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Ernährung bei Gastritis

Um die Beschwerden bei einer Gastritis möglichst zu mildern, ist es wichtig, die Ernährung umzustellen. Leichte Vollkost ist empfehlenswert. Das bedeutet: Bestimmte Lebensmittel und Getränke, die den Magen-Darm-Trakt belasten könnten, werden weggelassen. Damit lässt sich einer Gastritis auch gut vorbeugen.


Vollkost bzw. Schonkost

Leichte Vollkost oder Basisdiät, ist eine Ernährungsform, die keinem therapeutischem Zweck dient, sondern zur Entlastung der einzelnen Verdauungsorgane und somit eine Hilfe des gesamten Stoffwechsels ist.


Was darf bei einer Gastritis gegessen werden?

In der Regel darf alles gegessen werden, was dem Patienten keinerlei Durchfall, Schmerzen, Druck oder Übelkeit hervorruft. Eine leichte Vollwert-Ernährung mit fettarmen, gekochten und milden und mageren Nahrungsmitteln ist ideal.

Naturjoghurt wirkt dem Bakterium Helicobacter pylori entgegen. Leicht verdauliche Gemüse sind unter anderen Fenchel, Karotten, junger Kohlrabi, grüne Erbsen, Zucchini und Tomaten sowie grüner Salat.

Als Würze sollten frische oder getrocknete Kräuter zum Einsatz kommen, milder Essig und Zitronensaft sind für das Salatdressing ideal. Kochsalz nur bedingt verwenden. Süßes wie Honig oder Marmelade (in Massen) sind erlaubt und können auch zum Süßen der Speisen verwendet werden.

In jedem Fall ist die Ernährung während einer Gastritis Erkrankung und auch danach mit dem Arzt abzusprechen und auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist Rücksicht zu nehmen. Unterstützung bieten Ernährungsberater.


Bei einer Gastritis können folgende Lebensmittel schädlich sein:

Fleisch und Wurst
Fette Wurst, Gepökeltes und Geräuchertes sollte vermieden werden, ebenso scharf angebratenes, mit Speck gespicktes oder fettes Fleisch sowie Geflügelhaut sollte nicht auf dem Speiseplan eines an Gastritis Erkrankten stehen und auch nach der Erkrankung vermieden werden.

Milch und Milchprodukte
Auf Vollmilch, Schlagobers, Sauerrahm (über 20% Fett) sowie gesäuerte Milchprodukte sollte verzichtet werden. Käsesorten, die über 45% Fett enthalten, würzige Käse, Schimmelkäse (Bsp. Gorgonzola) reifer Camembert oder Bergkäse sollten ebenfalls nicht verzehrt werden.

Backwaren und Brot
Bei einer Gastritis ist Folgendes besser wegzulassen: Frisches Brot (auch Vollkornbrot), frische Backwaren (auch Vollkorn), frisches Hefegebäck, fette Backwaren wie Blätterteig, in Fett Gebackenes oder Cremetorten.

Fisch
Fette Fischsorten wie Hering, Lachs oder Aal sowie geräucherter Fisch sind aus dem Speiseplan zu verbannen. Ebenso konservierte oder eingelegte Fischwaren.

Gemüse und Kartoffeln
Auf schwer verdauliche und blähende Gemüsesorten wie Kohl, Zwiebel, Lauch, Paprika, Pilze oder Kren ist zu verzichten. Auch Hülsenfrüchte sind zu meiden, ebenfalls Gemüsesalate, die mit fetten Saucen oder Mayonnaise zubereitet werden. Werden Kartoffeln in Fett gebraten wie Pommes, Kroketten oder Bratkartoffeln, sollten diese Gerichte gemieden werden. Der Kartoffelsalat sollte nicht mit Speck, Mayonnaise oder viel Öl angemacht werden.

Nüsse und Obst
Unreifes Obst, rohes Steinobst, Nüsse, Mandeln, Avocados und Pistazien sollten nicht verzehrt werden.


