Borreliose ist eine weltweit auftretende Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst wird. Die Krankheit wird in den meisten Fällen durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen. Die Bakterien hat die Zecke zuvor bei einem anderen Wirt aufgenommen und kann sie nun ungehindert weitergeben.
Zecken befallen Mensch und Tier. Sie sitzen in Sträuchern, Büschen und hohen Gräsern und können oft unbemerkt auf ihren neuen Wirt krabbeln. Haben sie bereits einen Wirt gebissen, der das Bakterium Borrelia burgdorferi trägt, dann können sie es nun durch einen neuen Zeckenbiss an den nächsten Wirt weitergeben. Umso länger die Zecke sich in den neuen Wirt beißt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Bakterium weitergegeben wird.
Aber auch falsches Entfernen der Zecke kann dazu führen, dass es zu einer Infektion kommt. Deshalb ist auch wichtig, die Zecke richtig zu entfernen und nicht zu quetschen. Etwa 35 Prozent der Zecken in Mittel- und Nordeuropa tragen die Borrelien in sich. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Stich zu einer Übertragung des Bakteriums führt. Und eine Übertragung bedeutet nicht, dass es sofort zu einer Ansteckung und zum Ausbruch der Krankheit kommt. Etwa 20 bis 30 Prozent, die von einer infizierten Zecke gestochen werden, entwickeln selbstständig gegen das Bakterium Antikörper.