Der 11. Monat im Leben eines Babys

Die meisten Babys sind schon erstaunlich mobil. Sie sind nicht mehr auf die Hilfe von Mama oder Papa angewiesen, wenn sie ein Spielzeug haben möchten, was außer Reichweite liegt. Sie krabbeln, robben oder rutschen einfach dorthin. Auch die Sprache entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit.

Baby mit BilderbuchBilderbücher sind wichtig, um die Sprachentwicklung von Baby zu fördern. (Foto by: irogova / Depositphotos)

Entwicklung

Manche Babys können jetzt schon einige Schritte laufen, entweder an der Hand von Mutter oder Vater oder sogar schon ganz allein. Die Sprachentwicklung schreitet in großen Schritten voran. Einfache Sätze und Anweisungen kann das Baby jetzt schon verstehen. Es selbst probiert immer neue Laute aus und kann vielleicht schon Mama, Papa und einiges mehr sagen, auch wenn es die wirkliche Bedeutung der Wörter noch nicht richtig kennt. Manchmal wird auch zum Papa Mama gesagt und umgekehrt, weil das Baby den Unterschied zwischen den Geschlechtern noch nicht beherrscht. Um die Sprachentwicklung zu fördern, kommen jetzt mehr und mehr Bilderbücher ins Spiel. Die Bücher sollten möglichst große Abbildungen und kräftige Farben haben. Das macht es dem Baby leichter, beim gemeinsamen Anschauen die Bedeutung zu verinnerlichen. Viele Babys haben jetzt schon Lieblingsbücher, die immer wieder angeschaut werden müssen. Allerdings ist die Konzentrationsfähigkeit noch kurz und es werden gern Seiten überblättert. Manchmal favorisiert das Baby in einem Buch nur eine bestimmte Seite, während alle anderen kein Interesse wecken.

Gesundheit

Obwohl das Baby schon recht gut allein sitzen kann, sollten Touren mit dem Fahrrad noch nicht zu lang ausfallen. Auf Dauer wird die zarte Wirbelsäule des Babys doch zu stark belastet. Durch die wachsende Mobilität der Kleinen kommt es öfter schon einmal zu kleineren Unfällen, da kann die Wohnung noch so babysicher ausgestattet sein. Blessuren am Kopf sind jetzt die häufigsten Notfälle, die verarztet werden müssen. Entweder das Kleine stößt an Tischbeinen oder Stühlen an oder es fällt bei Steh- und Gehversuchen um und schlägt dabei mit dem Kopf auf.

Nach schwereren Stürzen sollte das Baby genau beobachtet werden. Verhält es sich normal oder macht es einen benommenen Eindruck? Wenn es

  • erbricht
  • die Pupillen nicht auf Licht reagieren
  • und vielleicht noch Fieber dazu kommt,

hat es wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung, die ärztlich abgeklärt werden muss.

Verhält das Baby sich normal, sollte es nach der Versorgung der Beule mit einem Coolpack und Salbe dennoch die nächsten 24 Stunden genau beobachtet werden. Sind die Eltern sich unsicher, ist ein Arztbesuch besser als einer zu wenig.

Ernährung

Ernährungstechnisch ändert sich auch in diesem Monat nicht viel. Dem Baby darf immer wieder stückige Nahrung angeboten werden. Lehnt es diese weiterhin ab, kann das aber ruhig akzeptiert werden. Das Baby möchte wahrscheinlich immer alles probieren, was die Großen auf dem Teller haben. So lange es sich nicht um stark blähende Speisen (Kohl, Zwiebeln) oder scharf gewürzte Gerichte (zum Beispiel Chili con Carne) handelt, darf es auch ruhig probieren.

Baby Ernährung 11. LebensmonatDem Baby darf im 11. Lebensmonat immer wieder stückige Nahrung angeboten werden. (Foto by: teresaterra / Depositphotos)

Manche Babys verschmähen jetzt auch schon den Mittagsbrei und essen lieber leicht zerdrückte Kartoffeln und Gemüse vom normalen Familienessen. Auch das Essen mit den Fingern wird jetzt schon geübt, wenn dem Baby Stücke von Kartoffeln, Knödeln oder Nudeln gegeben werden. Manche Babys können jetzt schon eine Tasse halten, das Trinken daraus gestaltet sich am Anfang aber recht schwierig. Das ist nicht schlimm, denn manche Babys sind erst mit 18 Monaten soweit, dass sie aus einer Tasse trinken können. Die Tasse sollte deshalb spielerisch und ohne Zwang ausprobiert werden dürfen, am besten erst einmal mit wenig Wasser gefüllt.

Dies & Das

Das Baby wird mehr und mehr eine eigene kleine Persönlichkeit. Da kann es auch schon einmal zu einem ersten Auflehnen kommen, wenn es gegen den Willen des kleinen Menschleins geht. Da wird sich steif gemacht oder lauthals protestiert, wenn das Baby in den Kinderwagen gesetzt wird, obwohl es vom Arm aus doch einen viel besseren Blick auf seine Umgebung hat. Auch erste Verbote und Grenzen, die ihm von den Eltern gesetzt werden, quittiert es jetzt oft mit Unwillen. Es möchte nun einmal die Welt auf seine Weise erkunden und nicht dauernd auf Verbote stoßen. Das ist zwar verständlich, aus Sicherheitsgründen dennoch oft notwendig. Am besten ist es, verbotene oder gefährliche Gegenstände, wo es möglich ist, wegzuräumen, damit nicht zu viele Neins ausgesprochen werden müssen. Die gezogenen Grenzen sollten sich vorerst auf wenige Situationen beschränken, dafür aber konsequent eingehalten werden.


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