Thorakoskopie

Mithilfe der endoskopischen Thorakoskopie kann in den Brustkorb (zwischen die innere Brustwand und die Lunge) eines Patienten geblickt werden, um eventuelle Erkrankungen der Lunge oder des Lungen- oder Rippenfells feststellen zu können.

Arzt vor einer Thoraskopie Eine Thoraskopie wird unter Vollnarkose durchgeführt. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Schnell-Übersicht

  • Wann braucht man eine Thorakoskopie?
    Bei Beschwerden und Krankheiten wie Ansammlungen von Flüssigkeiten in der Lunge, Verdacht auf Lungenkrebs, bei wiederkehrendem Pneumothorax, einer Zyste auf der Lunge, sowie bei Verklebung des Lungenfells.
  • Was geschieht bei einer Thorakoskopie?
    Während der Untersuchung befindet sich der Patient unter Vollnarkose. Um das Innere des Brustkorbes zu begutachten, wird ein sogenanntes Laparoskop (ein dünnes Rohr mit einer kleinen Kamera und Lampe) in den Brustraum eingeführt. Dabei kommt Luft in die Lunge, die später wieder abgesaugt werden muss, damit sich die Lunge neu entfalten kann.
  • Welche Risiken gibt es bei einer Thorakoskopie?
    Komplikationen treten selten auf und könnten sein: Blutungen, Verletzungen an Lunge, Blutgefäßen oder Nerven, Infektionen, Kreislaufbeschwerden oder Atemstörungen sowie allergische Reaktionen auf das Betäubungsmittel.

Was ist eine Thorakoskopie?

Die Thorakoskopie ermöglicht es dem Arzt ins Brustinnere zu sehen und damit Teile des Brustkorbs begutachten zu können. Dafür kommt ein sogenanntes Laparoskop zum Einsatz, ein spezielles Gerät bestehend aus einem dünnen Rohr mit kleiner Kamera, einer Lichtquelle, einem Stablinsen-System und zumeist einer Absauge- und Spülvorrichtung.

Zudem kann das Laparoskop an eine Videokamera angeschlossen und über das Gerät können weitere Instrumente eingeführt werden, beispielsweise im Rahmen einer OP.

Durchführung einer Thorakoskopie

Der Patient bekommt während der Thorakoskopie eine Vollnarkose, er muss also nüchtern erscheinen. Die Thorakoskopie wird in der Regel in einem Krankenhaus durchgeführt, da der Patient nach der Untersuchung etwa zwei Tage unter Überwachung steht.

In den meisten Fällen wird vor der Untersuchung ein Pneumothorax erzeugt – ein rohrartiges Instrument, der sogenannte Trokar, wird in den Brustraum eingeführt, es strömt Luft in den Brustraum. Durch den Einschnitt kommt dann das Laparoskop zum Einsatz. Der Arzt/die Ärztin kann das Innere des Brustraums einsehen, operative Maßnahmen setzen oder gegebenenfalls eine Biopsie vornehmen.

Auch Medikamente können eingebracht werden. Ist die Untersuchung beendet, wird eine Thorax-Drainage (Kunstoffschlauch) gelegt, über den die Luft abgesaugt werden kann. Die Lunge kann sich nach der Entfernung der Luft wieder vollständig entfalten.

Durchführung einer Thoraskopie Mit der Thorakoskopie ist es den Ärzten möglich, ins Innere des Brustraums zu blicken. (Foto by: Geribody / Depositphotos)

Anwendungsgebiete, Risiken und Komplikationen

Eine Thorakoskopie kann unter anderm bei folgenden Beschwerden und Krankheiten angewendet werden:

  • Bei einer unklaren Ansammlung von Flüssigkeit in der Pleuralhöhle
  • Bei Verdacht auf Lungenkrebs
  • Bei nicht abgeklärten Entzündungen
  • Bei wiederkehrendem Pneumothorax (Luft im Brustraum, die Lunge fällt zusammen)
  • Wenn eine Zyste auf der Lunge betrachtet oder abgetragen werden sollte
  • Zur Verklebung von Lungenfell und Rippenfell

Fazit

Mit der Thorakoskopie ist es den Ärzten möglich, ins Innere des Brustraums zu blicken und eventuelle Erkrankungen zu erkennen bzw. direkt zu behandeln. Die Thorakoskopie wird unter Vollnarkose im Krankenhaus durchgeführt, der Patient bleibt noch etwa zwei Tage zur Beobachtung im Spital.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 31.08.2010
Überarbeitet am: 19.02.2020

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