Kinder brauchen Regeln

Wer kennt es nicht? - Kinder fordern oft die Geduld ihrer Eltern und stellen die Nerven auf eine harte Probe. Für Kinder sind Regeln sehr wichtig. Doch die Trotzphase - oder andere Experimente der Kids mit den Regeln - können Eltern verzweifeln lassen.

Mutter mi Tochter Durch Regeln lernen Kinder was richtig und was falsch ist. (Foto by: alenkasm / Depositphotos)

Desto größer das Feld abgesteckt wird, desto weniger Regeln gibt es. Das ist einerseits gut - kann aber auch negative Ausmaße annehmen. Kinder brauchen Regeln. Jede Erziehung besteht aus Regeln. Diese muss der Nachwuchs einhalten. Auf diese Weise lernen Kinder was richtig und was falsch ist.

Gibt es Regelverstöße, folgen Konsequenzen. Diese können unterschiedlichen Ausmaßes sein. Vom Fernsehverbot bis zu Hausarrest - je nachdem, wie oft welche Regelverletzung durchgeführt wurde.

Eltern fallen gerne in zwei Extreme:

  • Entweder gibt es keine Regeln
  • das gesamte Kinderleben besteht aus Regeln

Desto mehr Regeln existieren, desto höher steht die Chance, dass eine Regelverletzung durchgeführt wird. Aus diesem Grund muss ein gesundes Mittelmaß bestehen. Welche Regeln den Eltern in der Erziehung wichtig sind, muss selbst definiert werden.

Die Revolution in Form der Trotzphase

Wichtig ist, dass die Regeln für die Kinder so fair wie möglich sind. Spätestens wenn sich der Nachwuchs ungerecht behandelt fühlt, wird er die Regeln nicht akzeptieren. Hier tritt auch erstmals die Trotzphase ein. Die kleine Revolution des Nachwuchses, der wissen will, wie weit er überhaupt gehen kann.

Viele testen die Grenzen aus - andere hingegen übertreten sie jedes Mal, weil sie zu eng gesteckt sind.

Klassische Regeln einer Erziehung können sein:

  • Beim Essen wird nicht mit dem Handheld oder anderen Konsolen gespielt
  • Vor dem Essen werden die Hände gewaschen
  • Vor dem Schlafgehengehen werden die Zähne geputzt
  • Es wird gegrüßt

Ähnliche und weitere Regeln kann man ohne Probleme aufstellen. Aber die Regeln müssen auch den Kindern nahe gebracht werden. Es bringt wenig, wenn Eltern Regeln aufstellen, den Kindern aber nicht erklären, warum es sie gibt. Daher sollten alle Regeln auch so gut wie möglich begründet und erklärt werden können!

Regelverstöße und andere Experimente

Kindererziehung Kleine Verbote können härtere Regelverletzungen gewichtiger bestrafen als verbale Zurechtweisung. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Erklärung

Auch bei Regelverstößen haben die Eltern die Pflicht zu erklären, warum es nun eine Bestrafung gibt. Nur wenn das Kind versteht, was die Regel und die Bestrafung bei der Nichteinhaltung (oder Regelverletzung) bedeutet, wird die Regel akzeptiert werden.

Bestrafung

Höflichkeit, Tischmanieren und andere Regeln sind wichtig in jeder Erziehung. Doch bei Regelverstößen muss gehandelt werden. Natürlich ohne Gewalt. Verbale Zurechtweisung hilft meist. Kleine Verbote können härtere Regelverletzungen gewichtiger bestrafen. Hierbei gilt es vor allem aufzuzeigen, dass das Verhalten immer auch Konsequenzen mit sich zieht.

Verbote

Werden Regeln öfters verletzt, können größere Verbote verhängt werden. Das Kind muss lernen, dass nicht alle Vorgehensweisen geduldet werden. Nur so ist es möglich, dass die Erziehung mit der Zeit Früchte trägt. Erzogene Kinder sind kein Zufall und nicht Glück. Erzogene Kinder haben gelernt, dass Regeln existieren. Regeln, die das ganze Leben lang existieren.

Ruhig bleiben

Wichtig ist auch der Dialog und dass Kinder lernen, dass Eltern die letzte Entscheidung haben. Auch wenn die Kinder wütend reagieren, ist es ratsam ruhig und bestimmt aufzutreten und sich durchzusetzen. Oft kommt man auch mit Lob besser an sein Ziel als mit Schimpfen.

Zeit für die Kinder nehmen

Wenn der Nachwuchs etwas falsch gemacht hat, soll man ihm trotzdem zeigen, dass er geliebt wird. Es soll immer nur das Verhalten des Kindes kritisiert werden, nie das Kind selbst. Man soll sich auch Zeit für seine Kinder nehmen, zum Beispiel zum Spielen oder zum Vorlesen. Wenn diese Zeit fehlt, fallen die Sprösslinge meist mit ihrem Verhalten auf, denn sie fordern es dann in einer anderen Form ein.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 17.02.2014
Überarbeitet am: 27.02.2020

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