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Schlafstörungen

Oft treten Schlafstörungen vorübergehend auf, dann sind sie auch keine eigentlichen Störungen. Doch wenn Schlafstörungen über Wochen oder Monate anhalten, führt das zu Leistungsabfall, permanenter Müdigkeit und Konzentrationsverminderung. Schlafstörungen können aber auch Symptome verschiedener Erkrankungen wie Depressionen sein.


Was sind Schlafstörungen?

Schlafstörungen umfassen viele Störungen des gesunden Schlafes und werden nach Form, Dauer und Ursache unterschieden in:
  • Akute Schlafstörungen, Dauer bis zu drei Wochen

  • Chronische Schlafstörungen, Dauer über drei Wochen


Weiters werden die Schlafstörungen unterteilt in:
  • Störungen des Einschlaf- bzw. Durchschlafverhaltens (Insomnien/Hyposomnien): Viele Ursachen wie Alkohol, Erkrankungen, Depressionen, etc.

  • Störungen des Schlaf/Wachrhythmus: Bsp. nach Fernflügen, Schichtarbeit

  • Erhöhte Tagesmüdigkeit: Trotz ausreichender Schlafdauer, vermehrtes Schlafbedürfnis am Tag, evtl. gestörte Atmung beim Schlaf

  • Krankhafte Begleitsymptome während des Schlafes (Parasomnie): Bsp. Schlafwandeln, Albträume, etc.


Die Ursachen für Schlafstörungen

Die Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig und reichen von beruflichen oder familiären Problemen bis zu körperlichen Schmerzen.

Folgende Faktoren werden unterschieden:
  • Physikalische Ursachen: Licht, Lärm, Zimmertemperatur, etc.

  • Physiologische Ursachen: Falsche Hygiene im Schlafbereich, Schichtarbeit

  • Psychologische und psychisch-neurologische Ursachen: Stress, Ärger, Manie, Depressionen, Epilepsie, etc.

  • Pharmakologische Ursachen: Nikotin, Alkohol, Kaffee, Medikamentennebenwirkungen, etc.

  • Organische Ursachen: Internistische Erkrankungen, Schmerzen, Schlafapnoe, etc.


Die Symptome bei Schlafstörungen

Schlafstörungen äußern sich je nach Form unterschiedlich. So dauert bei den Einschlafstörungen das Einschlafen von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden.

Konzentrationsschwächen, Stimmungsschwankungen bis zu Kopfschmerzen sind die Folge. Bei Störungen des Schlaf/Wachrhythmus ist Übermüdung in den Wachzeiten ein typisches Symptom.


Die Behandlung bei Schlafstörungen

Behandlung: Allgemeine Maßnahmen, Medikamente

In erster Linie ist es Ziel der Behandlung, die Ursache für die Schlafstörungen zu finden. Sind die Ursachen organisch oder psychisch, sollte versucht werden, diese Grunderkrankungen zu behandeln und so lange wie möglich ohne Schlafmittel auszukommen.


Schlafhygiene:
  • Ausreichend Bewegung am Tag, nicht vor dem Schlafengehen

  • Schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen vermeiden

  • Alkohol ist schlaffördernd, doch das Durchschlafen kann gestört werden

  • Cola, Tee oder Kaffee am Abend meiden

  • Gut durchlüfteter Schlafraum

  • Keine (wenig) Geräusche, Licht minimieren

  • Erst ins Bett gehen, wenn man müde ist

Entspannungstechniken (autogenes Training, u.a.) können hilfreich sein. Ein warmes Vollbad mit Melisse oder Lavendel kann schlaffördernd wirken, ebenso warme Getränke wie Tee. Die Hände 10 bis 30 Sekunden in kaltes Wasser halten beruhigt Herz und Kreislauf.

Tipp für einen Schlummertrunk: 5g Fenchel, 5g Kümmel, 20g Pfefferminze und 20g Baldrian (Wurzel) vermischen und mit heißem Wasser aufgießen. Eventuell mit Honig süßen. Auch Milch mit Honig ist wirksam.

Es ist wichtig, nicht nervös zu werden, wenn man nach einer Stunde noch nicht eingeschlafen ist. Am besten ist es, wieder aufzustehen, sich zu beschäftigen und erst wenn man wieder richtig müde ist, nochmal zum Schlafen hinlegen.

Nur wenn alle allgemeinen Maßnahmen nicht nützen, können Medikamente eingenommen werden, jedoch nur unter Kontrolle eines Arztes.


Weitere Informationen zu Schlafstörungen

Schlafstörungen können auf Dauer zu psychischen und körperlichen Belastungen führen. Darum ist es wichtig, auf eine gesunden und ausreichenden Schlaf zu sorgen.

Viele interessante Tipps erhalten Betroffene im Internet in speziellen Foren. Schlaflabors bieten umfangreiche Hilfestellungen.

In erster Linie sollte man sich ein „Zubettgehritual“ zurechtlegen wie lesen oder ein entspannendes Bad.

Gute Bücher zum Thema, mit vielen Tipps und Hausmitteln, bietet der Buchhandel. Wichtig: Schlafmittel nie ohne ärztliche Verordnung einnehmen!
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