Lungenkrebs ist eine relativ häufige Krebserkrankung, die aufgrund der Symptome (Husten, Atemnot, etc.) oft spät diagnostiziert wird. Hauptrisikofaktor um an Lungenkrebs zu erkranken ist das rauchen, 90% aller Erkrankten waren oder sind Raucher. Die Heilungschancen bei Lungenkrebs stehen insgesamt eher ungünstig.
Was ist Lungenkrebs?
Bei Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Lunge welcher in den Zellen der Atemwege – den Bronchien – entsteht.
Die Bronchien-Zellen entarten und es folgt eine unkontrollierte Vermehrung, Teilung der Zellen und dadurch zur Zerstörung von gesundem Gewebe.
Unterschieden werden zwei Arten des Bronchialkarzinoms:
- Die kleinzelligen Bronchialkarzinome: Sie bilden schon früh Metastasen und sind sehr aggressiv, die Prognose ist relativ ungünstig.
- Die nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome: Sie bilden seltener Metastasen und wachsen in der Regel in bestimmten Lungengebieten, die Prognose ist wesentlich besser.
Männer sind öfter von Lungenkrebs betroffen als Frauen, das Durchschnittsalter der Lungenkrebserkrankung liegt zwischen 55 und 70 Jahren.
Die Ursachen für Lungenkrebs
Von den existierenden und für Lungenkrebs verantwortlichen giftigen Substanzen ist das rauchen der Hauptrisikofaktor. In etwa 90% aller Lungenkrebsfälle sind oder waren aktive Raucher.
Ein Raucher hat gegenüber einem Nichtraucher ein 40mal höheres Risiko an einem Lungenkrebs zu sterben, bei Passivrauchern liegt dieser Faktor bei rund 2.
Weitere giftige Substanzen, die krebserregend wirken sind unter anderen:
- Asbest, Asbeststaub (Feuerschutzisolation, Bremsbeläge, u.a.)
- Verbindungen mit Arsen
- Verbindungen mit Chrom IV (Galvanik, verunreinigter Zement, u.a.)
- Nickel (Modeschmuck, u.a.)
- Sogenannte polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe (Kokereirohgase, Benzol im Kraftstoff, u.a.)
- Quarzstaub
- Radioaktive Substanzen
Zumeist haben die Betroffenen an ihrem Arbeitsplatz Kontakt mit oben genannten Stoffen.
Weitere Ursachen für Lungenkrebs können Lungennarben (nach Verletzungen oder Entzündungen) oder genetische Veranlagung sein.
Die Symptome bei Lungenkrebs
Die ersten Anzeichen für eine Lungenkrebserkrankung wie Husten, Schweratmigkeit und Brustschmerzen treten auch bei normalen Erkältungen auf. Darum wird Lungenkrebs häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.
Ein länger anhaltender Husten sollte daher unbedingt ärztlich abgeklärt werden, insbesondere wenn der Betroffene Raucher, männlich und über 40 Jahre alt ist.
Ist der Lungenkrebs bereits fortgeschritten, kommt es bei den Erkrankten zu einem schnellen Gewichtsverlust sowie blutigem Auswurf. Es kann weiteres Fieber und Atemnot auftreten.
Wenn sich Metastasen im Gehirn bilden (vor allem bei kleinzelligen Bronchialkarzinomen) kann es unter anderen zu Schädigungen der Nerven mit Symptomen wie
Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Gleichgewichtsstörungen kommen.
Die Behandlung von Lungenkrebs
Behandlung: Operation, Chemo- und/oder Strahlentherapie
Die Therapie bei Lungenkrebs richtet sich nach der art des Bronchialkarzinoms. Bei nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen besteht die beste Aussicht auf Heilung nach einer Operation. Hat sich der Tumor bereits auf benachbartes Gewebe ausgebreitet, neben der Strahlentherapie auch häufig eine Chemotherapie eingesetzt.
Bei kleinzelligen Bronchialtumoren wird normalerweise nicht operiert, denn zumeist haben sich bei der Diagnose bereits Metastasen gebildet.
Doch reagieren die Krebszellen empfindlich gegenüber einer Chemotherapie, auch die Strahlentherapie greift in den meisten Fällen gut.
In manchen Fällen wird bei einem kleinzelligen Bronchialkarzinom ergänzend eine Operation durchgeführt, um den Tumor komplett zu entfernen.
Kontrolluntersuchungen nach einer erfolgten Therapie sind erforderlich. Die Prognose bei Lungenkrebs ist allgemein eher ungünstig.
Kann man Lungenkrebs vorbeugen?
Da Rauchen der größte Risikofaktor ist, um an Lungenkrebs zu erkranken, ist der Verzicht auf Nikotin die beste Vorsorge.
Auch nach vielen Raucherjahren tut das Aufhören mit dem rauchen dem Körper gut, es wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und vermindert das Risiko an anderen Krebsarten zu erkranken.
Weitere Informationen zu Lungenkrebs
Selbsthilfegruppen sowie Beratungsstellen und die Krebshilfeorganisationen bieten fachliche Hilfestellungen für Betroffene und Angehörige.