Allgemeine Tipps zur Ernährung bei Gastritis

Auf Süßigkeiten sollte weitestgehend verzichtet, Zucker nur in Maßen verwendet werden. Scharfe Gewürze sowie Gewürze in Pulverform besser weglassen.

Grundsätzlich sollte bei einer Gastritis auf alle Fette verzichtet werden. Dazu zählen fette Saucen, fette Suppen und vieles mehr.

Hart gekochte Eier sind zu meiden, auch daraus zubereitete Speisen und Mayonnaise. Starkes Anbraten der Speisen ist nicht empfehlenswert, auch rösten und frittieren verschiedener Gerichte sollte vermieden werden.

Speisen, die mit Speck und Zwiebeln zubereitet werden, gehören nicht auf den Speiseplan eines Gastritis Patienten.

  • Die Nahrungsmenge ist auf mehrerer Mahlzeiten aufzuteilen.

  • Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Essen, genügend Zeit für jedes Essen ein Muss.

  • Gründliches, langsames kauen der Speisen ist positiv.

  • Das Essen sollte weder zu heiß noch zu kalt sein.

  • Eventuell zwischendurch Saftfasten.

Weitere Informationen zur Ernährung bei Gastritis

Stress zu vermeiden ist ein wichtiger Faktor der Behandlung einer Gastritis. Tipps zu Ernährung oder Methoden zur Stressvermeidung findet man im Internet, bei den Ärzten (eine Liste aller in Österreich praktizierenden Ärzte befindet sich auf unserem Gesundheitsportal) und Ernährungsberatern.

Zu beachten ist: Auch wenn die akute Erkrankung vorbei ist, sollten bestimmte Ernährungsmaßnahmen unbedingt weiterhin eingehalten werden, um das Auftreten einer neuerlichen Gastritis von vorneherein zu verhindern.

