8. Schwangerschaftsmonat (29. - 32. Woche)

In dieser Phase wird die Schwangerschaft immer belastender, weil viele Aktivitäten nicht mehr durchführbar sind. Auf dem Rücken liegen ist kaum noch möglich und auch die Blase drückt verstärkt. Das Baby bewegt sich nun in die Geburtsposition.

Schwangere Frau hält ihren Babybauch Viele Schwangere fühlen sich im 8. Schwangerschaftsmonat schon recht unbeweglich. (Foto by: stuartmiles / Depositphotos)

Schwangerschaftsverlauf

Organe müssen Plazt machen

Viele Schwangere fühlen sich jetzt schon recht unbeweglich. Die einst so weit gekauften Schwangerschafts-Sachen passen nicht mehr so richtig, bei längeren Spaziergängen oder beim Treppensteigen bleibt den werdenden Müttern die Puste weg.

Sämtliche Organe werden mehr und mehr von ihrem Platz verdrängt. Die Schwangeren bekommen dies vor allem dadurch zu spüren, dass im Magen kein Platz mehr für große Portionen ist. Uterus und Baby drücken nun immer häufiger gegen den Rippenbogen, was schon recht unangenehm bis schmerzhaft sein kann.

Ernährung

Eine möglichst gerade Sitzhaltung und viele kleine Mahlzeiten helfen, etwas von dem Druck zu nehmen. Gegen die jetzt häufig auftretende Verstopfung hilft eine ballaststoffreiche Ernährung. Auch ein Glas warmes Wasser, nach dem Aufstehen nüchtern getrunken, kann Wunder wirken.

Ängste und Wünsche

Viele Schwangere träumen jetzt sehr heftig. Diese Träume können teilweise recht beängstigend sein. Allerdings sollte den Träumen nicht allzu viel Gewicht beigemessen werden, denn sie sagen nur aus, dass die Schwangere sich unbewusst mit ihren Ängsten auseinandersetzt.

Die Entwicklung des Babys

Das Baby ist nun nicht mehr ganz so aktiv wie im zweiten Schwangerschaftsdrittel. Das mag zum einen daran liegen, dass der Platz im Bauch immer weniger wird, zum anderen aber auch daran, dass das Bedürfnis der Kleinen nach Geborgenheit und Kuscheln zunimmt.

Das Baby übt schon einmal eifrig für das Leben außerhalb der Gebärmutter. Es macht Saugbewegungen, lutscht am Daumen und übt das Schlucken. Auch Atemübungen werden regelmäßig absolviert.

Mögliche Frühgeburt

Wenn das Baby jetzt zur Welt käme, wären aus medizinischer Sicht die Überlebenschancen schon recht hoch. Da die Lungen aber noch nicht voll entwickelt sind, wird das Baby allerdings erst einmal auf Hilfe angewiesen sein.

Die Gefahr einer Infektion ist bei Frühgeburten ebenfalls nicht zu unterschätzen, denn die mütterlichen Abwehrstoffe, die das noch nicht voll ausgereifte Immunsystem benötigt, fehlen, weil das Baby nicht mehr über den mütterlichen Organismus versorgt wird. Anfang diesen Monats liegt das Gewicht des Babys bei knapp 1.500 Gramm. Bei manchen Babys verschwindet die Lanugobehaarung bereits wieder.

Tipps und Termine

CTG schreiben Über den CTG (Herztonwehenschreiber) wird die Wehentätigkeit kontrolliert. (Foto by: FamVeldman / Depositphotos)

Ultraschalluntersuchung

In diesem Monat wird beim Frauenarzt die dritte und letzte der vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen erfolgen. (Viele Frauenärzte schallen um den Geburtstermin trotzdem noch einmal oder sogar öfter, vor allem, wenn das Baby auf sich warten lässt.).

Bei diesem Ultraschall wird der Kopfumfang des Babys vermessen und das Verhältnis des Kopfes zum Becken der Frau. Schließlich soll für den kleinen Menschen bei der Geburt der Weg geebnet sein.

Neben der Entwicklung des Babys wird der Arzt die Lage der Plazenta beurteilen. In seltenen Fällen versperrt sie dem Baby den Weg zum Geburtskanal, so dass das Baby nicht auf natürlichem Wege geboren werden kann. Über den CTG (Herztonwehenschreiber) wird kontrolliert, ob die Gebärmutter von reinen Übungswehen bereits zu regelmäßigen Kontraktionen übergegangen ist.

Außerdem werden die Herztöne des Babys protokolliert. Der Arzt wird bei der Untersuchung kontrollieren, ob die Schwangere bereits Fruchtwasser verliert und nach aufgetretenen Blutungen fragen.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 20.10.2009
Überarbeitet am: 08.07.2020

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