Sicher auf dem Schulweg

Die Schule hat wieder begonnen und viele Kinder, vor allem Schulanfänger sind besonders aufgeregt. Allein der Weg zur Schule erfordert viel Aufmerksamkeit. Nicht selten nehmen die Kleinen das erste Mal aktiv am Straßenverkehr teil. Die neue Situation birgt ein hohes Unfallrisiko, zumal kleinere Kinder bis zu 3 Mal langsamer als Erwachsene reagieren. Daher ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder frühzeitig auf den Weg zur Schule vorbereiten.

Sicher auf dem SchulwegDer Weg zur Schule erfordert viel Aufmerksamkeit. (Foto by: altanaka / Depositphotos)

Den Schulweg mehrfach gemeinsam gehen

Bereits in den Ferien bietet es sich an, den Schulweg gemeinsam mit den Kindern zu proben. Dies sollte nicht erst am letzten Ferientag geschehen. Damit das Kind Sicherheit erlangt, muss der Schulweg mehrfach abgegangen werden. Zunächst erklären die Erwachsenen dem Kind, worauf es zu achten hat. Dass sie riskante Situationen meiden und stets Vorbild sind, sollte selbstverständlich sein.

Später muss das Kind allein entscheiden. Geht der Erwachsene einige Schritte hinter dem Kind, kann er helfend eingreifen, wenn dies erforderlich ist. Auch der Rückweg von der Schule nach Hause muss so häufig wie möglich geübt werden. Je routinierter das Kind ihn bewältigen kann, desto sicherer bewegt es sich. Erschwerend kommt für das Kind später hinzu, dass dessen Konzentrationsfähigkeit nach dem Unterricht stark nachlässt.

Das Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln üben

Fährt das Kind mit dem Bus zur Schule, sollte die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zuvor mit ihm geübt werden. Bereits der Aufenthalt an der Bushaltestelle oder auf dem Bahnhof birgt viele Gefahren. Damit das Kind später nicht unüberlegt reagiert, sollten ihm diese bewusst gemacht werden.

Ausreichend Zeit einplanen

Das Kind sollte sich niemals unter Zeitdruck auf den Schulweg begeben. Das frühzeitige Aufstehen verhindert, dass Stress überhaupt entsteht. Allerdings muss das Kind auch hieran gewöhnt werden. Die abrupte Umstellung auf einen anderen Tagesrhythmus würde dazu führen, dass das Kind unausgeschlafen zur Schule geht. Dann wiederum wäre es auf dem Schulweg unkonzentriert.

Die richtige Schultasche wählen

Mädchen auf dem SchulwegDas Kind sollte sich niemals unter Zeitdruck auf den Schulweg begeben. (Foto by: tan4ikk / Depositphotos)

Bei der Auswahl der Schultasche sollten Eltern weniger auf modische Aspekte achten als vielmehr auf die Sicherheit. Trägt das Kind die Tasche auf dem Rücken, beugt es nicht nur Haltungsschäden vor. Es kann sich auch besser nach allen Seiten orientieren. Wichtig ist allerdings, dass der Ranzen die richtigen Abmessungen hat. Besitzt er ein DIN-Zeichen, hat der Hersteller die geeigneten Proportionen gewählt. Mit Turnbeuteln, Zeichentaschen oder ähnlichem Zubehör sollten Kinder nur belastet werden, wenn sie es tatsächlich benötigen.

Am besten in der Gruppe gehen

Nach Möglichkeit sollten Schulkinder nicht allein zur Schule gehen. Entführungen, Gewalt- und Sexualdelikte an Minderjährigen sind leider nicht selten. Es bewährt sich, wenn das Kind mit mehreren Schulkameraden unterwegs ist oder wenn ein Erwachsener es begleiten kann. Eventuell können Eltern sich zusammenschließen und die Kinder abwechselnd zur Schule bringen.

Im Notfall erreichbar sein

Wenngleich die Benutzung des Handys bei Schulkindern umstritten ist, kann sie im Notfall wertvolle Zeit sparen. Notfallnummern sollten einprogrammiert werden, damit das Kind im entscheidenden Moment nur auf den entsprechenden Knopf drücken muss. Ansonsten sollten Kinder nicht während des Schulwegs telefonieren. Sie würden zu sehr vom Straßenverkehr abgelenkt.

Anfangs ohne Fahrrad zur Schule

Für viele Kinder bietet es sich an, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. So sind sie unabhängiger vom öffentlichen Nahverkehr und sparen gegenüber dem Fußmarsch Zeit. In den ersten Wochen jedoch sollten Kinder auf das Fahrrad verzichten. Sie benötigen zunächst Sicherheit beim eigenständigen Benutzen der Fußwege, beim Überqueren von Straßen und Ampelkreuzungen. Der zusätzliche Umgang mit dem noch ungewohnten Verkehrsmittel würde sie überfordern.


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