Hilfe bei Schlafproblemen bei Babys

Schlaflose Nächte für das Baby heißen meistens auch, dass die Eltern weit entfernt von süßlichen Träumen und wohliger, erholsamer Nachtruhe sind. Leider stellen sich Schlafprobleme bei Babys während der ersten Lebensjahre immer wieder ein; in den folgenden Zeilen sind jedoch einige Hinweise enthalten, wie man so gut wie möglich darauf reagieren kann.

Baby will nicht schlafenSchlafprobleme gibt es bei Babys und Kleinkindern während der ersten Lebensjahre immer wieder. (Foto by: breeze / Depositphotos)

Vor dem Schlaf steht das Wachsein

Im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen schlafen Babys auch tagsüber mehrfach tief und fest. Dennoch sollte dem abendlichen Schlaf, der idealer Weise in einen länger dauernden Nachtschlaf übergeht, eine längere Phase des Wachseins vorangehen. Wenn sich das Kind rund vier Stunden vor dem geplanten Nachtschlaf noch im Tagesschlaf befindet, sollte es geweckt werden (z.B. durch Ansprache oder durch körperliche Zuwendung).

Regelmäßigkeit fördert guten Schlaf

Es ist wünschenswert für das Baby, wenn sich seine Schlafenszeiten nicht allzu sehr von Tag zu Tag verändern. Eine gesunde Regelmäßigkeit ist gut dafür geeignet, die Entwicklung einer "inneren Uhr" beim Baby zu fördern und voran zu treiben. Gleichwohl wird das Kind noch weniger als ein Erwachsener stets auf die Minute genau zu einer ganz bestimmten Uhrzeit plötzlich müde werden und den Drang zu schlafen verspüren. Wenn es also noch agil und putzmunter durch die Wohnung krabbelt und Laute von sich gibt, sollte von der üblichen Schlafzeit auch einmal eine gute halbe Stunde abgewichen werden. Ausreichend ist schon, wenn zumeist die gleiche Zeit eingehalten wird; es muss nicht unbedingt jeden Tag so praktiziert werden.

Kind im ElternbettLaut Umfragen verbringt jedes dritte Kind in Österreich die Nacht im Elternbett. (Foto by: valuavitaly / Depositphotos)

Vorsicht mit übermäßigem nächtlichem Stillen

"Weniger ist manchmal Mehr", diese alte Weisheit gilt auch für das Stillen von Babys während der Nacht. Denn längst nicht jedes nächtliche Schreien wurzelt darin, dass das Kleine vom Hunger geplagt wird und nun Muttermilch brauchen würde. Oftmals fühlt sich das Baby vielmehr alleine und möchte Kontakt, Aufmerksamkeit und Nähe. Werden ihm diese Bedürfnisse im Rahmen des Stillens erfüllt, wird es zwar kurzzeitig wieder ruhig und zufrieden. Aber der gefüllte Magen des Kindes und die damit einhergehende, anstrengende Verdauungsarbeit erschweren es, guten, leichten und lange anhaltenden Schlaf zu finden. Daher ist es manchmal durchaus ratsam, dem Kind nicht die Brust, sondern liebevolle Streicheleinheiten und beruhigende Worte zu geben. Öfter als im 2-Stunden-Takt sollte es nicht gefüttert werden.

Durchaus möglich: Schlafen im Elternbett

Es spricht generell wenig dagegen, dass das Baby zusammen mit den Eltern im Bett schläft. Auf diese Weise wird es sich nicht einsam fühlen, sondern spürt die Nähe und Wärme seiner Eltern um sich herum. Die damit verbundene Beruhigung hat schon manches Kind durchschlafen lassen - und die Eltern ebenso.


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