Winterzeit ist Kuschelzeit

06.11.2012 von | 0 Kommentare

Der Winter kommt – und mit ihm eisige Kälte und frühe Dunkelheit. Jetzt sollen gemütliche Kuschelstunden zwischen flackerndem Kaminfeuer, warmem Kerzenschein, gebratenen Kastanien und heißem Tee in aller Behaglichkeit für die langverdiente Erholung und Seelenruhe sorgen.

Winterzeit ist KuschelzeitVor allem in den kalten Wintermonaten ist es besonders wohltuend es sich zuhause gemütlich zu machen (Foto by: drubig-photo / Fotolia)

"Zärtlichkeit ist der Sonntag der Gefühle." (Ernst Ferstl)

Das ganze Jahr über, wenn ich im mit Erledigungen und Plänen vollgestopften Alltag das Gefühl habe, mal Ruhe und Entspannung finden zu müssen, verschiebe ich die „Zeit für mich“ auf die langen, dunklen Winterabende am Kamin. Dann ist es endlich soweit, vor dem Fenster stürmt und schneit es und ich warte bei sanfter Musik und spannender Lektüre in ungestörter Stille auf das Gefühl tiefster Zufriedenheit. Doch offenbar erweisen sich die Kuscheldecke und ein gutes Buch nicht als ausreichende Gesellschaft zum vollkommenen Behagen – irgendetwas fehlt bei der langverdienten Atempause, die für wohliges Glück sorgen sollte und ich mache mich auf die Suche danach. Die Erklärung finde ich bei Experten für körperliches und seelisches Wohlbefinden - was mir fehlt, ist eine Extraportion menschliche Nähe, sind körperliche Streicheleinheiten, die auch die Seele berühren.

„Zärtlichkeit ist verwandelte Kraft.“ (Hans Arndt)

Die Erklärung finde ich bei Experten für körperliches und seelisches Wohlbefinden - was mir fehlt, ist eine Extraportion menschliche Nähe, sind körperliche Streicheleinheiten, die auch die Seele berühren. Glaubt man dem Schüler Sigmund Freuds, Alfred Adler, der die Individualpsychologie begründete, so entsteht mein Zärtlichkeitsbedürfnis in frühester Kindheit als Antithese zum Aggressionstrieb und beruht auf der Abwehr innerer Vereinsamung. Nähe und Berührung sollen „dem Kind in mir“ ein Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens vermitteln, verborgene Ängste lösen und so dafür sorgen, dass auch mein Innerstes zur Ruhe kommt.

„Die Zärtlichkeit ist das Ruhen der Leidenschaft.“ (Joseph Joubert)

Doch Küssen und Kuscheln ist nicht nur gut für die Seele, sondern auch für die körperliche Gesundheit. Die etwa fünf Millionen Sinneszellen der Haut leiten jede zarte Berührung ans Gehirn weiter, dass dankbar mit Glückshormonen regiert. Außerdem verspricht eine US-Studie der University of North Carolina, dass beruhigendes Kuscheln und Schmusen Blutdruck und Puls verringern und dadurch Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen.

„Zärtlichkeit ist mehr. . .“

Kuscheln ist also mehr als „nur“ das Streicheln von Körper und Seele - Wärme und Zärtlichkeit sind eine Wellness-Oase im kalten Alltag und eine ebenso natürliche wie stärkende „Medizin“, vor allem in der nassen, kalten Jahreszeit. „Unsere größten Erlebnisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.“ (Jean Paul)


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