Verkühlung der Nieren

Nierenschmerzen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Es kann sich dabei um eine leichte Verkühlung der Nieren handeln, sie können aber auch auf eine ernsthafte und vielleicht chronische Erkrankung hindeuten. Besonders, wenn beide Nieren betroffen sind, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nur eine Urinuntersuchung kann genauen Aufschluss geben.

Frau hat sich die Nieren verkühlt

Nierenschmerzen unterscheiden sich zwar von Rückenschmerzen, werden aber leider oft verwechselt. Sie verstärken sich meist bei ausgeübtem Druck in der Beckenkammregion. Oft machen sie sie sich durch stechende Schmerzen im unteren Rücken und an den Flanken bemerkbar. Bei Nierenschmerzen sollte man immer einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache festzustellen. Es können nämlich auch Nierensteine, eine Nierenbeckenentzündung oder sogar Tumore dahinter stecken. Bei einer Entzündung der Nierenkörper lassen sich bereits vermehrt rote Blutkörperchen sowie Eiweiß im Urin feststellen.

Die Nieren sind äußerst wichtige Organe, denn sie sind für die Entgiftung unseres Körpers zuständig. Eine Niereneinschränkung macht sich sofort bemerkbar. Wer sich beim Baden, Motorradfahren oder Sport nicht warm genug anzieht oder starken Winden aussetzt, führt auf dadurch schnell eine Nieren Verkühlung herbei. Nierenerkältungen, wie man sie im Volksmund auch nennt, sind meist recht schmerzhafte Erkrankungen, die chronisch werden können. Oft geht eine Nierenverkühlung auch mit einer Blasenentzündung einher, die sich durch Brennen beim Wasserlassen zeigt. Kommt Fieber hinzu, sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Ursachen für verkühlte Nieren

Häufig führen Erkrankte die Unterkühlung der Nieren durch Leichtsinn herbei. Manchmal ist auch eine bakterielle Entzündung die Ursache für den dumpfen Schmerz in der Nierenregion. Eine verschleppte Blasenentzündung ist bei Frauen oft der Grund für eine Nierenbeckenentzündung. Diese tritt immer mit starkem Schmerzen an den Seiten auf. Häufig werden sie leider mit Rückenschmerzen verwechselt, sodass die Betroffenen viel zu spät den Arzt aufsuchen.

Nieren sind empfindlich gegen Nässe, Unterkühlung und Infektionen. Auch Ernährungsfehler machen sich in den Nieren schnell bemerkbar. Wer beim Motorradfahren ohne Nierenschutz unterwegs ist, sorgt für eine schädliche Unterkühlung seiner Nieren. Starke Winde schädigen ebenso wie das Sitzen auf kalten Steinen. Nach dem Baden sollte man daher nasse Kleidung möglichst sofort ausziehen und trockene Kleidung anziehen.

Auch Harnabflussstörungen können eine Ursache für Nierenbeschwerden sein. Diese treten häufig in der Schwangerschaft auf, wenn die Gebärmutter auf den Harnleiter drückt. Harnsteine können ebenfalls den Harnabfluss stören. Doch in den meisten Fällen kommt es zur Verkühlung, weil Betroffene zu lange auf kalten Steinen sitzen oder zu luftig angezogen sind.

Symptome von verkühlten Nieren

Eine Verkühlung der Nieren äußert sich durch Schmerzen im Nierenbereich, die sich bei Druck oder leichten Schlägen mit dem Zeigefinger verstärken. Sie kann einseitig rechts oder links oder beidseitig auftreten. Sind die Nierenschmerzen einseitig, beziehen sie sich auf eine Niere. Kann man den Schmerzbereich genau lokalisieren und abgrenzen, können auch Nierensteine die Ursache sein.

Man muss den Schmerz konkret lokalisieren können. Das geht am besten durch eine ärztliche Diagnose. Die ist auch wichtig, um Nierenschmerzen nicht mit Rückenschmerzen zu verwechseln. Fieber in Verbindung mit Nierenschmerzen ist ein Symptom für eine ernstere Erkrankung. Treten mit den Schmerzen im Nierenbereich zusätzlich Übelkeit, Fieber und eventuell sogar Erbrechen auf, handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um eine Nierenentzündung. Diese muss immer mit Medikamenten behandelt werden.

Untersuchungen und Diagnose

Langes Sitzen auf kalten Steinen und viel zu leichte Kleidung führt dazu, dass Frauen nicht nur eine Blasen-, sondern sogar eine Nierenbeckenentzündung bekommen können. Im Harnwegesystem befinden sich immer schädliche Keime, die bei einer gesunden Immunabwehr absolut ungefährlich sind. Erst bei einer Unterkühlung des Unterleibes kommt es zu einer Schwächung des Immunsystems und die vorhandenen Keime vermehren sich explosionsartig. Auf diese Weise kann schnell eine gefährliche Nierenentzündung entstehen.

