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Erste Hilfe bei Verletzungen-Wundversorgung

Schnell kann es passieren, dass es im Haushalt, beim Sport oder im Verkehr zu Verletzungen kommt. Anwesende oder der Verunfallte selbst sollten unbedingt Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden und die Wunde, bis zum Eintreffen des Notarztes oder der medizinischen Behandlung durch den Arzt versorgen.


Was ist bei Wunden zu tun?

Die Erstversorgung einer Wunde richtet sich nach der Art und Schwere der Verletzung. Die Erstversorgung ist besonders wichtig, um größere Verluste von Blut oder mögliche spätere Komplikationen verhindern zu können.


Erste-Hilfe-Maßnahmen sind:
  • Der Verletzte ist ruhig zu lagern, entweder sitzend oder besser liegend, dadurch wird der Kreislauf geschont

  • Der Verletzte ist zu beobachten

  • Wenn möglich sollten bei der Wundversorgung Handschuhe getragen werden

  • Die Wunde ist nicht zu berühren, sie ist keimfrei abzudecken

  • Eine Wunde niemals auswaschen oder sauber machen, außer bei Verbrennungen, Verätzungen oder Bisswunden

  • Keinesfalls Salben oder ähnliches auf die Wunde schmieren

  • Mögliche Fremdkörper sind keinesfalls zu entfernen

  • Innerhalb von 6 Stunden ist bei kleineren Wunden ein Arzt (oder Spital) aufzusuchen


Weitere Maßnahmen zur Wundversorgung

Bei kleinen oder oberflächlichen Wunden ist eine Selbstversorgung durch Pflaster oder einen Schutzverband ausreichend, die Wunde heilt gut ab.

Handelt es sich um tiefere Wunden mit starker Blutung, kann das sehr gefährlich werden und mitunter auch lebensbedrohlich. Ein Druckverband ist anzulegen, um die Blutung möglichst zu stillen und das Eintreten von Keimen zu verhindern.

Ein Druckverband besteht aus einem Druckpolster (Beispiel Taschentücher) und darum fest gewickelter Mullbinde (oder was eben gerade zur Hand ist). Zur Not muss zweimal verbunden werden.

Der Notverband ist bis zum Eintreffen des Notarztes oder im Spital unberührt zu lassen.
Das Hochlagern der betreffenden Gliedmaße ist sinnvoll.

Spritzt das Blut pulsierend aus der Wunde, handelt es sich um eine arterielle Verletzung. Hier hilft als erste Maßnahme das Abdrücken des Gefäßes (in Richtung Herz) mit beiden Händen.

Bei Verletzungen an den Arterien besteht die Gefahr des Verblutens, darum muss schnell und effizient gehandelt werden.


Bei Wunden immer zum Arzt oder ins Spital

Damit die Wunde nach der Erstversorgung entsprechend behandelt werden kann, muss in den ersten sechs Stunden nach der Verletzung eine medizinische Behandlung erfolgen.

Der Arzt verwendet meist hydroaktive Verbände die eine spezielle Wundauflage haben und damit den Verlauf der Heilung positiv beeinflussen.


Verschiedene Substanzen haben sich als Wundauflage bewährt:
  • Alginate

  • Hydrokolloide

  • Hydrogele

  • Silber-Aktiv-Kohleauflagen

Am besten eignet sich eine Kombination der genannten Substanzen. Durch die Anwendung feuchter Wundverbände kann die Wundheilung beschleunigt werden und die Narbenbildung wird reduziert.


Weitere Informationen zur Wundversorgung - Verletzungen

Nicht immer ist ein Arzt zur Stelle, wenn es zu Verletzungen kommt. Darum ist es wichtig, wenn man grundlegende Kenntnis zur Ersten-Hilfe hat.

Das Rote Kreuz bietet Erste-Hilfe-Kurse an, gute Bücher zum Thema mit praktischen Anleitungen bekommt man im Buchhandel und auch im Internet werden Tipps und Maßnahmen angeboten.
In erster Linie gilt es, Ruhe zu bewahren.

Bei größeren Verletzungen mit starker Blutung sollte jedoch immer ein Notarzt (144, Euro Notruf 112) gerufen werden und die Erstversorgung des Verletzten erfolgen.

Ansonsten gilt: In den ersten sechs Stunden nach der Verletzung zum Arzt oder ins Spital um eine optimale Behandlung und spätere Wundheilung zu ermöglichen.


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