Sehprobleme - Augenlaseroperation

28.08.2013 von | 0 Kommentare

Die Augenlaseroperation setzt sich zunehmend als Alternative zu klassischen Sehhilfen durch, erst Verfahren hierzu wurden schon Ende der 1980er Jahre entwickelt.

Augenlaseroperation Augenlaseroperationen werden immer beliebter. (Foto by: Minerva Studio / Fotolia)

Inzwischen existieren mehrere parallel angewendete Augenlaserverfahren, die ein dauerhaftes Ergebnis im Zuge einer nahezu schmerzfreien Augenlaseroperation gewährleisten.

Augenlaseroperation: Für wen ist die Behandlung geeignet?

Die klassischen Sehprobleme wie Alterssichtigkeit und Astigmatismus (Stabsichtigkeit) lassen sich mit der Laser-OP praktisch vollständig beheben. Hierbei handelt es sich um Personen, deren Akkomodation (Anpassung an Nah- und Fernsicht) im Laufe des Lebens nachlässt, außerdem Menschen mit dem angeborenen Fehler der Stabsichtigkeit. Ebenso hilft eine Augenlaseroperation bei angeborener Kurz- und Weitsichtigkeit, wenn diese maximal -10 Dioptrien oder +4 Dioptrien beträgt, Astigmatismus kann bis etwa 5 Dioptrien behoben werden. Diese Grenzen sind natürlich nicht starr, sie hängen auch von der Beschaffenheit der Hornhaut des Patienten ab. Diese wird bei einer Augenlaseroperation abgetragen, was eine natürliche Grenze bei zu dünner Hornhaut mit sich bringt.

Verfahren und Vorgehensweise bei einer Augenlaseroperation

Die refraktive Chirurgie kennt mehrere Verfahren für Augenlaseroperationen, die nach wie vor zum Einsatz kommen. Welches Verfahren angewendet wird, hängt von der Indikation des Patienten ab, je nach Sehstörung eignet sich das eine oder andere Verfahren besser. Auch haben sich einzelne Kliniken auf bestimmte Operationsmethoden spezialisiert.

  • LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis): Der Augenchirurg schneidet entweder mechanisch oder mit einem Femto-Sekundenlaser eine dünne Lamelle von der Hornhaut, klappt diese zurück, behandelt die darunter liegende Hornhaut und klappt die Lamelle wieder zurück, die nach kurzer Zeit festwächst.
  • PRK (photorefraktive Keratektomie): Für eine Korrektur der Hornhautoberfläche wird eine Epithelschicht abgetragen und nicht wiederverwendet.
  • LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis): Wie beim PRK trägt der Chirurg eine Epithelschicht ab, verwendet sie aber im Anschluss erneut für eine Korrektur der Hornhautkrümmung.
  • Epi-LASIK und Trans-PRK sind spezielle Verianten der beschriebenen Methoden.

Die Methoden entwickeln sich permanent weiter. Jüngste Entwicklungen ermöglichen eine Augenlaseroperation ganz ohne chirurgische Instrumente ausschließlich mit Laserstrahlen sowie den Einsatz von Hornhautimplantaten. Unabhängig von der angewendeten Methode verläuft eine Augenlaseroperation prinzipiell schmerzfrei, es entstehen bestenfalls Beschwerden durch das Fixieren der Lider sowie kurz nach der OP durch ein sandiges Gefühl, das mithilfe von Augentropfen zu lindern ist und nach 24 bis 36 Stunden verschwindet.

Die Vorbereitungen auf eine Augenlaseroperation verlaufen sehr gründlich, bei zu dünner Hornhaut oder anderen Kontraindikationen raten die Augenärzte ab. Durch die vielen, weltweit durchgeführten Behandlungen existiert zudem ein sehr hoher, dokumentierter Erfahrungsschatz der Augenchirurgen, sodass eine Augenlaseroperation sehr sicher ist.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 28.08.2013
Überarbeitet am: 25.04.2019

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