Sätze, die wir täglich zu unseren Kindern sagen sollten

Kinder sind so ziemlich das Beste, was uns in unserem Leben passieren kann. Natürlich treiben sie uns manchmal an den Rand des Wahnsinns und nicht immer findet alles, was sie machen, unseren Beifall. Trotzdem sind sie echte Bereicherungen für unser Leben, weil sie uns die Welt aus einer anderen Perspektive sehen und neu erfahren lassen. Ein guter Grund, ihnen die Wertschätzung und den Respekt entgegen zu bringen, den sie verdienen – und das jeden Tag!

Glückliche Mutter mit TochterKinder sollten wir als Eltern stets unterstützen und sie wertschätzen. (Foto by: valuavitaly / Depositphotos)

1. „Ich liebe dich“ und „Du bist mir wichtig“!

Diese Worte zeigen dem Kind, dass es eine wesentlichere Rolle spielt als das Auto und der Fernseher und dass es nicht nur ein gearbeiteter Punkt auf unserer to-do-Liste ist. Kurz gesagt, dass es eine wichtige Rolle in unserem Leben spielt und uns emotional berührt.
 
Selbstverständlich sollte wir das Kind nicht zum Herrscher über uns machen – aber mal ehrlich? Nicht nur Kinder, sondern auch wir möchten geliebt und anerkannt werden und wünschen uns daher, dass das auch jemand zum Ausdruck bringt.

2. „Du bist gut so wie du bist!"

Jedes Kind braucht positive Vorbilder, an denen es sich orientieren kann. Es möchte jedoch auch seine eigene Identität entwickeln und so angenommen werden wie es wirklich ist. Nicht nur sein, wie andere das gerne möchten.

Dadurch, dass wir es in seiner Individualität bestärken, entwickelt es mehr Selbstbewusstsein und lernt, sich und seine positiven Fähigkeiten besser zu entfalten.

3. „Ich vertraue dir!"

Würden wir unser Vertrauen jemandem aussprechen, der es nicht verdient hat? Wahrscheinlich würde uns das ein- oder zweimal und danach nie wieder passieren.

Wenn wir unserem Kind also vertrauen, bedeutet das, dass es in unseren Augen verantwortungsvoll handeln kann – ein Pluspunkt für das Selbstbewusstsein und das Bedürfnis, geschenktes Vertrauen nicht zu missbrauchen. Denn wer möchte schon wieder zurück gestuft werden?

4. „Ich glaube an dich – tu das auch!"

Ähnlich wie ich vertraue dir, beweist der Glaube an jemand anderen, dass wir denjenigen für eine fähige und kompetente Person halten: Sie hat vielleicht nicht immer auf Anhieb den absoluten Mut, ein Problem oder eine Herausforderung anzunehmen, ist der Sache aber dennoch gewachsen und kann diese durchaus bewältigen.

Ein gesundes Maß an Vorschussvertrauen bewährt sich fast immer; irgendwann kommt der Punkt, an dem das Kind weniger an sich selbst zweifelt und manche Dinge mit mehr Eigendynamik angeht.

5. „Sei ehrlich!"

Wie auch wir haben Kinder oft Angst vor unschönen Konsequenzen und verschweigen die Wahrheit oder Teile von ihr lieber als die Fakten direkt auf den Tisch zu legen. Daraus können sich im Laufe des Lebens aber Probleme entwickeln, die das eigentliche Grundproblem in den Schatten stellen und viel gravierender sind.

Daher ist es wichtig, dass das Kind den Mut aufbringt, zu dem zu stehen, was es gemacht hat und die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Wenn Aufrichtigkeit auf gesunde Art und Weise belohnt oder zumindest nicht zu hart bestraft wird, lassen sich viele Probleme noch in der Entstehung beseitigen.

Mutter mit KindKinder sind so ziemlich das Beste, was uns in unserem Leben passieren kann. (Foto by: luckyraccoon / Depositphotos)

6. „Nobody's perfect – du darfst auch Fehler machen!"

Logisch, manche Fehler sind im Vorfeld erkennbar und lassen sich vermeiden. Allerdings passieren auch uns manche Fehler, die nicht sein müssten – und solange wir aus ihnen lernen, ist alles in bester Ordnung.

Das Gleiche gilt selbstverständlich für Kinder, die ihr Handeln oft nicht so weit überblicken können wie wir. Kein Wunder, wenn also mal etwas schief geht.

Aus diesem Grund sollte unsere Erwartungshaltung an unsere jüngeren Familienmitglieder nicht astronomisch hoch sein. Sonst bekommen sie Angst, unseren Ansprüchen nicht gerecht werden zu können und trauen sich irgendwann nichts mehr zu. Dann schon lieber nach etwas Überlegen munter drauf los, korrigieren kann man sich immer noch.

7. „Du kannst immer zu mir / zu uns kommen, wenn du Sorgen hast!

Dieser Spruch muss absolut aufrichtig gemeint sein! Eine Lüge an dieser Stelle wäre für das Kind ein echter Vertrauensbruch und würde viel kaputt machen.

Wenn wir uns seines Vertrauens aber als würdig erweisen und ihm bei der Lösung seiner Probleme mit Rat und Tat zur Seite stehen, lernt es, einen sicheren Hafen und Rückhalt zu schätzen. Und wird diesen seinen Mitmenschen aller Voraussicht nach ebenfalls bieten.

Wichtig ist dabei aber vor allem, dass wir unserem Kind nicht mehr abnehmen als notwendig ist. Wenn es Hilfe benötigt, soll es diese im richtigen Maße bekommen. Wir Eltern sind aber nicht die 200%-ige Feuerwehr für Brände, die das Kind weitgehend alleine löschen kann.

8. „Halte dich an die Spielregeln und behandele andere mit dem Respekt, den du dir von ihnen erhoffst!

Abgemacht ist abgemacht – an das, was wir als Familie vereinbaren, müssen sich die Kinder genauso halten wie wir uns.

Allerdings entpuppen sich Verlässlichkeit und ein angenehmer Umgang miteinander als die besten Garanten für Sicherheit und Geborgenheit. Und genau das ist es, was sich Kinder von uns wünschen.


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