Wochenbett-Depressionen nach der Geburt

Ganz gleich, wie die Umstände einer Schwangerschaft nun liegen mögen - wenn die Geburt immer näher rückt, freut sich jede Mutter auf ihr Kind. Sie malt sich in den schillerndsten Farben aus, wie es sein wird, wenn das Kleine einmal auf der Welt ist, doch nur kurze Zeit nach der Geburt trüben sich die Gedanken. Viele frisch gebackene Mütter verstehen das gar nicht, dabei sind Wochenbett-Depressionen keine seltene Erscheinung.

Wochenbett-DepressionDie Wochenbett-Depression ist eine negative Verstimmung nach der Geburt des Kindes. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Was ist die Wochenbett-Depression?

Unter einer Wochenbett-Depression versteht man eine negative Verstimmung, die sowohl Mütter als auch Väter nach der Geburt eines Kindes befallen kann. Diese tritt unmittelbar oder bald nach der Geburt auf und folgt meist daraus, dass man sich viele Gedanken über das bisherige und über das künftige Leben macht.

Gerade bei der Mutter spielen auch die Hormone eine starke Rolle, sie können nach der Geburt wieder etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Nun, da das Kind auf der Welt ist, wird zwangsweise alles anders und viele frisch gebackene Eltern wissen gar nicht, wie sie mit dieser Veränderung richtig umgehen sollen.

Was tun gegen die trüben Gedanken?

Die Wochenbett-Depression ist sowohl bei Müttern als auch Vätern eine längst bekannte und anerkannte Erkrankung, die Behandlungsbedarf nach sich zieht. Wenn die Gedanken trüb und düster werden, ist es sinnvoll, sich mit dem betreuenden Gynäkologen oder auch mit dem Kinderarzt auseinanderzusetzen. Der Hausarzt kann natürlich ebenfalls helfen. Es erfolgt meist eine Überweisung zum Psychologen und nach wenigen Sitzungen geht es den Eltern bereits wieder viel besser.

Die Wochenbett-Depression muss nicht zum Arbeitsausfall führen, jedenfalls nicht durch die Behandlung. Es ist auf keinen Fall eine Schande, sich eine Wochenbett-Depression einzugestehen und sich helfen zu lassen - ganz im Gegenteil. Wer sich viele Gedanken macht, kann nun einmal auch trübsinnig werden, doch er ist stark genug, um sich helfen zu lassen.

Hilfe während der Wochenbett-Depression?

Junge Familie mit BabyDepressive Eltern sollten vor allem gegenseitig füreinander da sein. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Depressive Eltern sollten vor allem gegenseitig füreinander da sein. Das schenkt Sicherheit, die in der Zeit nach der Geburt oftmals fehlen kann. Keiner der beiden sollte sich mit dem Kind mehr aufbürden, als er momentan bewältigen kann, auch wenn die Aufgaben natürlich alle erledigt werden müssen - stattdessen sollte man um Hilfe bitten, wenn man merkt, dass alles zu viel wird.

Die gemeinsame Zeit und vor allem auch die Zeiten, in denen man nur für sich alleine etwas machen kann, sind sehr wichtig und man sollte Möglichkeiten finden, sie sich zu nehmen. Alte Hobbys und Interessen sollten wieder aufgenommen werden, sobald sich das realisieren lässt.


Bewertung: Ø 4,0 (5 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Fit nach der Geburt

Fit nach der Geburt

Tipps und Tricks, wie man nach der Geburt des kleinen Lieblings wieder das Wunschgewicht erreicht.

weiterlesen

User Kommentare