Tantra

Tantra ist nicht nur als Sexualpraktik zu sehen, Tantra ist die indische Lehre der Selbsterkenntnis. In Bezug auf die Sexualität sollten die tantrischen Übungen zu einer veränderten, bewussteren Sexualität und somit zu mehr Lebensfreude allgemein führen. Hemmungen sollten abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden.

Junges PärchenIn den Tantra-Lehren lernen die Übenden eine neue Zweisamkeit, Hingabe und Vertrauen. (Foto by: artem_furman / Depositphotos)

Ziel der indischen Lehre des Tantra ist es, die Menschen zu mehr Selbsterkenntnis zu führen. Das ganze Leben wird in die spirituelle Lehre einbezogen und damit natürlich auch die Sexualität. Tantra ist besonders, es bedeutet, die Erotik befindet sich auf der Haut, wie die Sonnenstrahlen.

In den Tantra-Lehren lernen die Übenden eine neue Zweisamkeit, Hingabe und Vertrauen werden entwickelt und Hemmungen abgebaut – danach sind unbeschreibliche Ekstasen zu erreichen.

Am Beginn steht die Wahrnehmung des eigenen Körpers, ein neues Körperbewusstsein. Dabei helfen spezielle Yoga-Übungen, mögliche Blockaden zu lösen. Der Energiefluss wird wieder ungehindert möglich. Mit Beckenbodengymnastik werden die Muskeln im Intimbereich gestärkt, was zu mehr Lustempfinden führt.

Im Mittelpunkt der Tantraübungen steht die erotische Massage. Alle Körperteile werden intensiv massiert, auch die Genitalien. Es werden die Hände, Körper, Federn, Felle, Duftöle und vieles mehr eingesetzt. Nähe und Geborgenheit sollten dadurch vermittelt werden, das kann speziell für Paare, die schon länger zusammen sind, ein schönes Erlebnis werden und dem routinierten Sex neue Anregungen geben. Unbedingt erforderlich für die Tantra-Massagen ist Zeit und viel Ruhe.

Praktik

Das Streicheln mit einer Feder

Dafür wird eine lange Feder benötigt. Der Partner, der die Streicheleinheiten empfängt, ist nackt. Mit geschlossenen Augen und tief aus- und einatmend gibt er sich ganz dem angenehmen Gefühl des Streichelns hin. Der Streichelnde kommt nur ganz zart mit der Federspitze an der Haut des Partners an und fährt von den Schultern nach unten, bis zu den Füßen und wieder nach oben. Der Kopf bildet den Abschluss, dann tauschen die Partner die Rollen.

Das Streicheln mit den Fingerspitzen

Der streichelnde Partner wärmt seine Hände durch starkes Aneinanderreiben auf und energetisiert sie dadurch, dann streichelt er den liegenden Partner so leicht mit den Fingerspritzen, dass dieser kaum berührt wird. Alle erogenen Zonen sollten miteinbezogen werden, auch eher unbekannte wie die Lippen, die Handflächen oder die Wangenknochen. Der gebende Partner streichelt den Empfangenden nun vom Nabel aus bis zu den Schultern, die Arme hinab und im Gesicht und nach einigen Wiederholungen vom Nabel abwärts über Unterleib, Genitalien bis zu den Füßen und retour.

Zeit für SexWenn man Tantra mit Ruhe und Zeit praktiziert, kann es sehr erfüllend für das Sexualleben sein. (Foto by: imagerymajestic / Depositphotos)

Das aneinander Reiben und Gleiten

Zu Beginn reiben sich die Partner gegenseitig am ganzen Körper mit Massageöl ein. Jetzt stellen sich die Parther ganz dicht aneinander und winden sich gegenseitig um den Körper des anderen, wie Schlangen. Danach legt sich ein Partner hin und der andere gleitet quasi über ihn hinweg. Das bedeutet, er stützt sich mit den Armen auf und berührt den Partner beispielsweise nur mit der Brust und den Genitalien, von oben nach unten. Das Paar sollte die Rollen immer wieder wechseln und sich zum Schluss den Nacken massieren. Ob es dann zu einem Geschlechtsverkehr kommt, sei dahingestellt, es ist zu vermuten, dass dies sehr intensiv sein kann.

Fazit

Wenn man Tantra mit Ruhe und Zeit praktiziert, kann es sehr erfüllend für das Sexualleben sein. Es gilt sich aufeinander einzulassen und üben, üben, üben. Tantra kann nicht auf Orgien und erotische Massagen reduziert werden, es ist viel mehr. Das auszuprobieren liegt an den Pärchen.

Unser Tipp: Einfach ausprobieren.


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