Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe)

Bildet sich vermehrt Flüssigkeit außerhalb der Körperzellen und sammelt sich diese im Gewebe oder in bestimmten Körperräumen spricht man von Ödemen. Ödeme können sich vorübergehend bilden, wie bei hormonell bedingten Veränderungen vor der Regelblutung, aber auch aufgrund einer schweren Erkrankung auftreten.

Wenn sich vermehrt außerhalb der Körperzellen Flüssigkeit bildet und diese sich im Gewebe oder in bestimmten Körperräumen wie der Bauchdecke sammelt, handelt es sich um Ödeme. Das Wasser tritt aus den Gefäßen aus.

Charakteristisch sind schwere, dicke Beine abends und auch Ödeme in den Fußknöcheln. Ödeme können überall am Körper auftreten, sie kommen bei vielen Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen vor.

Oft sind sie harmlos und gehen schnell vorüber, beispielsweise wenn es sich um hormonelle Veränderungen vor der monatlichen Menstruationsblutung handelt. Doch liegen den Ödemen auch schwere Erkrankungen zugrunde, wie eine Herzinsuffizienz.

Drückt man auf ein Ödem, bleibt typischerweise eine Delle zurück.

Ursachen für Ödeme

Kommt es zu einer Wasseransammlung im Gewebe, also zu einem Ödem, kann das viele Ursachen haben, wie unter anderen:

  • Erkrankungen des Herzens wie eine Herzinsuffizienz, Herzentzündungen, etc.
  • Venenschwächen oder Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen der Leber wie eine Leberzirrhose
  • Erkrankungen der Nieren wie eine Nierenentzündung
  • Hormonell bedingte Ursachen, wie Schwangerschaft oder eine Schilddrüsenunterfunktion bzw. eine Überfunktion der Schilddrüse
  • Verschiedene Medikamente, wie Kortison oder Acetylsalicylsäure
  • Entzündungen, Infektionen oder Allergien
  • Ein Eiweißmangel
  • Tumore, neurologische Krankheiten
  • Bei Verletzungen, beispielsweise Sportverletzungen

Zusätzlich kommen je nach Auftreten und Ursache Sonderformen von Ödemen vor, wie beispielsweise ein Lymphödem.

Behandlung von Ödemen

An erster Stelle steht die Behandlung der ursächlichen Erkrankung, die das Ödem auslöst. Langfristig ist Sport und viel Bewegung die beste Therapie, denn dadurch wird die Muskelpumpe positiv angeregt, das Wasser wird aus dem Gewebe dadurch herausgepresst. Betroffene Gliedmaßen (wie die Beine) sollten hochgelagert werden, um das Abschwellen zu erleichtern.

Bei Beinödemen kann eine Kompressionstherapie sinnvoll sein. Pneumatische Bandagen fördern die Durchblutung und sorgen für eine Linderung der schmerzen und der Schwellung. Mittels eines speziellen Gerätes wird dabei Druck auf die Ödeme ausgeübt, das Gewebewasser sollte dadurch besser abfließen können.

Weiters ist eine spezielle Streichmassage, die sogenannte Lymphdrainage, bei Ödemen hilfreich um möglichst schnell das Gewebewasser abzutransportieren. Zusätzlich können entwässernde Medikamente (Diuretika) angewandt werden. Alle diese Maßnahmen bekämpfen aber nur das Ödem an sich, nicht die ursächliche Erkrankung. Wenn es sich beim Ödem als Ursache um eine Venenschwäche handelt, werden oft pflanzliche Venenmittel mit rotem Weinlaub eingesetzt. Außerdem können bei Venenschwäche Mittel wie Troxerutin oder Aescin hilfreich wirken.

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