Intimrasur: Tipps und Tricks

Schicke Frisuren im Intimbereich sind im Trend und kommen bei beiden Geschlechtern gut an. Bei der Durchführung der korrekten Intimrasur gilt es jedoch einiges zu beachten, denn schließlich handelt es sich um einen besonders empfindlichen Bereich.

Intimrasur Bei der Durchführung einer korrekten Intimrasur gilt es einige Dinge zu beachten. (Foto by: rossandhelen / Depositphotos)

Zur Enthaarung werden unterschiedliche Methoden angeboten, die allesamt ihre Berechtigung haben. Welches Verfahren zur Intimenthaarung letztendlich angewendet wird, ist auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Während Damen öfter zur Enthaarungscreme greifen, führen Männer lieber eine Nassrasur der Intimzone in eigener Regie durch. Bei der notwendigen Sicherheit und Vorsicht in der Anwendung überzeugen die meisten Verfahren zur Enthaarung mit akzeptablen Ergebnissen.

Nassrasur

1. Haare stutzen

Wie die übrigen Haare des Körpers, so wachsen auch die Haare in der Intimzone ständig nach. Die Prozedur muss daher in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Vor Beginn einer Nassrasur des Intimbereichs ist es empfehlenswert, die Behaarung erst einmal sanft zu stutzen.

Wichtig: Wer diesen Schritt übersieht muss damit rechnen, dass die Klinge eines Nassrasierers schnell verstopft. Zum Stutzen der Haare eignet sich eine ganz einfache Nagelschere. Es muss stets vorsichtig gearbeitet werden, um keine Haut zu verletzen.

2. Haare einweichen

Der nächste Schritt ist das Einweichen der Intimhaare, dazu hat sich lauwarmes Wasser bestens bewährt. Durch die Wirkung des Wassers werden die Haare weicher und können somit leichter rasiert werden. Die Einweichzeit darf nicht zu lang sein, 2 bis 3 Minuten sind völlig ausreichend.

3. Rasiergel verwenden

Oft wird auch die Frage gestellt, ob denn nun Rasierschaum oder Rasiergel die bessere Alternative bei der Intimrasur sei. Experten raten im Regelfall zu Rasiergel, in der Anschaffung ist es zwar etwas teurer als Rasierschaum, dafür aber auch um einiges ergiebiger und vor allem deutlich sanfter zur Haut.

Für die Entfernung der Achselhaare kann gerne Rasierschaum verwendet werden, für den empfindlichen Intimbereich ist aber Rasiergel vom dermatologischen Standpunkt aus die bessere Wahl.

4. In Wuchsrichtung rasieren

Bei der Durchführung der eigentlichen Intimrasur sollte peinlich genau darauf geachtet werden, ausschließlich in Wuchsrichtung der Haare zu rasieren. Alleine schon durch dieses Vorgehen können Hautirritationen der sensiblen Intimhaut vermieden werden. Wer sich also fürs eigene Wohlbefinden oder für den Partner rasiert, sollte stets in Wuchsrichtung rasieren.

Tipp: Das Rasieren in Wuchsrichtung ist besonders bei den ersten 3 Rasiergängen zu empfehlen. So wird die Haut geschont und als Anwender bekommt man ein Gespür für glattrasierte Haut. Wer dann schon etwas Erfahrung in der Intimrasur mitbringt kann dazu übergehen, auch gegen die Wuchsrichtung zu rasieren.

Dadurch wird die Haut noch wesentlich glatter. Unbedingt aber darauf achten, beim Rasieren gegen die Haarwuchsrichtung nicht zu viel Druck auf die Klinge auszuüben und auch nicht mehrfach über ein Hautareal zu schrammen. Bei Nichtbeachtung drohen unschöne Hautverletzungen.

5. Verletzungen vermeiden

Vom hygienischen Standpunkt aus muss man sich vor Augen halten, dass auch kleinste Verletzungen Eintrittspforten für Krankheitserreger sein können. Solche sogenannten Mikroverletzungen sind für das bloße Auge beim Rasieren nicht immer sichtbar. Blutet die Haut sichtbar, dann muss die Intimrasur sofort beendet werden.

Die richtige Rasierklinge

Die Wahl der richtigen Klinge ist ebenfalls von großer Bedeutung und entscheidet über das Endergebnis einer Intimrasur. Die Klinge muss eine ausreichende Schärfe aufweisen, denn stumpfe Klingen sind ein wahrer Horror für die Intimhaut. Bei der Anschaffung der Klinge sollte also nicht gespart werden und wenigstens einmal monatlich sollte die Klinge auch gewechselt werden.

Wer seinen Intimbereich unter der Dusche rasiert, sollte diesen unmittelbar danach mit möglichst kaltem Wasser abspülen. Frisch rasierte Haut ist immer irritiert und durch das kalte Wasser ziehen sich die Hautporen zusammen, dies beugt einem sogenannten Rasierausschlag wirksam vor.

Pflege nach der Rasur

Babypuder und Babyöl sind für die Hautpflege nach einer Intimrasur gut geeignet. Es spricht auch nichts dagegen, dass auch Männer diese Produkte zur Pflege des Intimbereichs nach einer Rasur anwenden.

Wer diese Produkte nicht mag, kann zur Hautberuhigung nach der Intimrasur auch eine fettfreie Bodylotion verwenden. Ganz ohne Pflegemittel sollte man die Haut im Intimbereich nach der Rasur aber nicht lassen. Es empfiehlt sich nach einer Intimrasur nicht gleich ins Büro oder zum Date zu gehen, sondern der Haut zunächst etwas Ruhe zu gönnen. Außerdem benötigt die Haut nach einer Intimrasur Luft zum Atmen. Auf das Tragen von engen Slips nach der Intimrasur sollte deshalb verzichtet werden, denn dadurch reibt sich die Haut und wird nur unnötig gereizt.

Utensilien Intimrasur Intimrasuren liegen sehr im Trend. (Foto by: w3design / Depositphotos)

Epilieren, Enthaarungscreme & Co

Epilieren, Enthaarungscreme oder Trockenrasur sind für die Beine zwar gut geeignet, für die weiche Haut zwischen den Beinen jedoch nicht.

Enthaarungscreme

Falls doch Enthaarungscreme angewendet wird, so sollte nur spezielle Enthaarungscreme verwendet werden, die auch dermatologisch für den Intimbereich getestet wurde. Denn der pH-Wert und die Inhaltsstoffe solcher Cremes sind auf die Bedürfnisse der empfindlichen Intimzone abgestimmt.

Professionelle Haarentfernung

Wer die Intimrasur nicht in eigener Regie durchführen möchte, kann sich auch für ein professionelles Waxing oder Sugaring im Beauty Studio entscheiden. Im Anschluss an eine solche Behandlung wird die passende Pflege gleich mitgegeben.

Sugaring

Sugaring hat sich bei der Intimenthaarung als sanftes Verfahren bewährt. Dabei werden die Intimhaare nach Auftragen einer Zuckerpaste in Wuchsrichtung entfernt. Sugaring ist im Vergleich zum Waxing deutlich weniger schmerzhaft.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 03.06.2015
Überarbeitet am: 27.12.2020

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