Decke oder Schlafsack fürs Baby: Vor- und Nachteile

Decke oder Schlafsack fürs Baby? - Wir zeigen die unterschiedlichen Vor- und Nachteile auf.

Baby mit DeckeViele Eltern stelen sich die Frage: Decke oder Schlafsack? (Foto by: FamVeldman / Depositphotos)

Schlafsack

Vorteile

Zum Schlafen sollte dem Baby ein Schlafsack angezogen werden, besonders in den ersten 12 Lebensmonaten. Internationale Studien haben ergeben, dass bei Babys und Kleinkindern, die in einem Schlafsack nächtigen, die Säuglingssterblichkeit durch den plötzlichen Kindstod abgenommen hat. Natürlich gibt es für diesen auch noch weitere Auslöser, aber vielfach ist es zu Erstickungen gekommen, wenn die Babys die Decke über den Kopf gezogen haben.

Zudem kann sich Baby in einem Schlafsack schlechter auf den Bauch drehen, somit kann das Risiko für plötzlichen Kindstod reduziert werden.

Viele Kinder strampeln ihre Bettdecke nachts auch weg und liegen dann frei da. Das Kind friert und es kann schnell zur Unterkühlung und einer damit einhergehenden Erkältung kommen. Im Gegensatz dazu hält ein Schlafsack das Kinder die ganze Nacht schön warm.

Schlafsäcke für den Sommer und Winter

Schlafsäcke sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. So gibt es dünnere Modelle, die für den Sommer geeignet sich, aber auch gesteppte Varianten, die das Kind im Winter schön warmhalten.

Außerdem gibt es Schlafsack-Modelle, die einen Innen- und einen Außensack besitzen. Hiervon kann das dünnere Modell im Sommer genutzt werden. Werden die Tage kälter, werden einfach beide Schlafsäcke miteinander verbunden. Diese halten Ihr Kind im Winter dann schön warm.

Wichtiges für den Kauf

Beim Kauf eines Babyschlafsacks sollte vor allem auf dessen Qualität geachtet werden, wie zum Beispiel auf atmungsaktive Materialien (Baumwolle), auf eine gute Verarbeitung sowie auf einen weichen Stoff. Außerdem sollte die Öffnung für den Hals nicht größer als der Kopfumfang des Babys sein.

Die richtige Größe finden

Schlafsäcke sind in vier verschiedenen Größen erhältlich (70cm, 90 cm, 110 cm und 130 cm). Die Größe des Schlafsacks muss nach der Größe des Kindes gewählt werden.

Dabei sollte bedacht werden, dass das Kind im Schlafsack immer mindestens 10-15 cm Platz zum Strampeln haben sollte. Als Faustregel für die optimale Größe lautet: Körpergröße - Kopflänge + 10 Zentimeter.

Für Neugeborene sind spezielle Neugeborenenschlafsäcke erhältlich.  Hier eignet sich ein Modell mit einer Länge von 70 beziehungsweise 90 cm.

SchlafsackDie Größe des Schlafsackes muss nach der Größe des Kindes gewählt werden. (Foto by: nikkos / Depositphotos)

Mehrere Schlafsäcke

Generell empfiehlt es sich, immer zwei Schlafsäcke vorrätig zu haben. Wie schnell kann es passieren, dass Baby nachts einmal aufstößt und sich ein Teil der Milch oder des Breies auf den Schlafsack gelangt. Dieser muss dann erst gewaschen und getrocknet werden. Hier ist ein zweiter Schlafsack mehr als hilfreich.

Decke und Polster: Das gilt es zu beachten

Viele Eltern haben Angst davor, ihr Baby mit einer Decke zuzudecken, denn das Kind könnte sich in der Nacht die Decke über den Kopf ziehen und somit ersticken.

Wird eine Decke verwendet, gilt es folgende Punkte zu beachten:

  • Das Baby sollte mit den Füßen das Fußende des Bettes berühren, somit kann es nicht mehr weiter nach unten und unter die Decke rutschen.
  • Eine leichte Decke sollte anstelle einer schweren Daunendecke bevorzugt werden.
  • Große Decken sind ungeeignet. Besser eine Decke auf die Größe des Kindes bzw. des Bettchens abstimmen.

Ein Kopfkissen hat im Babybett nichts zu suchen. Spätestens dann, wenn sich die Kinder zur Seite drehen können, kann es passieren, dass sie ihren Kopf nicht mehr hoch- und durch das Kissen keine Luft mehr bekommen.

Decke UND Schlafsack?

Die gemeinsame Nutzung von Schlafsack und Decke ist nur in sehr seltenen Fällen notwendig. Ansonsten führt dies zur Überhitzung.

Fazit

Egal ob sich Eltern für einen Schlafsack oder eine Bettdecke entscheiden: Es sollte darauf geachtet werden, dass das Kind nicht friert oder schwitzt. Mit der Nackenprobe kann geprüft werden, ob dem Baby zu kalt oder warm ist.


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