Ist ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel, den sogenannten Thrombus, verschlossen, handelt es sich um eine Thrombose. Zumeist sind es die tief gelegenen Becken- und Beinvenen, die von einer Thrombose betroffen sind. Als Risikofaktor zählt unter anderem langes Sitzen beispielsweise bei langen Reisen.
Thrombose (Blutgerinnsel)
Ist ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel, den sogenannten Thrombus, verschlossen, handelt es sich um eine Thrombose. Zumeist sind es die tief gelegenen Becken- und Beinvenen, die von einer Thrombose betroffen sind. Als Risikofaktor zählt unter anderem langes Sitzen beispielsweise bei langen Reisen.
Was ist eine Thrombose?
Eine Thrombose ist ein Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Sehr häufig kommt es zu Thrombosen in den Venen, vor allem in den Venen der unteren Körperhälfte (Bein- und Beckenvenen).
Doch auch die Herzhöhlen und Arme können von Thrombosen betroffen sein. Jedoch sind Thrombosen in den Gefäßen, die vom Herzen wegführen, den Arterien, eher selten.
Es ist wichtig, eine Thrombose so schnell wie möglich zu diagnostizieren, denn davon hängt der Therapieerfolg ab. Frauen sind von Beinvenenerkrankungen häufiger betroffen als Männer.
Die Ursachen für eine Thrombose
In der Regel entsteht eine Thrombose (Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel) durch folgende Ursachen:
- Wenn das Blut durch eine veränderte Blutzusammensetzung leichter gerinnt
- Wenn das Blut langsamer fließt
- Wenn die Gefäßwand geschädigt ist, zumeist durch eine Arteriosklerose
Dass es zu einer Thrombose kommt, begünstigen mehrere Risikofaktoren wie:
- Eine länger dauernde Bettlägrigkeit
- Eine vererbte Störung der Blutgerinnung
- Eine erhöhte Blutgerinnungsneigung nach Operationen oder nach einer Geburt
- Eine Verletzung oder Flüssigkeitsmangel
- Infektionskrankheiten
- Verschiedene Medikamente wie die Antibabypille
- Ein Lebensalter über 60 Jahre
- Ein Krampfaderleiden, eine ausgeprägte Varikosis
- Eine Herzinsuffizienz, Herzschwäche
- Ein Kreislaufschock
- Eine Schwangerschaft
- Zu langes Sitzen bei Fernreisen, besonders bei Risikopatienten
- Eine Arteriosklerose - Risikofaktoren dafür sind das Rauchen, Zuckerkrankheit oder Bluthochdruck
- Eine Gefäßentzündung u.a.
Die Symptome einer Thrombose
Meist sind die Symptome einer Thrombose eher untypisch.
Für eine Beinvenenthrombose können sich folgende Beschwerden einstellen:
- Die Venen an der Hautoberfläche zeichnen sich deutlicher ab, sogenannte Warnvenen
- Eine Überwärmung des Beins
- Das Bein schwillt zunehmend an, das Bein wird dicker
- Die Waden schmerzen auf Druck oder beim Beugen des Fußes
- Wird das Bein tief gelagert, macht sich ein Spannungsgefühl oder Schmerz bemerkbar, der einem Muskelkater ähnelt, u.a.
Wenn es sich um eine Thrombose im Arm handelt, schmerzt dieser sehr stark, er ist geschwollen und die Venen an der Hautoberfläche sind gut sichtbar.
Die Behandlung einer Thrombose
Behandlung: Auflösen des Blutgerinnsels durch Medikament oder operativ, Kompressionsstrümpfe, präventives Einnehmen von Medikamenten
Vordringliches Ziel der Therapie ist das Auflösen des Blutgerinnsels. Allerdings ist die Wirkung zeitlich beschränkt, denn nur innerhalb der ersten zehn Tage nach Entstehen der Thrombose, kann diese aufgelöst, und damit der Blutfluss wieder (ungehindert) wiederhergestellt werden.
Das kann zum einen durch Medikamente wie Heparin geschehen oder durch chirurgische Methoden.
Dabei stehen drei Operationstechniken zur Verfügung:
- Die offene Thrombektomie: Das Gerinnsel wird operativ entfernt.
- Der Ballonkatheder: Das Gerinnsel wird mit einem aufblasbaren Ballon an die Öffnungsstelle geschoben und dann entfernt.
- Die Kompressionsthrombektomie: Wird bei Beinvenen angewandt, das Gerinnsel kann mittels Druck aus der Vene gepresst werden.
Die Therapie ist darauf abgestimmt, ein erneutes Wachstum eines Blutgerinnsels zu verhindern und damit Komplikationen und Spätfolgen vermeiden zu können. Dafür erhält der Patient über eine Woche intravenös Heparin verabreicht.
Danach muss der Betroffene blutverdünnende Tabletten einnehmen, zumindest über eine Dauer von 6 Monaten. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist eine notwendige Unterstützung.
Regelmäßige Kontrollen sind erforderlich.
Kann man einer Thrombose vorbeugen?
Folgende Maßnahmen können einer Thrombose vorbeugen:
- Viel Bewegung wie gehen oder schwimmen
- Kalt abduschen der Gliedmaßen
- Viel trinken (Wasser, Saftschorlen, Kräuter- oder Früchtetees, etc.)
- Krankengymnastik
- Nach Operationen Stützstrümpfe tragen
Bestimmte Risikofaktoren wie Rauchen, langes Sitzen oder Stehen oder Übergewicht sollten vermieden werden. Manche pflanzliche Venenmittel können einen positiven Effekt haben, wie rotes Weinlaub.
Weitere Informationen zum Thema Thrombose
Interessante Lektüre zum Thema Thrombose findet man im gut sortierten Buchhandel. Dabei werden Risikofaktoren und deren Vermeidung, wie die Raucherentwöhnung, speziell behandelt.
Gute Tipps finden sich auch im Internet und natürlich sind Ärzte immer die besten Ratgeber und Ansprechpartner.