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KOMMENTARE

15-12-2011 um 16:53
  Gast-User - madritista
bei mir ist es dieses jahr schon die 3 te. magenentzündung.
aber ich hatte vorher bestrahlung im unterleib;(
habe alles probiert -retterspitz innerlich, nux vomica,
ingwer tabletten gegen die übelkeit,
das schlimme ist ,das einige tage bestimmte lebensmittel vertragen
werden ,die nächste woche gehts wieder nicht.
die übelkeit und die gewichtsabnahme empfinde ich als das schlimmste.
bei einer spiegelung kam nix heraus. leider ,leider ist das sehr langwierig
und nach überstandener krankheit muss man weiterhin diät essen sonst kommst wieder ,wie bei mir,(:
19-11-2011 um 15:21
  Gast-User - Beatrice
Also ich hatte im Sommer eine Gastritis bekommen und die hielt knapp 3 Monate an. Ständig starke krampfartige Magenschmerzen kurz nach dem essen. Konnte nur Nudeln, Brot und sowas essen keine Fettigen Sachen. Auch Milch reizte meinen Magen.Haferflocken schleim hat bei mir auch nur mit Wasser zubereitet funktioniert. War dann beim Arzt und habe Pantoprazol 40 mg verschrieben bekommen und nach 8 Wochen wars dann entgültig weg.
17-10-2011 um 19:11
  Gast-User - chrissi
Hallo! Komme aus Deutschland und bei mir ist eine gastritis diagnostiziert worden. Habe das schon drei Wochen und es ist echt sehr unangenehm. Weiß einer wie lange soetwas dauert und welche Symptome ihr alle habt. Noch was, Österreich ist ein tolles Land. Fahren jedes Jahr dort hin.
13-10-2011 um 11:16
  Gast-User - Balu
Trage nun schon seit 1,5 Jahren eine chronische Gastritis (Typ B, Helicobacter ist mit Antibiotika vernichtet worden) mit mir rum und werde sie nicht los; arbeite aber daran :-). Habe bis auf die ersten paar Wochen keine Medis mehr zu mir genommen, weil diese nach meiner Meinung auf lange Sicht alles mit Sicherheit nur schlimmer machen würden. Aus Erfahrung weiß ich: Ernährung ist mit Sicherheit bei dieser Entzündung SEHR wichtig. Umstellung der Ernährung auf hauptsächlich säurearmes Obst (reife Bananen!, reife Birnen, reife Papaya, Zucchini vertrage ich wunderbar) und Frischkorn (Kornmühle kaufen und jeden Abend z.B. 3 Esslöffel Getreide mahlen, in eine Schale mit ein wenig Wasser geben und über Nacht in den Kühlschrank) ist anzuraten. Am nächsten Tag dann als Müsli verzehren. Wenn Vollkornbrot, dann ist mir Dinkelvollkornbrot am besten bekommen (Weizenbrot meiden). Vorsicht: in herkömmlichen Bäckereien ist in vielen Broten Zucker enthalten. Daher nur Biobrot nehmen; ohne Sauerteig, höchstens mit Backferment hergestellt. Fettarmes Geflügel (Putenfilet, Hühnchenbrust) im Römertopf zubereiten). KEIN ZUCKER, in welcher Form auch immer (selbst Honig geht bei mir nicht). Stevia könnte ggf. gehen, habe ich noch nicht getestet. Wichtig ist auch, dass man sich nicht zu lange auf eine einseitige Ernährung einschießt. Daher dieser Ernährungsvorschlag: Gleich nach dem Aufstehen eine Tasse Fenchel/Anis-Tee auf (ganz wichtig) nüchternen Magen. Morgens 07:00 Uhr das obige Frischkornmüsli, 09:30 Uhr z.B. Obst, 12:00 Uhr fettarmes Geflügel mit Gemüse (z.B. Sellerie und Wurzeln, aber kein blähendes wie Erbsen oder Kohl); Vorsicht in der Kantine: dort ist das Gemüse oft angesüsst!!) und Vollkornnudeln oder Pellkartoffeln (die einzige Kartoffelverzehrart die sehr, sehr gut bei Gastritis ist!), 15:00 Uhr zweite Obstzwischenmahlzeit und 17:30 als letzte Mahlzeit zwei Scheiben Bio-Dinkelvollkornbrot zart mit Butter bestrichen zur Sättigung; ggf. mit Obst kombinieren. Insgesamt eben keine großen Mahlzeiten, sondern eher mehr kleine. Abends vor dem Schlafengehen dann noch ein Glas Wasser mit ein wenig Heilerde trinken. Ansonsten den ganzen Tag über verteilt mindestens 2 Liter Wasser trinken. Hoffe ich konnte hiermit einigen Leidensgenossen-/innen helfen...
28-8-2011 um 23:39
  likeDS
Darauf solltet ihr echt achten, dass ihr wenig Zucker zu euch nehmt.
Lesst euch aber auch mal das hier durch, denn diese Methode sollte auch gut helfen ! http://www.fitundgesund.at/diaeten/psycho-diaet.78.htm
25-7-2011 um 10:37
  Gast-User - Eberhard
Kann 1,5% Milch bei Zubereitung z.B. Haferflocken verwendet werden?
19-5-2011 um 17:54
  Gast-User - DerRobert
Toll, da bleibt ja nicht viel über, oder? Magere Zeiten kommen auf mich zu...
10-5-2011 um 14:34
  Gast-User - Gast
Auf zuviel Zucker verzichten aber Marmelade ist ok? In Marmelade stecken Unmengen an Zucker... Wäre bei Marmelade eher vorsichtig
26-4-2011 um 12:04
  Gast-User - Ulli
Auf zuviel Zucker sollte also verzichtet werden - wie verhält es sich mit Stevia als Ersatz?
Und kann ich statt Kuhmilch Soja- oder Reismilch trinken?

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