Wenn der Blutdruck zu niedrig ist, kann es zu Müdigkeit, Schwindel und kalten Füßen und Händen kommen, ansonsten ist ein zu niedriger Blutdruck aber ungefährlich. Niedriger Blutdruck kann unter anderem durch Stresssituationen, bei jungen schlanken Mädchen oder in stark beheizten Räumen auftreten.
Was ist ein niedriger Blutdruck?
Bei einem zu niedrigen Blutdruck liegt der systolische Wert, er entsteht beim Zusammenziehen des Herzens und dem Pumpen des Blutes in die Arterien, unter 100 mmHg. Der diastolische Wert, er entsteht beim anschließenden Erschlaffen des Herzens, liegt unter 65 bis 60 mmHg.
Ein zu niedriger Blutdruck führt meist zu keinen Schäden an den Organen oder den Gefäßen.
Häufig von einem niedrigen Blutdruck betroffen sind:
- Junge Mädchen in der Pubertät, seltener auch männliche Jugendliche
- Sehr schlanke junge Frauen
- Frauen während der Schwangerschaft
- Wenn Frauen an Essstörungen leiden wie Bulimie oder Magersucht
- Bei sehr schlanken, hageren älteren Menschen
Die Ursachen für niedrigen Blutdruck (Hypotonie)
Die Ursachen für niedrigen Blutdruck werden in die primäre und sekundäre Hypotonie unterteilt.
Primäre Hypotonie:
Am häufigsten kommt diese Form des niedrigen Blutdrucks vor. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, jedoch handelt es sich in vielen Fällen um junge, sehr schlanke Menschen und überwiegend Frauen, sodass davon ausgegangen wird, dass genetische sowie umweltbedingte Faktoren Auslöser sein könnten. Sinkt der Blutdruck drastisch ab, spricht man von einem Kollaps.
Sekundäre Hypotonie:
Bei dieser Form des niedrigen Blutdrucks liegt eine Grunderkrankung wie eine Herzinsuffizienz oder eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Auch können sehr starke Blutungen oder Flüssigkeitsverlust die Ursache für eine sekundäre Hypotonie sein.
Die Symptome von niedrigem Blutdruck (Hypotonie)
Zumeist bemerken Betroffene bei einem niedrigen Blutdruck keine Symptome. Wenn es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel oder Ohnmacht kommt, ist der Grund dafür eine verminderte Durchblutung des Gehirns.
Jetzt kommt das sogenannte sympathische Nervensystem zum Tragen, welches für einen Ausgleich des Blutmangels sorgt. Durch die dadurch beschleunigte Herzfrequenz schwitzt oder friert der Betroffene.
Die charakteristischen Symptome für niedrigen Blutdruck sind:
Antriebsarmut
Müdigkeit
Ohrensausen
Schlaflosigkeit
Kalte Füße und Hände
Die Behandlung von niedrigem Blutdruck (Hypotonie)
Behandlung: allgemeine Maßnahmen, Medikamente (Fludrokortison, Dihydroergotamin, etc.)
Prinzipiell sollte die Behandlung, da ein niedriger Blutdruck in der Regel nicht gefährlich ist, durch allgemeine Maßnahmen wieder eingestellt werden. Medikamente werden nur eingesetzt, wenn keine Besserung eintritt.
Allgemeine Maßnahmen sind unter anderen:
- Abwechselnd warme und kalte Wechselduschen
- Massagen zum Herzen hin (Bürstenmassagen)
- Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen oder Tanzen
- Das Vermeiden von Überbelastung oder Übermüdung
- Entspannungsübungen wie Yoga
- Eine eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zu Bluthochdruck)
- Viel Trinken, mind. 2 bis 3 Liter pro Tag, natriumreiches Mineralwasser oder Obst- und Gemüsesäfte sowie Kräuter- und Früchtetees (Koffein hilft nur bedingt und vorübergehend)
- Schlafen in erhöhter Lage
Helfen diese Maßnahmen auf dauer nicht, können Medikamente eingenommen werden wie Mineralkortikoide oder Sympathometika.
Komplikationen gibt es bei niedrigem Blutdruck kaum, da sich die Symptome meist bei konsequenter Einhaltung der allgemeinen Maßnahmen von selbst einstellen.
Indirekt kann ein Patient aber ohnmächtig werden und schwer stürzen, darum besteht Verletzungsgefahr.
Kann man einem niedrigen Blutdruck vorbeugen?
Regelmäßiger Sport ist die beste Vorbeugungsmaßnahme. So wird die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße optimal stabilisiert.
Um Folgeschäden durch Stürze vorzubeugen, sollten zu schnelle Lagewechsel gemieden werden. Verspürt der Betroffene die typischen Symptome wie kalten Schweiß, sollte er sich hinlegen und die Beine hoch lagern.
Weitere Informationen zum Thema niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Viele Fragen zum Thema niedriger Blutdruck können im Internet beantwortet werden, ebenso finden sich reichlich gute Tipps. Natürlich ist immer ein Arzt der beste Ansprechpartner.