Fehlfunktionen der Nieren werden häufig auch bei Routineuntersuchungen des Blutes erkannt. Anders bei Beschwerden, die die Betroffenen zum Arzt führen. Der Arzt befragt den Patienten nach seiner Krankengeschichte und lässt sich seine Beschwerden schildern. Zur körperlichen Grunddiagnose gehört die Suche nach sichtbaren Krankheitszeichen, wie zum Beispiel gelbliche Färbung oder Wassereinlagerungen in der Haut.

Zur genauen Feststellung der Ursache für Nierenschmerzen benötigt der Arzt eine Urinprobe, die auf Blut und Eiweiße untersucht wird. Die Urinuntersuchung ist die wichtigste Untersuchung. Hier werden Harnsäure, Eiweiße und Zuckergehalt überprüft. Unter dem Mikroskop erkennt der Arzt die Beimengungen von Blut oder Bakterien. Die Harnstoffe geben auch Auskunft über mögliche Stoffwechselerkrankungen.

Befindet sich bereits Blut im Urin, bedarf es einer genauen Klärung. Die Ursachen können vielfältig sein, meist steckt jedoch eine Entzündung dahinter. Daraus leitet er die erforderliche Therapie ab. Besteht Verdacht auf andere Nierenerkrankungen, müssen gezieltere Diagnoseverfahren, wie zum Beispiel eine Röntgenuntersuchung der Nieren mit Kontrastmitteln, angewendet werden.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Frau mit verkühlten Nieren trinkt Tee und hält sich warm

Wärme ist bei verkühlten Nieren die beste Therapie. Dazu helfen beispielsweise

  • warme Kirschkernkissen
  • eine Wärmflasche
  • außerdem ist es wichtig viel zu trinken. Am besten, man greift zu speziellem Nieren- und Blasentees oder zu Grüntee, der verträglich und Nährstoffreich ist.

Ruhe, Flüssigkeitszufuhr und Wärme helfen am allerbesten, denn durch die Flüssigkeit werden die Bakterien am schnellsten aus dem Nieren gespült. Alkohol sollte man auf jeden Fall vermeiden.

Bessern sich die Symptome nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Dann helfen höchstwahrscheinlich nur Medikamente, die Entzündung zu bekämpfen. Damit diese nicht chronisch wird oder sich auf andere Organe ausbreitet, gibt man in der Regel Antibiotika. Sobald die Nierenbeschwerden in Verbindung mit Fieber auftreten, ist immer der Arzt aufzusuchen. Das Gleiche gilt für Nierenschmerzen in der Schwangerschaft. Denn der Druck auf die Harnwege kann zu einem Nierenstau mit Gefahren für Mutter und Kind führen.

Eine nicht behandelte Unterkühlung der Nieren kann eine Nierenbeckenentzündung herbeiführen. Leiden erkrankte Frauen häufig an einer verkühlten Niere, können daraus chronische Nierenprobleme entstehen, die auch Nierensteine begünstigen. Eine zu spät behandelte Nierenbeckenentzündung ist sehr heimtückisch, denn sie kann eine Blutvergiftung oder eine dauerhafte Schädigung der Nieren verursachen.

Prävention und was ich selbst tun kann

Viel trinken ist das A und O bei Nierenerkrankungen. Zur Prävention eignen sich besonders Mineralwasser und grüner Tee. Der Tee enthält Flavonoide, welche die Zellen und Gefäßwände schützen. Eine Tasse Kaffee ist auch nicht schädlich. Im Gegenteil, sie belebt, regt das Herz an und regt durch das Koffein die Wasserausscheidung an. Kleine Mengen Alkohol wirken harntreibenden und können durchaus getrunken werden, um die Niere gut zu spülen.

Nicht angebracht sind salzhaltige und stark zuckerhaltige Getränke wie beispielsweise Cola. In Cola sind relativ viele Phosphate enthalten, die bei stärkerer Konzentration zu einer Nierenschädigung führen können. Salze binden Wasser im Körper. Das führt dazu, dass die Niere viel mehr arbeiten muss und mehr Energie verbraucht.

Trinken wir zu wenig, stellt die Niere nach und nach ihre Funktion ein. Auf diese Weise steigt das Risiko für Nierensteine erheblich. Gerade ältere Menschen, deren Durstgefühl mit dem Alter abnimmt, müssen darauf achten, viel zu trinken. Wer eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich trinkt, beugt einer Nierenerkrankung am besten vor. Damit werden Bakterien einfach aus dem Nieren gespült.

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