Schweißdrüsenabsaugung

Jeder Mensch schwitzt zur Steuerung des Wärmehaushaltes des Körpers, dazu besitzt ein Körper rund 2 Millionen Schweißdrüsen. Übermäßiges Schwitzen tritt am häufigsten in der Achselhöhle, den Fußsohlen oder den Handflächen auf. Die effizienteste Art den Betroffenen zu helfen ist die sogenannte Saugküretage.

SchweißEine Schweißdrüsenabsaugung kann bei übermäßigem Schwitzen Abhilfe schaffen. (Foto by: Dandaman / Depositphotos)

Beratung und Operation

Das Beratungsgespräch ist wie bei allen kosmetischen Operationen unabdingbar. Der Facharzt für plastische Chirurgie klärt mit dem Patienten folgende Punkte:

  • Die Möglichkeiten der Operation
  • Den Ablauf
  • Mögliche alternative Behandlungen
  • Die Nachsorge
  • Risiken
  • Nebenwirkungen

Der Patient seinerseits teilt dem behandelnden Arzt mögliche Allergien, Erkrankungen oder eine eventuelle Medikamenteneinnahme mit.

Zur Vorbehandlung kommen zwei verfahren zum Einsatz:

  • Jod-Stärke-Test: Dieser wird zur Diagnose eingesetzt - die starken Schweißzonen werden blau angezeigt und danach mit oberflächenanästhesierenden Pflastern für die Operatioen vorbereitet.
  • Mittels Lokalanästhesie, die sogenannte Tumeszenz-Technik (hierbei wird die anästhesierende Lösung direkt in die Achselhöhle eingespritzt) finden die Vorbereitungen für die Absaugung statt.

Nach rund einer Stunde Einwirkzeit werden winzige Schnitte gesetzt und die Schweißdrüsen abgesaugt. Die Absaugung findet unter der unmittelbaren Oberfläche der Haut statt. Die Wunden werden mit Klammerpflastern versehen und mit einem Verband, welcher etwa eine Woche getragen werden sollte, geschützt.

Risiken, Nebenwirkungen und Nachbehandlung

Da die Schweißdrüsenabsaugung knapp unter der Hautoberfläche vorgenommen wird, sind die Risiken und Nebenwirkungen eher gering. Empfehlenswert ist allgemeine Ruhe für ein paar Tage nach der OP und das Tragen des Verbandes.

Sport, Hausarbeit oder schwere körperliche Tätigkeiten sind zu unterlassen, die Nachsorge mit dem Arzt zu besprechen und konsequent einzuhalten. Ebenso empfehlenswert ist der Verzicht auf Alkohol und Nikotin für die Zeit des Heilungsprozesses, damit keine Wundheilungsstörungen auftreten können.

Folgende Beschwerden zählen zu den allgemeinen Risiken einer jeden Operation und können auch hier auftreten:

  • Schwellungen
  • lokale Infektionen
  • übermäßige Narbenbildung
  • Blutungen
  • Wundheilungsstörungen

Diese Nebenwirkungen lassen sich gut behandeln - schwerwiegender ist es, wenn Lymph- oder Nervengefäße verletzt werden. Das kann unter Umständen zu einem dauerhaften Taubheitsgefühl führen. In den meisten Fällen ist die Wirkung dauerhaft, sehr selten muss ein zweiter Eingriff nach rund zwei Monaten durchgeführt werden.

SchweißdrüsenabsaugungVor einer Schweißdrüsenabsaugung sollte die Ursachen für das übermäßige Schwitzen gefunden werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Die Kosten einer Schweißdrüsenabsaugung

Die Schweißdrüsenabsaugung kostet ab etwa 1.500 Euro. Helfen andere, konservative Methoden nicht gegen übermäßiges Schwitzen, kann es zu einer Teilkostenübernahme der Krankenkassen kommen, wenn ein Patient besonders darunter leidet.

Fazit

Wenn ein Mensch sehr zu übermäßiger Schweißabsonderung neigt, wird in erster Linie eine allgemeine medizinische Untersuchung sinnvoll sein, um den Grund zu diagnostizieren. So kann die Ursache von einer Hormonumstellung bis zu psychischen Erkrankungen reichen. Kann die Ursache gefunden werden, wird diese behandelt und in den meisten Fällen hört das Schwitzen auf.

Doch oft finden die Ärzte keine Ursachen für das übermäßige Schwitzen eines Patienten, dann ist eine Schweißabsaugung durchaus hilfreich. Denn die Folgen des Schwitzens sind oft Wut, Scham oder gar Depressionen und damit eine Auswirkung auf die sozialen Kontakte des Betroffenen. Ein Vorsprechen bei der jeweiligen Krankenkasse zwecks Koten- oder Teilkostenübernahme lohnt sich jedenfalls.

Bei Dermatologen oder Allgemeinmedizinern (eine Liste aller in Österreich praktizierenden Ärzte befindet sich auf unserem Portal) erhalten Betroffene alle wichtigen Informationen und auch die Kontaktadressen. Wer unter seiner übermäßigen Schweißabsonderung leidet, sollte sich in jedem Fall über die möglichen Verfahren informieren und sich beraten lassen.


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