind weder potenter noch weniger potent. Die Haarpracht hat mit der Potenz des Mannes nichts zu tun, das Sexualhormon Testosteron spielt eine untergeordnete Rolle. Verliert Mann Haare, ist der Testosteronspiegel im Blut nicht verantwortlich.

GlatzeHeutzutage ist ein Glatzenträger durcvhaus trendy, Frauen mögen die Frisur. (Foto by: lightwavemedia / Depositphotos)

Gleich Vorweg

Potenz und Glatze haben nichts, aber auch schon gar nichts, miteinander zu tun. Ganz selten, und nur bei schwerwiegenden Fehlfunktionen, gehen Männer mit einem Überschuss an Testosteron die Haare aus.

Der Grund der Glatzenbildung an sich liegt an einer Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Hormon DHT (aktiver, biologischer Metabolit von Testosteron). Das Sexual-Hormon Testosteron ist zwar für die restliche Körperbehaarung wie Bart zuständig oder für den Muskelaufbau sowie generell die körperliche Leistung inklusive Libido, keinesfalls jedoch fürs Haupthaar.

Generell bekommt genetisch gesehen jeder zweite Mann irgendwann eine Glatze. Ein spezielles Programm im Körper des Mannes sensibilisiert die Haarwurzel ab einem bestimmten Lebensalter gegenüber Testosteron, oder besser DHT. Der Haarfollikel gibt ab eben diesem Zeitpunkt „den Löffel ab“. Ist dann der Testosteronspiegel beim Mann erhöht oder eher niedrig, hat das keinerlei Auswirkung auf diesen Vorgang. Die Glatzenbildung beginnt. Und hat absolut nichts mit der männlichen Potenz zu tun. Auch sind Männer ohne Haare nicht die besseren Liebhaber, abgesehen einmal von der Potenz.

Kleiner „Glatzenspruch“

Mann mit GlatzeDie Potenz schwindet nicht mit den Haaren und sie steigert sich auch nicht. (Foto by: racorn / Depositphotos)

"Wer vorne eine Glatze kriegt, der denkt viel! Wer hinten eine Glatze kriegt, der hat viel Sex! Wer vorne und hinten eine Glatze kriegt, der denkt er habe viel Sex!"

In der Geschichte bot die Glatze verschiedene Sichtweisen: Aristoteles befand eine Glatze als Zeichen wahrer Manneskraft, später war Cäsar nicht ganz dieser Meinung und kaschierte sein eher schütteres Haar mit einem Lorbeerkranz und im Alten Testament war eine Glatze Anlass für Scherze ebenso wie für Schande. Geschickt machte es Ludwig der XIV., er etablierte die Perücke für den Mann, um seinen Haarausfall zu kaschieren.

Heute ist ein Glatzenträger durchaus trendy, Frauen mögen die „Frisur“. Und mal ganz ehrlich, eine Glatze sieht doch wesentlich besser aus als ein paar Härchen am Kopf. Doch es bleibt die Verunsicherung der Männer, dass mit den Haaren auch ihre Potenz schwindet und dies machen sich mehr oder weniger seriöse Hersteller von Haarwuchsmitteln zu ihrem Nutzen. Auch die Schönheitschirurgie hat natürlich reagiert – neueste Methoden der Haarverpflanzung versprechen dem leidenden Mann wieder prächtige Haarfülle. Was allerdings sehr teuer ist.

Zurück zur Potenz

Wofür auch immer Mann sich entscheidet, um seine schwindende Haarpracht zu verstecken, die Potenz schwindet nicht mit den Haaren und sie steigert sich auch nicht – der Mythos ist also klar widerlegt.


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