Die Knötchenflechte (Lichen ruber planus) ist eine entzündliche Erkrankung der Haut und Schleimhäute, die schubweise verläuft. Die Betroffenen befinden sich in der Regel im mittleren Alter (zw. 30 und 60 Jahren). Eine Knötchenflechte entwickelt sich nach längerem Bestehen, rund einem halben bis zu einem Jahr, spontan zurück.
Was ist eine Knötchenflechte (Lichen ruber planus)?
Bei der Knötchenflechte (Lichen ruber planus) handelt es sich um eine chronisch entzündliche Hauterkrankung und Erkrankung der Schleimhäute, die schubweise verläuft. An den betroffenen Hautstellen zeigen sich charakteristische Papeln (Knötchen), die entweder einzeln oder im Verbund und dicht zusammenstehend auftreten.
Typisches Merkmal der Knötchenflechte ist die netzartige Zeichnung an der Hautoberfläche, die sich milchig-weiß zeigt und insbesondere bei einer befallenen Mundschleimhaut deutlich erkennbar ist.
In der Regel sind Menschen in den mittleren Lebensjahren, zwischen 30 und 60 Jahren, von einer Knötchenflechte betroffen, Frauen gleich häufig wie Männer.
Die Ursachen für eine Knötchenflechte (Lichen ruber planus)
Die genauen Ursachen für die Entstehung der Knötchenflechte (Lichen ruber planus) sind, wie bei vielen anderen Hautkrankheiten, weitestgehend unbekannt.
Ein Zusammenhang zu auslösenden Krankheitsschüben mit bestimmten Arzneimitteln oder Chemikalien, sowie mit Viruserkrankungen konnte beobachtet werden.
Die Symptome bei Knötchenflechten (Lichen ruber planus)
Die Knötchenflechte zeigt sich vor allem auf der Haut, den Hautanhangsgebilden wie den Nägeln und Haaren und auf den Schleimhäuten.
An den betroffenen Stellen kommt es zur Bildung von blass-blau-rötlichen, in etwa 2 bis 12 mm großen Papeln (Knötchen), die oberflächig eine netzförmige Zeichnung erkennen lassen.
Die Knötchen jucken unterschiedlich stark und treten häufig in den Handgelenksbeugenregionen, an den Unterschenkeln und im Bereich der Fußknöchel auf. Bei einer ausschlagartigen Bildung der Hautkrankheit (exanthematische Knötchenflechte) können sich die juckenden Knötchen am ganzen Körper ausbreiten.
Die Nägel der Betroffenen können sich spalten, verdünnen oder längsriffeln. Sehr selten fallen sie ganz aus. Im Bereich der Haare kann es zu einer Schuppung sowie verkrusteten Haarausführungsgängen kommen.
Etwa ein Drittel der Fälle sind von einem zusätzlichen Befall der Schleimhäute, insbesondere der Mundschleimhaut und Genitalschleimhaut, betroffen. Typische Symptome sind ebenso die netzartigen weißlichen Streifen bis hin zu gleichmäßigen weißlichen Stellen.
Die Behandlung einer Knötchenflechte (Lichen ruber planus)
Behandlung: Selbsthilfe bei Juckreiz, Medikamente, Lichttherapie
In den meisten Fällen ist eine Behandlung der Knötchenflechte nicht erforderlich, da sie selbständig abheilt und nur milde Symptome hervorruft.
Hilfreich gegen den Juckreiz können kühle Umschläge oder kalte Gelkissen wirken. Auch Antihistaminika helfen bei starkem, unangenehmen Juckreiz. Es gilt im Falle von Medikamenten, die die Knötchenflechte auslösen, diese einzustellen bzw. auf vergleichbare Medikationen umzusteigen.
Ist der Befall chronisch und ausgeprägt, werden einzelne Hautstellen mit Kortisonsalben oder Kortison-Pflastern behandelt. Bei sehr starkem Befall können Kortison-Kristalllösungen gespritzt werden, hilfreich sind auch teerhaltige Präparate oder Vitamin A-Säurepräparate.
Ebenso kann eine lokale Lichttherapie wirksam sein, selten werden immunsuppressive Mittel wie Ciclosporin eingesetzt. Eine chronische Knötchenflechte erfolgreich zu therapieren ist mitunter schwierig.
Vorsicht ist geboten, wenn sich die Erkrankung über Jahre hinzieht und besonders die Schleimhäute betrifft. Dort kann sich ein bösartiger Tumor bilden, darum sind regelmäßig Untersuchungen bei einem Dermatologen oder Zahnarzt erforderlich. Vorbeugungsmaßnahmen gegen einen Befall sind nicht bekannt.
Weitere Informationen zur Knötchenflechte (Lichen ruber planus)
Der Befall mit der Knötchenflechte kann langwierig und belastend sein. Darum haben sich Selbsthilfegruppen gebildet, die mit guten Tipps und aktuellen Informationen zu Medikamenten oder alternativen Heilmitteln weiterhelfen.
Fachlich kompetent ist ein Dermatologe, er stellt auch die Diagnose. Manche der oben genannten Therapien sind nur unter ärztlicher Kontrolle auszuführen, darum ist der Weg zum Arzt unumgänglich.

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