Bonding

Ganz besonders bei der Geburt des ersten Kindes sind junge Mütter hohem Stress ausgesetzt, sowohl körperlich, als auch emotional. Und dann ist er plötzlich da, dieser hilflose kleine Mensch, auf den man sich so lange gefreut hat.

BondingDie Stunden nach der Geburt sollte man mit seinem Baby besonders genießen. (Foto by: Chalabala / Depositphotos)

Nicht jede Frau fühlt sich gleich als Mutter

Ein Kind auf die Welt zu bringen ist auch heute vielleicht noch die größte Leistung, die eine Frau in ihrem Leben bewältigen kann. So lange trägt man das Baby durch die Schwangerschaft, achtet auf seine Ernährung, bereitet sich auf die Geburt vor und richtet liebevoll das Babyzimmer ein, doch wenn es dann so weit ist, erleben viele Frauen die Geburt als eine Extremsituation, die ihnen alles abverlangt.

Angst, Schmerzen und völlige Erschöpfung beherrschen die Gefühle, und dann ist da plötzlich dieses winzige kleine Wesen, das einem von der lächelnden Hebamme liebevoll in den Arm gelegt wird. Diesen Moment erlebt natürlich jede Frau sehr intensiv, aber auch jede auf ihre Weise. Manche Mütter fühlen sich ihrem Kind zuerst fremd.

Das Gefühlsspektrum ist groß

Manche Frauen berichten davon, dass sie sofort das vertraute Gefühl hatten, einen Menschen im Arm zu halten, den sie immer schon gekannt haben. Mütter, die schon Kinder haben, sind manchmal erstaunt, weil das Gefühl vertraut ist, das Baby aber ein anderes, ein verwirrender Gefühlsmix.

Wieder andere Frauen spüren erst einmal nur eine Art von Gefühlstaubheit und müssen erst eine Bindung zu ihrem Baby aufbauen. Schwangerschaft und Geburt sind komplexe Vorgänge, die den gesamten Gefühlshaushalt durcheinander bringen, und nicht jede Frau kann direkt nach einer anstrengenden Geburt euphorische Gefühle empfinden.

Je länger man das Baby hält, umso mehr liebt man es

MutterliebeEine Bindung mit dem neugeborenen Baby aufzubauen ist sehr wichtig. (Foto by: HannaNes / Depositphotos)

Junge Eltern sollten sich auf jeden Fall Zeit lassen, die ersten Stunden mit dem Neugeborenen im Krankenhaus zu genießen und ihr Baby einfach nur auf sich wirken lassen.

Neugeborene duften so unwiderstehlich, dass man einfach nur ihren Geruch aufsaugen kann, den zarten Flaum auf dem Köpfchen streicheln und die winzigen Hände halten kann. Ganz schnell entwickeln Eltern so eine tiefe Bindung und selbstlose Liebe zu diesem kleinen Wesen. Dieses Band wird mit den nächsten Tagen immer intensiver und stärkt die Liebe der Eltern, so dass sie später auch gern bereit sein werden, schlaflose Nächte in Kauf zu nehmen.

Der „Babyblues“ oder die „Heultage“, die viele Mütter einige Tage nach der Geburt durchleben, sind übrigens eine völlig normale hormonelle Umstellung nach der Schwangerschaft und bedeuten nicht, dass eine Mutter sich über das Baby nicht freut.


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