Zu Stromunfällen kann es kommen, wenn man beispielsweise in eine Steckdose fasst oder nicht isolierte Stromleitungen von Haushalts-Geräten berührt. Die Schwere einer Stromverletzung hängt von vielen Faktoren wie der Stromspannung, der Stromstärke, der Dauer des Stromflusses aber auch vom Alter des Betroffenen sowie dem Gesundheitszustand ab.
Wie erkennt man einen Stromunfall?
- Wenn die Muskeln des Verunfallten verkrampft sind, besteht der Stromfluss noch und der Betroffene kann sich nicht selbst davon lösen.
- Ist der Stromkreis unterbrochen, kann der Verunfallte eventuell ohne Bewusstsein bleiben.
- Atemstillstand oder Herz-Kreislauf-Stillstand kann eintreten.
- Wo der Strom eingetreten, bzw. ausgetreten ist, sind Brandwunden zu erkennen.
Was tun bei einem Stromunfall?
In jedem Fall ist schnell die Stromquelle auszuschalten (Sicherung ausschalten, Netzstecker ziehen), Eigenschutz ist unerlässlich. Erst dann kann der Verunfallte berührt werden.
- Atmung, Puls und Bewusstsein des Betroffenen sind zu überprüfen
- Sofort den Notarzt rufen (144, Euro-Notruf 112)
- Wenn der Betroffene bewusstlos ist, ist ein in eine stabile Seitenlage zu bringen.
- Wenn Puls und Atmung aussetzen, mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
- Wenn es durch den Stromunfall zu Brandverletzungen gekommen ist, sollten die Wunden entsprechend, wenn möglich, keimfrei abgedeckt werden.
- Auch wenn der Betroffene über keinerlei Beschwerden klagt, sollte der Ersthelfer auf eine ärztliche Untersuchung bestehen. Denn auch 24 bis 48 Stunden nach dem Unfall kann es zu unter Umständen lebensbedrohlichen Funktionsstörungen kommen.
Es gilt: Bei einem Stromunfall, egal in welchem Ausmaß, ist immer der Notarzt zu alarmieren.
Weitere Informationen zu Stromunfällen
Wenn es zu einem Stromunfall im Hochspannungsbereich kommt, sollte ein Sicherheitsabstand zum Verunfallten von mindestens 10 Metern eingehalten werden, damit man sich nicht selbst schwer verletzt.
Erst wenn die Stromquelle abgeschaltet ist, das gilt auch für alle Haushaltsunfälle kann man den Betroffenen anfassen.
Insbesondere bei kleinen Kindern ist darauf zu achten, dass sie nicht ungehindert in eine Steckdose greifen können - spezielle Schutzmaßnahmen sind in jedem Haushaltswarengeschäft zu bekommen.
Lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen kann man beim Roten Kreuz in Kursen erlernen. Gute Tipps und praktische Hilfestellungen zu Rettungsmaßnahmen bietet zudem das Internet und auch gute Bücher kann man zum Thema erwerben.
Die Notrufnummern sollten in jedem Handy gespeichert sein, denn oft sind wenige Minuten ausschlaggebend, wie der Verunfallte den Unfall gesundheitlich übersteht.