Sperma von der Samenbank?

In der heutigen Zeit stehen viele Frauen erfolgreich mitten im Leben und verdienen mehr als so mancher Mann. Sie sind Single, doch einem Kind hätten sie viel zu bieten: Die Liebe einer Mutter, die ihnen auch den gelegentlichen kleinen Luxus gönnen kann, wenn sie möchte, bei der die Kleinen also nicht in Armut aufwachsen. Manche Paare haben auch das Problem, dass der Mann zeugungsunfähig ist und sich trotzdem Kinder wünscht, die er als seine eigenen erziehen kann. Die ideale Lösung für solche Fälle ist die Samenbank.

SamenbankWenn sich Frauen mit fremdem Sperma befruchten lassen wollen, tauchen einige Fragen auf. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos)

Was ist die Samenbank?

Die Samenbank setzt sich zusammen aus Samenspenden fruchtbarer Männer, die selbst aber keine Kinder zeugen wollen. Sie spenden ihr Sperma für Geld und ermöglichen es Frauen in verschiedenen Lebenslagen, schwanger zu werden, wenn sie das nicht mit einem festen Partner können oder wollen.

Spender werden nach sorgfältigen Kriterien ausgewählt, sodass man zumindest die Eckdaten des Vaters sehr genau kennen kann, wenn das wichtig ist. Es handelt sich um gesunde, nicht vorbelastete Männer. Manche Samenbanken ermöglichen es der Frau auch, das Sperma von Männern mit bestimmten Eigenschaften wie einem hohen IQ auszusuchen, auch wenn noch nicht genau nachgewiesen ist, wie sich solche Charakteristika vererben. Den Kindsvater wird man allerdings nie kennen lernen, auch wenn sich nachvollziehen ließe, wer er war.

Moralische Bedenken

Kind durch SamenspendeSperma von der Samenbank ermöglicht es Frauen ohne Partner schwanger zu werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Eine Samenbank ist aus medizinischer Sicht völlig unbedenklich. Die Spender werden vorher auf Erbkrankheiten und andere ungesunde Merkmale überprüft, sodass Frauen mit Kinderwunsch sehr wahrscheinlich nicht böse überrascht werden.

Allerdings ist es nichts für jede Frau, sich mit fremdem Sperma befruchten zu lassen. Dies ist eine Frage, die sich Frauen oder Paare vorher stellen sollten. Sie müssen wissen, wie sie damit umgehen wollen, dass sie den biologischen Kindsvater gar nicht kennen und diesen auch niemals kennen lernen werden.

Es ist ebenfalls sinnvoll, sich bereits vor der Befruchtung die Frage zu stellen, wie man dem Kind seine Entstehung erklären möchte.

All das sind moralische Fragen, die man auch mit dem betreuenden Arzt besprechen kann. Er hat Erfahrung auf diesem Gebiet und kann dabei helfen, die moralische Einstellung zu festigen oder der Frau die Angst davor zu nehmen, was sie tut, wenn sie sich trotzdem aus der Samenbank bedienen möchte. Dem Arzt kann man sich mit allen Anschauungen ohne Bedenken anvertrauen - er hat all das schon oft gehört und wird sich kein schlechtes Urteil bilden, wenn man letztendlich doch nicht mehr möchte.

Hier ist eine kurze Dokumentation über eine Samenspende für lesbische Paare:


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