Gibt es den richtigen Zeitpunkt für ein Baby?

Viele Paare stellen sich die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für ein Baby ist. Um es vorweg zu nehmen: Der richtige Zeitpunkt für das Baby lässt sich nicht pauschal festlegen. Einige Überlegungen helfen jedoch dabei, die Entscheidung für ein Kind individuell zu erleichtern.

Familienplanung Viele Paare stellen sich die Frage:Gibt es den richtigen Zeitpunkt sich für ein Kind zu entscheiden? (Foto by: Syda_Productions / Depositphotos)

Die Gessellschaft spielt eine Rolle

Wann Frauen Kinder gebären hängt unter anderem von ihrer kulturellen Abstammung ab. Auch in Europa spielten traditionelle Ansichten zum Thema Familienplanung immer eine Rolle. Allerdings ist zu beobachten, dass die Frauen in den vergangenen Jahren immer später gebaren.

Grund dafür ist die veränderte Rollenverteilung in der Familie. Während das männliche Geschlecht früher die finanzielle Absicherung der Familie übernahm, bestand die Aufgabe der Mütter darin, die Wohnung, den Garten, das eventuell vorhandene Vieh, den Mann und die Kinder zu versorgen.

Inzwischen sind Mann und Frau großteils gleichberechtigte Partner innerhalb einer Beziehung. Im Allgemeinen gehen sie beide einer geregelten Arbeit nach. Zur Finanzierung eines durchschnittlichen Lebensstandards ist dies bei gering verdienenden Beschäftigten ohnehin erforderlich.

Folgen der veränderten Rollenverteilung

Aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in den industrialisierten Ländern sowie die damit verbundenen hohen Zahlen der Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten setzen junge Paare heutzutage unter Druck. Vielen fällt es schwer, sich für den richtigen Zeitpunkt zur Gründung einer Familie zu entscheiden. Das größte Problem sehen Frauen darin, dass sie allein für das Kind sorgen müssen, falls die Beziehung zerbricht.

Grundsätzlich jedoch wohnt in vieln Frauen der Wunsch, irgendwann einmal Mutter zu sein. Auch viele Männer möchten ihre Gene weitergeben und am Aufwachsen des eigenen Nachwuchses teilhaben. Die verschiedenen benannten Unsicherheiten machen die Entscheidung für ein Baby allerdings schwer. Je länger sich das Paar mit der Frage der Familienplanung beschäftigt, desto weiter rückt diese häufig in die Ferne. Kein Wunder also, dass moderne Frauen immer später ihr erstes Baby bekommen.

Nicht ewig warten

Im Alter von über 35 Jahren wird es für die Frau immer schwieriger, auf natürlichem Wege ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Noch spätere Hormonumstellungen machen die Schwangerschaft irgendwann unmöglich. Damit wächst der Druck für die Entscheidung für das Baby stetig an. Er wiederum kann das Scheitern der Beziehung zur Folge haben.

Wer den Wunsch nach einer glücklichen Familie hat, sollte also mit der Entscheidung für das Kind nicht ewig warten. Wichtig ist eine gemeinsame Planung des weiteren Lebensweges. Ob dieser dann tatsächlich so verläuft, kann niemand vorhersagen.

Anhaltspunkte für den richtigen Zeitpunkt

glückliche Familie Wichtig ist, dass das Kind von seinem Umfeld viel Liebe empfängt, damit es sich richtig entwickelt. (Foto by: valuavitaly / Depositphotos)

  • Eine stabile Partnerschaft
    Je länger man mit einem anderen Menschen in einer Beziehung steht, desto mehr Erlebnisse bestreitet man zusammen, welche oftmals zusammenschweißen und einen guten Einblick darauf geben, wie gut man sich auf die andere Person verlassen kann. Eltern müssen viel zusammen durchstehen können.
  • Finanzielles
    Weiterhin empfiehlt es sich, dass das Paar den beruflichen Werdegang miteinander abstimmt. Wenngleich der Staat Familien ohne Einkommen gewisse monatliche Mittel zur Verfügung stellt, dürfte es im Interesse der künftigen Eltern sein, das eigene Geld zu verdienen. Frauen mit einer abgeschlossenen Berufserfahrung fällt es im übrigen leichter, später in den Beruf zurückzukehren.
  • Studium beenden?
    Ob ein Studium beendet sein sollte, bevor das Kind geboren wird, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Das Lernen fällt Kinderlosen einfacher, da sie sich umfänglich auf das Studium konzentrieren können. Machbar dürfte das Studieren mit Kind dennoch sein. Der entscheidende Faktor ist, dass sich beide Partner terminlich aufeinander verlassen können.
  • Rückhalt von der Familie
    Die Aufgabenteilung kann im Vorfeld besprochen werden. Im Krankheitsfall oder bei zeitlichen Engpässen sollte zusätzlich jemand aus der Familie oder im Umkreis zur Beaufsichtigung des Kindes einspringen können.

Egal ob als Teenie-Eltern oder mit Mitte Dreißig - Letztlich kommt es vor allem darauf an, dass das Kind von seinem Umfeld viel Liebe empfangen wird, damit es sich altersgerecht entwickeln kann.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 29.09.2014
Überarbeitet am: 13.07.2020

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