Wenn sich Körperfett über das Normalmaß hinaus ansammelt, spricht man von Adipositas. Eine Vorstufe ist das Übergewicht – erreicht das Übergewicht einen Body-Maß-Index über 30, gilt das als Adipositas oder Fettsucht. In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der übergewichtigen Menschen extrem angestiegen.
Was ist Übergewicht?
Vermehrt sich das Körperfett über das normale Maß hinaus und das Körpergewicht erhöht sich, spricht man von Übergewicht.
Nach dem Body-Maß-Index oder BMI, errechnet aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat, reicht das Normalgewicht bis zu einem BMI von 25, von 25 – 30 spricht man von Übergewicht und bei einem BMI über 30 von Adipositas oder Fettsucht.
Beispeil einer Berechnung: Frau 67 kg, 1,60m Größe = 67:2,56 ergibt BMI von 26,17 - leichtes Übergewicht.
Die Ursachen für Übergewicht
In erster Linie liegen die Ursachen für Übergewicht an falschem Essverhalten. In den westlichen Industrieländern nehmen die Menschen mehr Kalorien zu sich, als sie für den Energiebedarf tatsächlich brauchen.
Die Nahrungszusammensetzung an sich ist falsch – zu viel Fette, Kohlenhydrate und dazu zu wenig Ballaststoffe. Auch Getränke werden unterschätzt, wie Bier oder Fruchtsäfte.
Zudem spielt das Essverhalten eine Rolle, Menschen mit Übergewicht essen häufig schneller und öfter, was ein falsches Sättigungssignal herbeiführt. Weiters ist mangelnde Bewegung ein erheblicher Faktor unserer modernen Gesellschaft.
Doch auch psychische Faktoren tragen zu Übergewicht bei: Stress, Ärger, Langeweile, Unausgeglichenheit oder Angst lösen oft Heißhungerattacken aus.
Weiters werden genetische Ursachen für Übergewicht diskutiert, weil in bestimmten Familien gehäuft Übergewicht auftritt.
Ob dafür genetische Faktoren verantwortlich sind oder es sich um falsches Essverhalten in der Familie handelt, wird noch diskutiert.
Ebenso kann das Einnehmen von Medikamenten (Antibabypille, Antidepressiva, u.a.) auf Dauer zu Übergewicht führen.
Hormonelle Erkrankungen sind weitere Faktoren für die Entstehung von Übergewicht, eine Schwangerschaft, Bettlägrigkeit oder der Verzicht auf das Rauchen fördert unter Umständen eine Gewichtszunahme.
Die Symptome bei Übergewicht
Geringes Übergewicht führt in den meisten Fällen zu keinen Erkrankungen, handelt es sich aber um Adipositas, kann das folgende Krankheiten zur Folge haben:
- Diabetes mellitus
- Störungen des Stoffwechsels
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Lungenerkrankungen
- Tumore (Bsp. Gebärmutter, Prostata, Brust, Niere, u.a.)
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- Gelenksbeschwerden
- Psychosoziale Faktoren (Depressionen entstehen aufgrund Unzufriedenheit und sozialer Ausgrenzung, u.v.m.)
Die Behandlung bei Übergewicht
Behandlung: Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie, Medikamente, Operation
Bei einem Übergewicht im Rahmen eines BMI Wertes bis 29,9 muss keine Behandlung erfolgen.
In jedem Fall ist es wichtig, die Behandlung langfristig anzudenken, Crash Diäten beispielsweise sind wegen des Jo-Jo-Effektes sinnlos.
So ist die Behandlung bei Adipositas in drei wichtigen Säulen eingeteilt:
- Ernährungstherapie
- Bewegungstherapie
- Verhaltenstherapie
Helfen alle diese Maßnahmen nicht und der BMI liegt über 30, können gewichtsreduzierende Medikamente helfen.
Liegt der BMI über 40, sind operative Maßnahmen (Verkleinerung des Magens) sinnvoll. Fettabsaugen hilft nur bedingt, da sie nur optisch an bestimmten Stellen eine Reduktion des Fettes bewirkt.
Kann man Übergewicht vorbeugen?
Durch eine ausgewogene Ernährung und ein ausreichendes Maß an Bewegung kann Übergewicht vorgebeugt werden.
Weitere Informationen zu Übergewicht
Ernährungsberater können beim Erstellen eines optimalen Speiseplans helfen. Sportmediziner entwerfen gemeinsam mit ihren Patienten individuelle Trainingspläne.
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Mit einfachen Mitteln wie gesunder Ernährung oder regelmäßiger Bewegung kann extremes Übergewicht vermieden werden – das schützt vor vielen Krankheiten.