8 erstaunliche und interessante Fakten über die Vagina

Die Vagina ist ein echtes Wunder der Natur, die erstaunliche Taten vollbringt. Folgende acht Fakten über die Vagina sind besonders beeindruckend und interessant.

Vagina FrauDie Vagina ist mit zahlreiche Nervenendungen ausgestattet und deshalb auch sehr empfindlich. (Foto by: ruigsantos / Depositphotos)

1. Mehr Nervenzellen als der Penis

Die Vagina ist extrem empfindlich. Der Grund dafür sind die rund 8000 Nervenendungen in der Klitoris. Das sind nicht nur mehr Endungen als im gesamten restlichen Körper, es sind auch mehr als in der Eichel des Penis. Auch die Nervendichte ist enorm hoch und macht die Vagina enorm empfindlich. Aus diesem Grund gilt sie auch als Lustzentrum der Frau.
 
Übrigens: Mit dem Schwellkörper hat auch der Mann eine Art Nervenzentrum. Dieser hat beinahe dieselbe Struktur und Größe wie die weibliche Klitoris und erfüllt im Hinblick auf die Sexualität ähnliche Aufgaben.

2. Dehnung durch besondere Schleimhaut

Bei der Geburt kann sich das weibliche Geschlechtsorgan extrem dehnen. Dies wird in erster Linie durch eine besondere Schleimhautvariante ermöglicht, welche in unzähligen Falten anliegt. Bei der Geburt und in anderen Situationen breiten sich diese Falter aus und schaffen den notwendigen Platz.
 
Neben der Schleimhaut spielen auch die Muskeln in der Vagina eine große Rolle. Sie sind ebenfalls speziell auf die hohen Belastungen bei einer Geburt ausgelegt und können sich in alle Richtungen ausbreiten. Damit ist die Scheide ein echtes Dehnungswunder.

3. Dasselbe Sekret wie der Haifisch

Im Mittelalter wurde von religiösen Fanatikern gepredigt, die Vagina sei mit scharfen Zähnen ausgestattet, um die Sündhaftigkeit der Sexualität zu unterstreichen. Dass das Unsinn ist, dürfte heutzutage jedem klar sein. Nicht aber, dass die weibliche Scheide tatsächlich etwas mit dem Haifisch gemein hat: In beiden findet sich ein besonderes Sekret namens Squalen. Dieses Lipid ist sowohl im Öl der Haifischleber als auch im Vaginalsekret zu finden und dient dem „feucht werden“ bei Erregung. Abgesondert wird es von den Scheidenwänden, wobei diese je nach Situation noch viele andere Stoffe absondern können.

4. Körpereigene Keime sorgen für Scheidenflora

Neben erwähnten Lipiden, sondert die Vagina auch spezielle Keime ab. Diese sind für die Selbstreinigung des Geschlechtsorgans verantwortlich und bilden die sogenannte Scheidenflora. Diese wiederum, hält Krankheitserreger ab und macht das Innere der Vagina glatt und geschmeidig. Damit erfüllen die Keime also weit mehr als nur einen Zweck und unterstreichen noch einmal, welches Wunder die Natur mit der Vagina geschaffen hat. Dennoch: Schon die Verwendung der falschen Seife oder Spülung kann das Gleichgewicht der Scheidenflora empfindlich schädigen.

5. Extrem elastisch: Das Jungfernhäutchen

Das Jungfernhäutchen gilt als Beweis für die Jungfräulichkeit. Nicht immer ist ein intaktes Hymen, so die medizinische Bezeichnung des Jungfernhäutchens, ein Beweis für die Unberührtheit.
 
Der Grund: das Jungfernhäutchen ist extrem elastisch und kann gerade bei jungen Frauen auch den ersten Geschlechtsverkehr überstehen. Im Gegensatz dazu kann es durch Sport oder Selbstbefriedigung auch schon davor reißen. Ebenfalls kurios: Viele Kliniken bieten mittlerweile eine Rekonstruktion des Hymens an.
 
SexRegelmäßiger Sex hält die Scheide gesund. (Foto by: gdolgikh / Depositphotos)

6. Größenunterschiede der Vagina enorm

Ähnlich wie ihr männliches Pendant, ist auch die Vagina nicht immer gleich lang und breit. Manche Scheiden sind lediglich sechs Zentimeter lang, andere können bis zu 14 Zentimeter erreichen. Die inneren Schamlippen können zwei bis zehn Zentimeter lang sein, die äußeren sind oft sogar noch ausgeprägter.
 
Die Klitoris ist bei fast bei allen Frauen gleich lang und erreicht erigiert eine Länge von etwa drei Zentimeter. Kurios ist auch, dass die inneren Schamlippen bei Erregung bis zu dreimal größer werden können. Dieser Vorgang gleicht der männlichen Erektion und macht deutlich, dass beide Geschlechtsorgane sich relativ ähnlich sind.

7. Relikt der Vergangenheit: Die Schamhaare

Wirft man einen Blick auf die Vagina, ist vor allem eines verwunderlich: Die Schambehaarung. Diese hat heute längst keinen nützlichen Zweck mehr und wird von vielen Frauen als störend empfunden. Warum wachsen die Haare also dennoch munter weiter? Dies hat einen einfachen Grund: Die Schamhaare fangen die Lockstoffe, welche von der Vagina abgegeben werden, ab und sorgen so zu einem wesentlichen Teil für die sexuelle Anziehungskraft. Eine komplette Rasur ist im Hinblick auf die Sexualität also nicht ideal.

8. Sex hält die Scheide gesund

Sex macht gesund. Dies gilt nicht nur aufgrund der ausgeschütteten Glückshormone, sondern auch wegen der eigentlichen Erregung. Dieses „feucht werden“ kann gerade in den Wechseljahren dazu beitragen, dass der niedrige Östrogengehalt in der Vagina ausgeglichen wird.
 
Auch Ärzte bescheinigen dem Sex eine heilende Wirkung, denn Sperma dient als natürliches Gleitmittel und ist damit eine echte Hilfe. Allerdings kann zu häufiger Geschlechtsverkehr auch schädlich sein. Der Grund: Sperma weist einen pH-Wert von etwa 7,5 auf, was für das empfindliche Scheidenmilieu (pH-Wert von 4,0) zu hoch sein kann.

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