Bei genitalem Herpes handelt es sich um eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten, die zumeist durch den Herpes-simplex-Virus Typ 2 übertragen wird. Die typischen Symptome bei Genitalherpes sind schmerzende, kleine und juckende Bläschen an den Genitalien. Herpesviren verbleiben ein Leben lang im Körper, es kann also immer wieder zu Ausbrüchen der Erkrankung kommen.
Was ist ein genitaler Herpes (Herpes genitalis)?
Ein genitaler Herpes zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten und ist eine Virusinfektion.
Mehrere Krankheiten werden durch unterschiedliche Herpesviren ausgelöst, wie die Gürtelrose (Herpes Zoster).
Verantwortlich für Herpes-Erkrankungen sind Herpes-simplex-Viren, wovon es insgesamt acht Typen gibt.
Genitalherpes wird in erster Linie vom Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV 2) ausgelöst, seltener vom Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV 1).
Etwa 10 bis 30 % der Weltbevölkerung sind mit dem HSV 2 Virus infiziert, genitaler Herpes ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit.
Die Ursachen für genitalen Herpes (Herpes genitalis)
Die Ansteckung mit den Herpes-simplex-Viren kann oft schon länger zurückliegen, in den meisten Fällen verläuft die Infektion anfangs beschwerdefrei.
Die Viren gelangen vom Ort der Infektion wie der Genitalschleimhaut in die Nervenbahnen weiter zum Nervenknoten und infizieren diesen ebenfalls.
In der ersten Woche schafft das Immunsystem die Beseitigung der Viren sowohl in der Schleimhaut als auch in den Nerven, doch die DNA der Viren versteckt sich im Zellkern und überlebt unbeschadet. Es werden weitere Herpes-Viren hergestellt.
Kommt es zu einer Immunschwäche, reaktivieren sich die Viren-DNA, ess entstehen viele neue Viren in den Zellen und eine Zweitinfektion entsteht: der sichtbare genitale Herpes oder der Lippenherpes.
Folgende Ursachen können den Herpes-Virus aktivieren:
- Verletzungen, Verbrennungen, Reizungen der Haut und Sonnenbrand
- Eine Reizung des infizierten Nervenknotens beispielsweise durch eine Zahnbehandlung
- Hormonschwankungen, Stress
- Erhöhte Temperatur
- Lungenentzündungen (bakterielle Ursache)
Die Übertragung des HSV 2 erfolgt über sexuelle Kontakte, HSV 1 wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.
Die Symptome bei genitalem Herpes (Herpes genitalis)
Der Genitalherpes ähnelt in seinen Symptomen dem Lippenherpes:
- Die betroffene Haut juckt, ist empfindlich und gereizt.
- An den Schleimhäuten im Genitalbereich entstehen schmerzhafte, entzündliche Bläschen, die eitern und sich verkrusten.
- Wasser kann sich im Gewebe ansammeln, sogenannte Ödeme
- Glasiger Ausfluss kann sich bilden
- Die angrenzenden Lymphknoten können geschwollen sein
Welcher Virustyp Verursacher für einen Genitalherpes ist, kann anhand der Symptome nicht festgestellt werden.
Die Behandlung bei genitalem Herpes (Herpes genitalis)
Behandlung: Medikamente
Die Therapie eines Genitalherpes richtet sich nach der schwere der Symptome: In vielen Fällen (begrenzter Herpesbefall) ist keine Behandlung nötig.
Die Behandlung zielt auf eine Eindämmung des weiteren Ausbruchs des Genitalherpes ab und auf die Symptomatik. Es werden Visrustatika eingesetzt.
Bei leichteren Fällen reicht es, die Medikamente in Form von Tabletten oder salbe anzuwenden, bei schweren Fällen verabreicht der Arzt eine Spritze.
Allerdings kann eine Herpesvirenerkrankung nicht vollständig geheilt werden, die Viren verbleiben ein Leben lang im Körper und es kann zu einem erneuten Ausbruch kommen.
Wenn sich während des Genital- Herpesausbruchs eine bakterielle Infektion entwickelt, werden Antibiotika und oft lokal desinfizierende Maßnahmen nötig.
Mögliche Komplikationen können Entzündungen der Vulva, der Scheide, des Penis oder der Darmschleimhaut sein, weiters kann sich ein Gebärmutterhalskrebs entwickeln.
Außerdem kann das HSV 2 Gehirn, Rückenmark, Lunge, Leber und auch andere Organe angreifen, die HSV-Sepsis genannt, die einen lebensbedrohenden Verlauf nehmen kann.
Wichtig: Bei einer Genitalherpes-Infektion muss auch der Partner mitbehandelt werden.
Kann man genitalem Herpes (Herpes genitalis) vorbeugen?
Beim Geschlechtsverkehr immer
Kondom benutzen! Wer von einer Infektion betroffen ist, kann einem Ausbruch bedingt durch einen gesunden Lebensstil ohne Stress und zu viel UV Strahlung vorbeugen.
Weitere Informationen zu genitalem Herpes (Herpes genitalis)
Geschlechtskrankheiten sind ein heikles Thema, doch müssen sie konsequent behandelt werden, um eine Verbreitung zu verhindern.
Ärzte, Dermatologen, Urologen oder Gynäkologen (eine Liste aller Ärte befindet sich auf unserer Website), behandeln ihre Patienten vertraulich und mit Sensibilität.